Sechs Rallye-Unimog Fahrzeuge stehen vom 7. 11. bis zum 22.11.2009 im Unimog-Museum in Gaggenau (Nordschwarzwald) mit Aktionswochenende am 7./8.11 2009.

Das Unimog-Museum zeigt in einer Sonderausstellung in der Zeit vom 7. 11. bis zum 22.11. höchst interessante Rallye-Fahrzeuge, die bei der Rallye „Dakar“ und „Breslau“ erfolgreich mitfahren. Vor allem der Eröffnungsabend „Fahrerlager“ am Samstag, den 7.11. und der Rallyesonntag am 8.11. werden einen umfassenden Einblick in diesen interessanten Motorsportbereich geben.

Jedes Jahr nach Silvester startet der große Rallyetreck der „Dakar“ drei Wochen lang durch schwierigstes Gelände. Unimog-Fahrzeuge sind immer dabei. Das Team Gerhard Walcher aus Deizisau bei Esslingen stellt seinen 140 km/h schnellen Unimog-Rennboliden des Typs U 500 aus, bevor er erneut zur großen Herausforderung der Dakar in Südamerika übersetzt.

Die härteste Rallye auf dem europäischen Kontinent ist die „Breslau“. Sie führt 8 Tage lang größtenteils auf Militärgelände fast durch ganz Polen. Wegen ihrer materialmordenden Pisten durch Sand, Wasser und Wälder wird sie auch von Kennern die „Kleine Dakar“ genannt. Das mehrfache Siegerfahrzeug der Hellgeth-Brüder Jürgen und Andreas, wird ebenfalls im Museum zu bestaunen sein. Die Firma Hellgeth-Ingeneering aus Wurzbach-Rodacherbrunn in Thüringen hat aus einem U 1550L eine Fahrmaschine der absoluten Spitzenklasse entwickelt, die mit ihrer 350 kW Antriebsleistung auch die Pkw-Klasse im Gelände immer voll aufmischt.
Zu den technischen Raffinessen dieses Fahrzeugs zählen unter anderem die wassergekühlten Stoßdämpfer, die computerunterstützte Reifendruckregelanlage und sieben Kühler. Ein hochinteressantes Fahrzeug. Kommen Sie einfach ins Unimog-Museum und erleben Sie das Fahrzeug und seine Piloten.

Bei der „kleinen Dakar“ gehen jährlich mehr als 30 Unimog an den Start. Der schwere U 2450 von Alfred Wemhoff ist ebenfalls einer davon.

Als drittes Fahrzeug von der „Breslau“ ist der Unimog von Hannes Wahle da. Hannes Wahle fährt im Auftrag der Organisation und ist für den Zieleinlauf der Fahrzeuge verantwortlich. Im Jahr 2008 begleitete er als Organisationsfahrzeug die Transsyberia Rallye von Moskau in die Mongolei.

Auch ein Unimog-Rallye-Rettungsfahrzeug des Typs U 1300 L von Hubertus Franz von Quad Medics, das für die medizinische Versorgung in schwierigem Gelände ausgelegt ist, wird im Museum ausgestellt sein.

Ebenso ist ein Trophy-Fahrzeug dabei, das ebenfalls von den Hellgeth-Brüdern aus einem Unimog des Typs 417 aufgebaut wurde. Ebenso ein mehrfaches Siegerfahrzeug. Bei Trophywettkämpfen kommt es nicht auf hohe Maximalgeschwindigkeiten an, sondern darauf, dass scheinbar unbezwingbare Geländepassagen durchfahren werden. Da liegt dann der Schwerpunkt auf maximaler Mobilität.

Während dem Aktionswochenende 7./8. November werden auf dem Museumsfreigelände verschiedene gebrauchte Unimog der Firma Merex ausgestellt, die sich zum Aufbau als Rallye- oder Weltenbummlerfahrzeug eignen.

Auch werden beim „Fahrerlager“ am Eröffnungssamstag (7.11.2009) ab 18.00 Uhr und am „Rallyezauber“ – Sonntag (8.11.2009) die Piloten vor Ort sein. Am Sonntag werden diese eine Kostprobe von Fahrdemos ihrer Fahrkünste geben.

„Fahrerlager“ am Samstag, 7. November, Einlass ab 18 h
Am Samstagabend wird im Museum die Ausstellung eröffnet. Hier werden die Rallyefahrzeuge und ihre Piloten durch Gisbert Hindennach vorgestellt. Die Bewirtung erfolgt durch das Museums-Bistro. Interessante Foto- und Filmvorführungen und natürlich viele Rallye-Anekdoten runden den Abend ab.
(Einlass 4,50 €, Mitglieder vom Unimog-Museum e.V. haben freien Eintritt)

„Rallyezauber“ am Sonntag, 8. November, Öffnungszeit: 10 bis 17 h
Am Sonntag wird während der Museumsöffnungszeit ein durchgehendes Rallyefeuerwerk gezündet.
Der Copilot im Walcher-Unimog Stefan Niemz wird über die „Dakar“-Teilnahme 2007 mit seinem U 500 berichten (11 h) und Andreas und Jürgen Hellgeth werden über den Aufbau ihres Rennmogs für die Breslau“ referieren (14 h).

Die Rallye-Spezialfahrzeuge werden durch ihre Piloten vorgestellt. Alles fachkundige Ansprechpartner für Fragen in Bezug auf Fahrzeugausrüstung und die Rallyeteilnahme. Anhand von Demonstrationsmodellen kann man sich über Stoßdämpfer, Fahrwerkänderungen, Luftdruckabsenksysteme, Seilwinden, Tripmaster, Navigationsgeräte, etc. und generell über die Optimierung von Unimog-Fahrzeuge für die Rallye-Teilnahme informieren.
Als Tageshöhepunkt werden um 12 und 15 h die bis über 350 kW starken Renn-Unimog gestartet. Auf einer Wiese hinter dem Museumsgebäude werden sie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Zwischendurch werden Filme im Veranstaltungsraum gezeigt. Für die Bewirtung sorgt das Bistro Unimog-Museum.

Bild: Unimog Museum


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