Für die E-Klasse bietet Mercedes-Benz die neueste Generation des Allradantriebs 4MATIC an, die sich durch höheren Wirkungsgrad, geringeres Gewicht und kompaktere Bauweise von der bisherigen Allradtechnik unterscheidet.

E-Klasse Limousine

Diese Vorteile gegenüber dem Vorgängermodell machen sich durch bessere Traktion und eine günstigere Kraftstoffökonomie bemerkbar. So liegt der Verbrauch je nach Modell rund 0,2 bis 0,6 Liter je hundert Kilometer geringfügig über einem vergleichbaren, konventionell angetriebenen Fahrzeug.

Das 4MATIC-Programm der E-Klasse umfasst fünf Modelle:
4matic_E-Klasse

Die 4MATIC der neuesten Generation zeichnet sich auch durch ein geringes Mehrgewicht von 50 bis 70 Kilogramm (je nach Modell) und eine kompakte Bauweise mit geringerem Platzbedarf aus. Dadurch sind keine Modifikationen am Karosserierohbau erforderlich und der Fußraum des Beifahrers wird nicht eingeschränkt. Zudem trägt die kompakte Bauform zu einem besseren Geräusch- und Schwingungsver­halten bei.

Verteilergetriebe im 7G-TRONIC-Automatikgetriebe integriert
Das 4MATIC-Verteilergetriebe mit einem Zentraldifferenzial in Planetenbauweise und zwei Kegelrädern, die den Seitenabtrieb zur Vorderachse bilden, ist in das serienmäßige 7G-TRONIC-Automatikgetriebe integriert.

Das Zentraldifferenzial stellt die Momentenverteilung zwi­schen Vorder- und Hinterachse von 45 zu 55 Prozent her, die sich wie beschrieben positiv auf Fahrstabilität und Traktion auswirkt. Weitere Besonderheiten des Antriebsstrangs sind der seitliche Abtrieb zur Vorderachse sowie das hintere Kreuzgelenk, welches im Abtriebszahnrad des Nebenabtriebs integriert ist. Diese bauraumoptimierte Konstruktion ermöglicht es, die Gelenkwelle zur Vorderachse sehr nah am Getriebe zu führen, ohne Änderungen am Karosserierohbau vornehmen zu müssen.

Der bessere Wirkungsgrad des 4MATIC-Antriebs basiert im Vergleich zu den Vorgängermodellen maßgeblich auf dem Wegfall der Zahn­radstufe beim Nebenabtrieb des Verteilergetriebes und auf einer verbesserten Ölversorgung. Denn durch die integrierte Bauweise haben Haupt- und Verteilergetriebe einen gemeinsamen Ölhaushalt. Diese innovative 4MATIC-Technologie und der Gewichtsvorteil bewirken eine deutliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.

ADAPTIVE BRAKE: Modernes Bremsregelsystem ermöglicht auch bei winterlichen Straßenverhältnissen kürzeste Bremswege
Das Bremsregelsystem ADAPTIVE BRAKE beinhaltet die Grundfunktionen Antiblockiersystem ABS, Antriebsschlupfregelung ASR und die Giermomentregelung GMR. ABS und ASR erfassen und regeln dabei den Fahrzustand längsdynamisch, die GMR die Querdynamik. Diagnostiziert ADAPTIVE BRAKE kritische Fahrzustände, wird im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten durch gezielte Bremseingriffe und Regelung der Antriebsmomente Traktion und Fahrstabilität erhalten oder wiederhergestellt.

Neue Brems-Zusatzfunktionen machen ADAPTIVE BRAKE sicherer und komfortabler. Die Berganfahrhilfe verhindert das Anrollen des Fahrzeugs entgegen der vom Fahrer gewünschten Fahrtrichtung. Zum Funktionsumfang gehört das sogenannte Vorfüllen. Nimmt der Fahrer schnell den Fuß vom Gaspedal, bereitet das System eine mögliche Panikbremsung vor, indem es mit geringem Druck die Bremsbeläge an die Bremsscheiben anlegt. Dadurch verkürzt sich bei einer tatsächlichen Vollbremsung durch den unmittelbaren Druckaufbau bei Betätigung des Bremspedals der Anhalteweg deutlich. Durch die Fähigkeit von ADAPTIVE BRAKE, auch kleinste Bremsdrücke präzise zu erzeugen, ist es möglich, den sich bei Nässe auf den Bremsscheiben bildenden Wasserfilm durch kurzzeitige, leichte Bremseneingriffe zu entfernen. Dadurch wird die Ansprechzeit der Bremse bei Nässe und damit der Anhalteweg weiter reduziert. Der Eingriff erfolgt automatisch, sobald eine bestimmte Anzahl von Wischzyklen der Scheibenwischer erreicht ist und der Fahrer zwischenzeitlich nicht selbst gebremst hat.

Serienmäßig erhält die E-Klasse das adaptive Bremslicht. Dieses System zeigt dem nachfolgenden Verkehr eine Gefahrenbremsung an, indem das Bremslicht bei starken Fahrzeugverzögerungen blinkt und bei Notbremsungen aus über 70 km/h bei Fahrzeugstillstand die Warnblinkanlage automatisch einschaltet.

Das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP®bietet neben einer Reifendruckverlust-Warnung auch serienmäßig eine Gespannstabilisierung, die durch gezielten Bremseneingriff kritische Fahrzustände mit Anhänger bereits in der Entstehungsphase entschärfen kann. Die Anhängelast beträgt maximal 2100 Kilogramm (gebremst).

Mercedes-Benz besitzt eine über hundertjährige Allraderfahrung
Die hohe Kompetenz der Mercedes-Ingenieure bei der Entwicklung wegweisender Allradkonzepte kommt nicht von ungefähr: Bereits 1903 beginnt die Allradgeschichte von Mercedes-Benz, als der Sohn des Firmengründers Paul Daimler die Grundlagen für die Konstruktion von Fahrzeugen mit Allradantrieb schafft. Seitdem gilt die Maxime: Wenn es darum geht, unter widrigsten Bedingungen besser und sicherer voranzukommen, ist der Allradantrieb die beste Technik. Er kommt im Laufe der Jahrzehnte erfolgreich in unterschiedlichen Mercedes-Benz Fahrzeugen zum Einsatz – in Personenwagen wie in Nutzfahrzeugen.

Manche Typen, etwa die G-Klasse oder der Unimog, haben sich weltweit einen legendären Ruf erobert. Doch auch im Alltag auf Asphalt kann der Allradantrieb punkten, wie die 4MATIC-Limousinen von Mercedes-Benz zeigen. Hier feierte das innovative Antriebskonzept in der E-Klasse-Baureihe W 124 1987 Weltpremiere. Das 4ETS kam erstmals 1997 in der M-Klasse zum Einsatz, die Entwicklungen begannen bereits 1993. Damit verfügt Mercedes-Benz über den längsten Erfahrungsschatz aller Automobilhersteller mit diesen elektronischen Regelsystemen.

Quelle: Daimler AG