Die Entwicklung des Mercedes-Benz G-Modells beginnt 1972 mit einem Kooperationsvertrag zwischen Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch in Graz, Österreich.

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1975 fällt die Entscheidung für den Serienstart der G-Klasse. Gleichzeitig wird der Bau eines neuen Werks in Graz beschlossen, wo das Fahrzeug in allen Baujahren überwiegend in Handarbeit hergestellt wird.

Insgesamt gibt es vier Baureihen der G-Klasse. Die Baureihen 460 (von 1979 an), 461 (1991) und 463 (1989) laufen in Graz vom Band. Die Baureihe 462 wird von 1991 an in Thessaloniki, Griechenland, aus Bausätzen montiert (CKD-Fertigung, „Completely Knocked Down“); die Fahrzeuge sind ausschließlich für Militär und Polizei bestimmt. Sehr wenige Fahrzeuge werden auch im Mercedes-Benz Werk in Aksaray, Türkei, gefertigt, ebenfalls aus CKD-Bausätzen.

Entgegen weit verbreiteter Ansichten entsteht die G-Klasse nicht als Militärfahrzeug und auch nicht als Personenwagen: Die Konstrukteure haben zunächst den zivilen Nutzfahrzeugmarkt im Auge. Diese Ausrichtung ändert sich jedoch während der Konzeptphase, und das Fahrzeug wird für Einsätze in schwerstem Gelände konstruiert. Die stabile Basis bildet ein Kastenrahmen aus geschlossenen Längsprofilen und Quertraversen, die eine außergewöhnliche Biege- und Verwindungssteifigkeit garantieren. Der Rahmen trägt robuste Starrachsen mit großen Schraubenfedern und langen Federwegen, die fürs Gelände vorteilhaft sind. Mit einem Steigvermögen von bis zu 80 Prozent, einer Fahrstabilität bis 54 Prozent Schräglage, 21 Zentimeter Bodenfreiheit und Böschungswinkeln von 36 (vorn) bzw. 27 Grad (hinten) bezwingt die G-Klasse souverän schwierigste Offroad-Passagen. Gleichzeitig bietet das Fahrwerk ein sicheres und komfortables Fahrverhalten auf der Straße.

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Die Designer und Ingenieure entscheiden sich bei der Karosseriegestaltung für große Flächen, weil diese günstig zu fertigen sind – auch für eine eventuelle Produktion in Ländern der Dritten Welt, die durchaus vorgesehen war. Damals ist das Design wegen seiner Einfachheit kritisiert worden. Heute sieht man es anders: Gerade weil das Aussehen der G-Klasse von großer Praktikabilität geprägt ist, das mit einem zeitlosen Design einhergeht, hat sie sich ihren Platz als geradliniger, kompromissloser Klassiker im Automarkt erobert.

Ein eigenes Unternehmen entsteht
Für Vertrieb und Bau des Fahrzeugs entsteht ein gemeinsames Unternehmen, die Geländefahrzeuggesellschaft mbH, an dem Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Der weitaus größte Teil der Fahrzeuge soll mit Mercedes-Benz Stern am Kühlergrill vertrieben werden. In Ländern wie Österreich, der Schweiz und auch im Ostblock kommen sie unter dem Namen Puch auf den Markt – in den Alpenländern, weil dort die Marke Puch für geländegängige Fahrzeuge sehr gut eingeführt ist. Das betrifft aber nur rund 10 Prozent der Gesamtproduktion.

Federführend bei der Konstruktion des G-Modells ist Erich Ledwinka, der sich mit dem extrem robusten und geländegängigen österreichischen Allradmobil Haflinger bereits einen guten Ruf erobert hatte. Deshalb heißt das neue Projekt zunächst auch H2, was für „Haflinger 2“ steht. Da dieser Name aber zu sehr mit Steyr-Daimler-Puch verknüpft ist, entscheidet sich das Firmenkonsortium schließlich für den einfachen, aber markanten Namen „G“, kurz für Geländewagen. Damals kann niemand ahnen, dass dies angesichts der späteren Klassenkennzeichnung der Mercedes-Benz Personenwagen mit einem einzelnen Buchstaben (E-Klasse, S-Klasse etc.) eine geradezu vorausschauende Entscheidung ist.

Das erste Modell, noch aus Holz gefertigt, wird unternehmensintern 1973 präsentiert. Der erste Prototyp in Metallbauweise ist im September 1974 fertig, als Antrieb dient ein 2,3-Liter Ottomotor. Ein Jahr später folgen zwei weitere Prototypen mit kurzem und langem Radstand. 1978 wird ein erster Prototyp speziell für das Militär präsentiert, er hat ein Textildach, eine klappbare Windschutzscheibe und herausnehmbare Türen. Damals nimmt man noch an, dass die meisten Fahrzeuge solcherart ausgestattet sein werden. Doch ein Großteil der Kunden entscheidet sich für die geschlossene Variante, im internationalen Jargon Stationwagon genannt.

Ein Großauftrag Mitte der 1970er Jahre gibt übrigens großen Ansporn, das Fahrzeug tatsächlich zur Fertigungsreife zu bringen: Der Schah von Persien ordert 20 000 Geländewagen für seine Kaiserliche Armee. Die Ironie der Geschichte: Als 1979 die islamische Republik Iran ausgerufen wird, stornieren die neuen Machthaber den Großauftrag – just im Jahr des Produktionsanlaufs der G-Klasse.

Die deutsche Bundeswehr gehört auch nicht zu den frühen Abnehmern. Zwar wird sie schon in der Konzeptionsphase in das Projekt eingebunden, und entsprechend hoch sind die Hoffnungen des Werks auf einen Großauftrag. Doch entscheidet sie sich 1976 für den Volkswagen Iltis als Nachfolger für den DKW Munga. Erst einige Jahre später, als der Iltis ersetzt werden muss, ordert die Bundeswehr den Mercedes-Benz G.

Doch gibt es in der Frühphase auch andere Käufer. Beispielsweise der deutsche Bundesgrenzschutz sowie die argentinische und die norwegische Armee ordern Fahrzeuge. Denn wie so oft bei Allradmobilen: Insbesondere das Militär schätzt die Vorzüge solcher Wagen und ist zunächst Hauptabnehmer der G-Klasse. Später kommen die Kunden zu jeweils rund der Hälfte aus dem zivilen und dem militärischen Bereich.

Vom ersten Tag an dürfen beim Bestellen des Fahrzeugs auch Sonderwünsche geäußert werden, denn der Mercedes-Benz G bietet ja extrem breite Einsatzmöglichkeiten. Die Konstrukteure sind darauf eingestellt, ihn mit individueller Ausstattung zu versehen.

Auch die französische Armee vertraut den Fähigkeiten des G. Das von Peugeot unter dem Namen P4 in Lizenz hergestellte Fahrzeug hat jedoch einige eigene Merkmale, beispielsweise rechteckige Scheinwerfer, andere Sitze und französische Motoren. Auch fehlt die vordere Differenzialsperre.

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Weltbekannt sind auch die Fahrzeuge für Papst Johannes Paul II., die viele Jahre der Papstwagen schlechthin sind. Der im Farbton Perlmutt lackierte Geländewagen Mercedes-Benz 230 G begleitete Papst Johannes Paul II. auf zahlreichen Reisen in alle Welt. Mercedes-Benz stellte dem Papst das Fahrzeug erstmals für dessen Deutschlandbesuch im Spätherbst 1980 zu Verfügung – zunächst leihweise. 1982 folgt ein äußerlich nahezu identischer 230 GE. Eine leistungsstarke Klimaautomatik für den Fond des Papstwagens sorgt bei Sonnenschein für angenehme Temperaturen im Abteil des Heiligen Vaters, bei Regenwetter und hoher Luftfeuchtigkeit verhindert die Anlage, dass die Scheiben beschlagen. Außerdem sind in Seiten, Boden und Dach der Kuppel verschiedene Scheinwerfer eingebaut, mit denen der Papst indirekt und direkt beleuchtet werden kann, um ihn auch bei Dunkelheit gut sichtbar zu machen.

Perfekte Arbeitsteilung
Die Produktion der G-Klasse läuft am 1. Februar 1979 in Graz an. Von Daimler-Benz stammen der komplette Antriebsstrang mit Motor, Getriebe, Achsen und Lenkung sowie die Großpressteile. Stanz- und Kleinpressteile hingegen sowie das Verteilergetriebe stellt Steyr-Daimler-Puch her.

Die G-Palette besteht zunächst aus den Typen 230 G (Vierzylinder-Ottomotor, 90 PS/66 kW oder 102 PS/75 kW), 240 GD (Vierzylinder-Dieselmotor, 72 PS/53 kW) und 300 GD (Fünfzylinder-Dieselmotor, 80 PS/59 kW). Anfang des Jahres 1980 folgt der 280 GE (Sechszylinder-Ottomotor mit Benzineinspritzung, 150 PS/110 kW) in der niederverdichteten Ausführung. Alle Versionen haben ein manuelles Viergang-Getriebe und ein Vorgelege.

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Der Allradantrieb mit zusätzlicher Geländeübersetzung ist zuschaltbar, ebenfalls die Differenzialsperren mit 100 Prozent Sperrwirkung an beiden Starrachsen. Die aufwändige Radaufhängung mit Längs- und Querlenkern, Schraubenfedern und Stoßdämpfern sorgt für souveränes Fahrverhalten sowohl auf der Straße wie auch im Gelände. Eine Servolenkung gibt es nur für die Typen 300 GD und 280 GE serienmäßig.

Zivilkunden können den G als Stationwagon mit kurzem und langem Radstand oder als Cabriolet mit kurzem Radstand bestellen. Für sie stehen gerade mal fünf Farben zur Auswahl, Cremeweiß, Weizengelb, Coloradobeige, Karminrot und Agavengrün. Für das Militär gibt es zusätzlich ein Cabriolet mit langem Radstand, wahlweise mit zwei oder vier Türen. Im November 1980 erweitert ein geschlossener Kastenwagenaufbau das Angebot, wahlweise auf langem oder kurzem Radstand.

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In der ersten Presseinformation zur G-Klasse heißt es: „Die Konzeption dieser universellen Baureihe setzt neue Maßstäbe auf dem expandierenden Markt geländegängiger leichter Fahrzeuge. Folgende Entwicklungsvorschläge wurden realisiert: größtmöglicher Anwendungsbereich, die Schaffung eines rationellen Baukastensystems unter Einbeziehung bereits bei Daimler-Benz produzierter und bewährter Komponenten sowie einfacher Reparatur- und Serviceaufwand.“

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Groß sind die Zulade-Reserven: Bei einem Leergewicht von 1730 bis 1959 Kilogramm (je nach Ausführung) sind es rund 655 bis 920 Kilogramm. Opulente 200 Kilogramm sind als Dachlast vorgesehen.

Dass der G zunächst als Nutzfahrzeug konzipiert ist, zeigt die Aufpreisliste, die Posten enthält wie zum Beispiel ein abschließbares Handschuhfach, Servolenkung, Halogenscheinwerfer oder eine Uhr. Das Zweispeichenlenkrad und viele Schalter stammen ohnehin direkt aus dem Nutzfahrzeugprogramm von Mercedes-Benz. Einzig der Preis eines ordentlich ausgestatteten G-Modells weist fast hellseherisch in die Richtung, die der G einmal einschlagen wird: Es kostet ungefähr soviel wie eine
S-Klasse.

Eine wachsende Zahl ziviler Käufer
Das G-Modell kommt nicht nur beim Militär und als Nutzfahrzeug an. Eine wachsende Zahl von Privatkunden weiß das robuste und geländegängige Fahrzeug zu schätzen. Doch sie erwarten mehr Komfort von solch einem Auto, und dem trägt schon die erste Modellauffrischung Ende 1980 Rechnung. Für das Cabriolet mit kurzem Radstand ist jetzt ein Hardtop erhältlich, um das Fahrzeug wintertauglicher zu machen. Der 280 GE und der 300 GD können wahlweise mit einem vierstufigen Automatikgetriebe ausgestattet werden. Außerdem jetzt im Angebot, unter anderem: Klimaanlage, Webasto-Zusatzheizung und Recaro-Sportsitze. Und, endlich, gibt es auch weitere Farben, inklusive Metallic-Lack.

Bei der gleichen Modellpflege vernachlässigt Mercedes-Benz die professionellen Geländewagenfahrer aber nicht. Für sie gibt es jetzt unter anderem eine Seilwinde, Gewehrhalterungen, Zusatztanks in den hinteren Kotflügeln mit einer Kapazität von 30 Litern, ein Tropendach für heiße Länder, ein Wischwasch-System für die Hecktür, Längssitzbänke für die Ladefläche und Scheinwerferschutzgitter. Außerdem lässt sich ein Nebenabtrieb ordern, um externe Zusatzgeräte anzutreiben, beispielsweise Generatoren oder Hydraulikpumpen.

Noch eine Sache ändert sich: Von Dezember 1981 an erhalten alle geschlossenen Varianten eine einteilige Tür am Heck, per Sonderausstattung gibt es eine Doppeltür. Davor war es genau umgekehrt. Hier haben die Bestelleingänge klar die Mehrheitsmeinung wiedergegeben und die Spezifikation beeinflusst.

Schon vom 1. August 1981 an fungiert die Daimler-Benz AG nunmehr offiziell als Hersteller des G-Modells, das aber im Lohnauftrag weiterhin bei Steyr-Daimler-Puch in Graz gefertigt wird.

1982 ersetzt der 230 GE den 230 G. Das neue Fahrzeug hat einen Ottomotor mit Benzineinspritzung (125 PS/92 kW), und nur für einige Märkte ist der 230 G noch bis 1986 erhältlich, bevor er dort vom 230 GE ersetzt wird. Der 280 GE ist weiterhin im Programm, zunächst mit etwas stärkerer Motorleistung (155 PS/114 kW), die dann aber wieder auf 150 PS (110 kW) reduziert wird, um bleifreien Kraftstoff fahren zu können. Gleichzeitig werden die Fahrzeuge aufgewertet, unter anderem mit einem kleineren Vierspeichenlenkrad, Schaltern und Sitzen aus den Mercedes-Benz Limousinen sowie Breitreifen auf Aluminiumfelgen, die in Kotflügeln mit angesetzten Verbreiterungen untergebracht sind.

Sportliche Erfolge beflügeln das Image des robusten Mercedes-Benz Geländewagens. Beispielsweise im Jahr 1982 erringen Jacky Ickx und Claude Brasseur auf einem 280 GE den zweiten Platz bei der Rallye Paris – Dakar, Jean-Pierre Jaussaud kommt ebenfalls mit einem 280 GE auf den dritten Platz. Im Folgejahr gewinnen Ickx/Brasseur die Rallye, die Karosserie ihres 280 GE ist im Windkanal optimiert worden und außerdem dank einiger Aluminiumteile leichter als in der Großserie. Unter der Motorhaube arbeitet ein auf 220 PS (162 kW) leistungsgesteigertes Aggregat. Die weiteren Jahre bringen dem Geländefahrzeug immer wieder neue Sporterfolge.

1983 geht die Zahl der Militär-Bestellungen deutlich zurück, womit der Zivilmarkt an Bedeutung gewinnt. Darauf reagiert das Unternehmen und bietet unter anderem vier weitere Metallic-Lackierungen an, ein Fünfgang-Getriebe für den 280 GE und den 300 GD, eine vierstufige Automatik für den 230 GE, beleuchtete Schalter sowie eine verbesserte Sitzeinstellung. Der Sicherheit dient ein Acht-Zoll-Bremskraftverstärker. Zwei Jahre später kommt die nächste Modellpflege. Sie bringt unter anderem einen Drehzahlmesser und Differenzialsperren an beiden Achsen. Wahlweise gibt es eine Zentralverriegelung. Verbessert werden der Teppichboden, der Dachhimmel und die Instrumententafel. Das kurze Cabriolet erhält ein Klappverdeck statt einfacher Plane. Gleichzeitig endet wegen zu geringer Nachfrage die Produktion der Transportervariante mit kurzem Radstand.

1986 wird endlich die Servolenkung zur Standardausstattung in allen Typen, sie kann sogar zum regulären Aufpreis nachgerüstet werden. Die vierte Modellpflege der Baureihe 460 im Jahr 1987 bringt eine erneut erweiterte Serienausstattung sowie neue Sonderausstattungen, etwa automatische Antenne, Doppelrollo als Gepäckraumabdeckung und elektrische Fensterheber.

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1991 läuft die Baureihe 460 aus, und im Werk Graz bereitet man die Produktionsumstellung auf die modernere Baureihe 461 vor, die 1992 das Marktdebüt erlebt. Sie wendet sich an alle Kunden, die vor allem Wert auf die technischen Eigenschaften der G-Klasse legen und denen für professionelle Einsatzzwecke das Ambiente nicht zu wohnlich sein muss – das Militär, Landvermesser, Förster, Landschaftsgärtner oder Fernreisende etwa. Lieferbar sind die Typen 230 GE (122 PS/90 kW) und 290 GD als Saugdiesel (95 PS/70 kW). Der 250 GD (94 PS/69 kW) wird in der Baureihe 461 weiterproduziert, ist aber der Militärversion vorbehalten. Im Gegensatz zur Baureihe 463 mit permanentem Allradantrieb hat die Baureihe 461 einen zuschaltbaren Vierradantrieb mit Differenzialsperren an der Hinterachse; vorn gibt es sie als Sonderausstattung. Standard sind ein manuelles Fünfganggetriebe sowie ein Treibstofftank mit 96 Liter Fassungsvermögen.

Komfort-Ausstattungsmerkmale werden für die Baureihe 461 zunächst gestrichen, zum Beispiel elektrische Fensterheber oder eine verzögerte Innenraumbeleuchtung; später gibt es sie wieder. Dafür offeriert die Liste möglicher Ausstattungen weiterhin Dinge wie Nebenabtrieb und Handgas. Und für die Expedition gibt es ein „Schlechtwege-Paket für Export-Überseeländer“ unter anderem mit Reserverad innen, einem Tankstutzen, der für das Betanken aus Kanistern geeignet ist, und einer Unterlegplatte für den Wagenheber. Auch die „Schutzmaßnahme Grasbrand“ wird angeboten für den, der’s brauchen könnte.

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Die Baureihe 461 gibt es in drei Radständen und mit sieben Karosserie-Varianten. Die Kombinationsmöglichkeiten sind immens, so dass sich problemlos ein Fahrzeug für einen ganz bestimmten Zweck zusammenstellen lässt. Jeder Kunde ordert das, was er wirklich braucht.

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1996 läuft der 230 GE auf dem deutschen Markt aus, dort ist nur noch der 290 GD erhältlich. Ein Fahrerairbag ist gegen Aufpreis lieferbar. Das Jahr 1997 bringt nun beispielsweise Tempomat und elektrische Fensterheber gegen Aufpreis. 1998 löst der 290 GD Turbodiesel (120 PS/88 kW) den 290 GD ab, außerdem gibt es eine Klimaanlage, Sitze aus der Baureihe 463 sowie das Viergang-Automatikgetriebe. Die Baureihe 461 wird schließlich im Jahr 2002 eingestellt.

Die G-Klasse Baureihe 463
Per Jahresbeginn 1987 beginnen sich die Macher des G-Modells Gedanken um eine höherwertige Baureihe zu machen. Sie erhält die Nummer 463. Der Schritt ist erforderlich, da der mittlerweile sehr wichtige Markt für Zivilfahrzeuge beispielsweise nach einem Anti-Blockier-System und nach Airbags ruft, die tiefere konstruktive Eingriffe erfordern. Außerdem können sich immer weniger Zivilkunden mit dem rustikalen Charme einer einfachen Jagdhütte auf Rädern anfreunden – mehr Komfort und Ambiente sind gefragt. Im Jahr 1989 markiert aber erst einmal ein Sondermodell des 230 GE mit besonders hochwertiger Ausstattung das zehnjährige Produktionsjubiläum. Bisher sind rund 75 000 G-Modelle hergestellt worden.

Von 1989 an gehört die G-Klasse zur Personenwagensparte von Mercedes-Benz. Das macht sich in der neuen Baureihe 463 bemerkbar, die im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main im September debütiert: Sie orientiert sich an Personenwagen der gehobenen Mittelklasse, die Ausstattung hat nun eine deutliche Ähnlichkeit zu den Limousinen mit Stern. Die Armaturentafel entspricht formal der Baureihe 124, Edelholzapplikationen und komfortable Sitze gehören zur Serienausstattung. Zur Wahl stehen verschiedene Polsterbezüge inklusive Leder und auch diverse Farbtöne für die Innenverkleidung, so dass das Interieur farblich aufeinander abgestimmt werden kann. Lackiertes Blech ist dort nicht mehr zu sehen. Auch im Fond ist der Sitzkomfort verbessert. Die Baureihe 460 ist aber weiterhin erhältlich für jene Kunden, die einen etwas einfacheren Auftritt bevorzugen.

Die markantesten Merkmale der Baureihe 463: Die Frontpartie hat einen in Wagenfarbe lackierten Kunststoff-Kühlergrill, lackierte Scheinwerfer-Einfassungen und einen neuen Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern. Am Heck finden sich größere Leuchten sowie in den Stoßfänger integrierte Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer. Das Auspuffrohr endet auf der Fahrerseite seitlich vor dem Hinterrad, ebenfalls seitlich statt am Heck befindet sich jetzt der Tankeinfüllstutzen.

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„Modellpflege und Änderungsjahre haben den Diamanten in einen Brillanten verwandelt“, sagt Jürgen Hubbert, seinerzeit im Vorstand von DaimlerChrysler zuständig für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Personenwagen. „Wir haben poliert und geschliffen, aber wir haben nie das Wesen, den Charakter dieses Autos verändert.“

Das – zunächst auf Wunsch erhältliche – Anti-Blockier-System (ABS) macht einen permanenten Allradantrieb erforderlich. Ein Längsdifferenzial sorgt dabei für den Ausgleich zwischen Vorder- und Hinterachse. Der permanente Allradantrieb hat Vorteile: Er erhöht die Fahrsicherheit auf jedem Untergrund, bietet für den Anhängerbetrieb ständige Traktion der vier Räder, und der Antriebsstrang wird beim Ziehen schwerer Lasten geringer belastet. Drei Differenzialsperren sind ebenfalls an Bord, die über drei Schalter in der Mitte der Armaturentafel bedient werden. Wird die mittlere aktiviert, schaltet sich automatisch das ABS aus: Bei starrem Durchtrieb sind die Räder nicht einzeln anzusteuern. Ohnehin lässt sich das ABS manuell ausschalten, was beim Bremsen auf losem Untergrund von Vorteil sein kann, weil blockierte Räder dort einen Bremskeil aufschieben, der den Anhalteweg verkürzt. Die Reihenfolge, in der die Differenziale gesperrt werden, um schrittweise die Geländegängigkeit zu erhöhen, ist mit Hilfe einer elektronischen Steuerung vorgegeben – erst das Mittel-, dann das Heck- und schließlich das Front-Differenzial. Ein wichtiger Nebeneffekt des neuen Antriebsstrangs: Das Fahrgeräusch vermindert sich deutlich.

Die Markteinführung der Baureihe 463 findet im April 1990 statt, zunächst mit den Typen 230 GE (126 PS/93 kW), 300 GE (177 PS/130 kW), 250 GD (94 PS/69 kW) und 300 GD (113 PS/83 kW). Im Mai 1992 ersetzt der 350 GD Turbodiesel mit 136 PS (100 kW) und serienmäßigem Viergang-Automatikgetriebe (ein Schaltgetriebe ist für diese Variante nicht erhältlich) die Typen 300 GD und 250 GD. Die erste Modellpflege zeigt, wohin die Reise dieser Baureihe geht: eine Gepäckraumabdeckung, Tempomat, Trittbretter sowie eine Reserveradabdeckung aus Edelstahl setzen deutliche Akzente. Nebenbei läuft im Juni 1992 die 100 000. G-Klasse vom Band.

Ein Jahr später feiert der 500 GE mit dem V8 der Motorenbaureihe M 117 Premiere, und zwar in einer auf 500 Stück limitierten Auflage, die ausschließlich mit langem Radstand erhältlich ist. Der Motor leistet 241 PS (177 kW) und stammt aus der S-Klasse. Zur Serienausstattung gehören Automatikgetriebe, zweifarbige Lederausstattung, Walnussholzapplikationen, Edelstahltrittbretter, elektrisches Stahlschiebedach, beheizbare Sitze vorn, Tempomat und eine Sonderlackierung namens Amethystblau.

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Bei allen Modellen der Baureihe 463 folgt die Typenbezeichnung jetzt der neuen Mercedes-Benz Nomenklatur, so wird aus dem 300 GE der G 300 und aus dem 350 GD Turbodiesel der G 350 Turbodiesel. Nur in der Modellreihe 461, die es ja weiterhin gibt, bleibt es bei den bisherigen Bezeichnungen. Die zweite Modellpflege bringt 1994 den G 320 (210 PS/154 kW) inklusive Fahrerairbag, er ersetzt den G 300, der freilich für den angelsächsischen Markt vorerst noch erhältlich ist.

Von 1995 an bekommt die Baureihe verbesserte Scheibenbremsen, die jetzt innenbelüftet sind. Für mehr Komfort sorgt eine Zentralverriegelung mit Infrarot-Fernbedienung inklusive integrierter Wegfahrsperre. Die Außenspiegel erhalten eine Heizung. Im Laufe des Jahres 1995 laufen die letzten Exemplare der G 500-Sonderserie vom Band. Da ist er schon nicht mehr der leistungsstärkste G: Diese Ehre wird dem G 36 AMG zuteil, der eine aufgebohrte Version des Motors vom G 320 unter der Haube hat. Er leistet 272 PS (200 kW) und ist für 190 km/h gut.

1996 löst der G 300 Turbodiesel (177 PS/130 kW) den G 350 Turbodiesel ab. Das elektronisch gesteuerte Fünfganggetriebe bleibt vorerst dem neuen Modell vorbehalten. Außerdem präsentiert Mercedes-Benz das G-Cabriolet mit elektro-pneumatischem Verdeck. Die dritte Modellpflege bringt der Baureihe 463 unter anderem eine Scheinwerferreinigungsanlage und einen asphärischen Spiegel auf der Beifahrerseite, die Dieselausführung bekommt den Tempomat, und das Armaturenbrett enthält jetzt eine Warnlampe für ausgefallene Glühlampen der Außenbeleuchtung.

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Der neue V6-Motor löst 1997 im G 320 den bewährten Reihensechszylinder ab, gleichzeitig ist das bisher dem G 350 Turbodiesel vorbehaltene Automatikgetriebe nun auch für diese Variante erhältlich. Das Folgejahr bringt den G 500 als neues Spitzenmodell, nun im Rahmen einer kontinuierlichen Serie. Mit seinen 296 PS (218 kW) überschreitet er als erstes G-Modell die 200 km/h-Marke. Alle drei Motorisierungen gibt es wahlweise als kurzen oder langen Stationwagon sowie als Cabriolet. Der G 500 hat zudem eine besonders reichhaltige Ausstattung, etwa elektrisch verstellbare Vordersitze, weiße Blinkergläser, verbesserte innenbelüftete Scheibenbremsen vorn, Lederpolsterung und Wurzelholz. Als Optionen sind eine Einparkhilfe, ein Navigationssystem, ein fest eingebautes Telefon und beheizte Rücksitze erhältlich.

Im März 1999 wird in Graz das 20jährige Jubiläum der G-Klasse gefeiert. Ein auf 500 Stück limitiertes Modell markiert den Geburtstag: der G 500 Classic mit extravaganter Ausstattung, unter anderem eine Sonder-Lackierung in Almadinschwarz-Metallic, eine Innenausstattung in zweifarbigem Nappaleder, besondere Holz-Zierteile, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger sowie der „Classic“-Schriftzug in den seitlichen Zierleisten. Im Sommer 1999 bekommen auch die anderen Modelle der Baureihe 463 das Multifunktionslenkrad aus den übrigen Mercedes-Benz Limousinen.

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Seit Produktionsbeginn im Jahr 1979 gibt es die G-Klasse auch in Sonderschutzausführung, und zwar in den Typen 280 GE, 300 GE und 500 GE. Von 1991 an ist ausschließlich der G 500 als GUARD-Fahrzeug in gepanzerter Ausführung lieferbar.

Im Jahr 2000 ersetzt der G 400 CDI mit einem Achtzylinder-Dieselmotor
(250 PS/184 kW) den G 300 Turbodiesel. Die ohnehin schon reichhaltige Ausstattung wird nochmals erweitert, zum Beispiel vom COMAND-Anzeigesystem inklusive Navigation, Radio, CD-Spieler und Telefon, einem Regensensor, einem Fahrlichtassistenten und einer Klimaautomatik. Ein Jahr später kommt der G 270 CDI hinzu (156 PS/115 kW). Seit 2001 bietet die G-Klasse zusätzlich das Elektronische-Stabilitäts-Programm ESP®, 4ETS und einen Brems-Assistenten und damit eine weltweit einzigartige Kombination leistungsfähiger Traktions- und Fahrsicherheitssysteme, die die Fahrsicherheit, aber auch wieder einmal die Geländegängigkeit verbessern.

Von November 2001 an ist die G-Klasse offiziell auch in den USA erhältlich – und sie findet einen unerwartet aufgeschlossenen Markt für den Geländewagen-Klassiker vor, der für ein sattes Produktionsplus der G-Klasse sorgt. Dem folgt auch durchaus die Entscheidung, von 2003 an den G 55 AMG als Spitzenmodell einzuführen, dessen Achtzylinder 354 PS (260 KW) leistet; die Höchstgeschwindigkeit ist bei 210 km/h elektronisch begrenzt. Größter Markt für die G‑Klasse ist – mit Zahlen aus 2008 – Deutschland mit einem Anteil von 30 Prozent am Gesamtabsatz, gefolgt von den USA mit rund 20 Prozent. Der Dieselanteil beträgt rund 40 Prozent. In den USA werden ausschließlich der lange Stationwagon als G 500 und G 55 AMG beziehungsweise später der G 55 AMG Kompressor angeboten. Insgesamt wurden seit der Markteinführung der G-Klasse 200 000 Fahrzeuge an Kunden in aller Welt ausgeliefert.

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Das Jahr 2004 sieht das 25jährige Jubiläum des monolithischen Klassikers von Mercedes-Benz. Für Deutschland gibt es das Sondermodell „Limited Edition“, für den Weltmarkt den baugleichen „Classic 25“. Außerdem wird der G 55 AMG Kompressor (476 PS/350 kW) vorgestellt, und alle Modelle mit langem Radstand erhalten Windowbags. Die V8-Benzinmotoren entsprechen nun der Euro-4-Norm, zudem ist die Fahrwerkabstimmung der leistungsstärkeren Modelle überarbeitet und das Lenkgetriebe verbessert. Weitere Änderungen dienen der Sicherheit, beispielsweise ein Dreipunktgurt in der Fondmitte des langen Stationwagon. Der kurze Stationwagon und das Cabriolet werden jetzt als Viersitzer angeboten, also ohne mittleren Beckengurt auf der Rückbank.

Im Jahr 2005, nach nunmehr 26 Produktionsjahren, fällt eine wichtige Entscheidung: Die G-Klasse wird auch weiterhin im Mercedes-Benz Programm bleiben. Ihr gehen gründliche Überlegungen voraus, ob und wie man dem einzigartigen Fahrzeug im Zuge geänderter Zulassungsbestimmungen, beispielsweise im Rahmen des Fußgängerschutzes und der Abgasverordnungen, die Treue halten kann. Bei dieser Entscheidung ist die Tatsache sehr förderlich, dass sich die G-Klasse weltweit einer unverändert großen Beliebtheit erfreut. Seit 1979 sind in Graz mehr als 185 000 Stück entstanden.

2006, im 27. Produktionsjahr, wird die G-Klasse erneut fit für die Zukunft gemacht. Es kommt der G 320 CDI mit einem hochmodernen Dieselmotor (224 PS/165 kW) und serienmäßigem Dieselpartikelfilter, der auch die strengen Abgaslimits nach der Norm EU4 erfüllt. Kombiniert ist der Motor mit dem Siebenstufen-Automatikgetriebe 7G-TRONIC. Der G 320 CDI ersetzt die Modelle G 270 CDI und G 400 CDI. Zur Serienausstattung gehören weiterhin Bi-Xenonscheinwerfer und Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht. Der viertürige Stationwagon hat in der zweiten Sitzreihe eine ISOFIX-Kindersitzbefestigung. Ebenfalls neu sind die kratzfesten Nanolack-Außenlackierungen in Calcitweiß, Periklasgrün metallic und Tealitblau metallic. Auf Wunsch steht das widerstandsfähige Interieurpaket „ARTICO“ bereit. Sitze und Türverkleidungen sind dabei mit einer besonders strapazierfähigen, gleichzeitig atmungsaktiven und hautsympathischen Ledernachbildung bezogen, der Boden ist mit robustem und pflegeleichtem Kunststoff ausgelegt.

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Im Juli 2006 bekommt der G 55 AMG eine Leistungsspritze, jetzt leistet sein Hochleistungsmotor 500 PS (368 kW), mit einem höchsten Drehmoment von 700 Newtonmetern. Das ist für außergewöhnliche Fahrleistungen gut: Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Geländewagen in 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 210 km/h elektronisch begrenzt.

Im Frühjahr 2007 wird die G-Klasse einer Modellpflege unterzogen. Im Innenraum sorgt ein neues Kombiinstrument für frische Impulse, es hat vier von Chromringen eingefasste analoge Rundinstrumente. Ebenfalls in neuem Design zeigt sich das Vierspeichen-Multifunktionslenkrad, im G 320 CDI serienmäßig mit Leder bezogen, im G 500 und im G 55 AMG in Holz-Leder-Ausführung. Alle drei Typen haben eine modifizierte Mittelkonsole mit neuen Reglern und Schaltern für die Klimaanlage und die Komfortfunktionen. Sie wertet das Cockpit nicht nur optisch auf, sondern verbessert zusätzlich aufgrund ihrer Gestaltung die Bediensicherheit. Das Bedien- und Anzeigegerät COMAND APS haben die Typen G 500 und G 55 AMG serienmäßig, im G 320 CDI kann es als Sonderausstattung geordert werden. Außerdem werden mit der Modellpflege neue Sonderausstattungen eingeführt, beispielsweise eine Rückfahrkamera oder eine Reifendruckkontrolle. Von außen ist die aktualisierte Generation der G-Klasse an den Heckleuchten in LED-Optik zu erkennen.

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Eine besondere G-Klasse geht erneut an den Vatikan: Im Dezember 2007 übergibt das Unternehmen ein neues Papamobil auf Basis des G 500. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche hat sich ein offenes Präsentationsfahrzeug für den Einsatz bei freundlichem Wetter gewünscht. Es ist mit einer umklappbaren Frontscheibe und Haltebügeln ausgestattet und wie schon die Vorgängerfahrzeuge im vatikanischen Mystikweiß lackiert. Der Heilige Vater betritt das innen ebenfalls weiß ausgeschlagene Cabriolet über rot ausgeschlagene Stufen im Heck und absolviert seine Audienzfahrten im Stehen, um für alle Gläubigen gut sichtbar zu sein.

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Im Mai 2008 kündigt Mercedes-Benz eine neuerliche Aktualisierung der G-Klasse an. Für den G 500 ist nun ein neuer Motor lieferbar, aus 5,5 Liter Hubraum schöpft der V8-Motor M 273 jetzt 388 PS (285 kW) und entwickelt ein Drehmoment von 530 Newtonmetern. Die jüngste Modellgeneration vollzieht außerdem den Anschluss an neueste Telematiktechnik: Serienmäßig ist eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung für das Mobiltelefon. Auf Wunsch ist ein Media-Interface zu haben, das einen externen Musikspeicher mit der Bordelektronik und dem Bediensystem des Offroaders verbindet. Äußerlich gibt sich die G-Klasse jetzt mit einem geänderten Kühlergrill mit drei Lamellen, der G 500 darüber hinaus mit neu gestalteten 18-Zoll-Leichtmetallrädern zu erkennen. Den neuen Kühlergrill hat auch der aktualisierte G 55 AMG, der im Juni 2008 folgt, freilich rollt er auf neuen 19-Zoll-Leichtmetallrädern im AMG-Design. Sein Hochleistungsmotor entwickelt jetzt 507 PS (373 kW). Neu im G 55 AMG ist auch das ESP®-Steuergerät, das dynamische Fahrmanöver präziser als bisher erkennt und so die Fahrzeugstabilität optimiert. Zudem hat die leistungsstärkste G-Klasse ab sofort eine Berganfahrhilfe.

Parallel zu den zivilen Varianten der G-Klasse gibt es weiterhin Spezialausführungen. Im Jahr 2009 beginnt beispielsweise die Auslieferung einer 6×6-Version (Allradantrieb mit drei Achsen) für das australische Militär, die neu konstruiert ist und den besonderen Nutzlast-Anforderungen gerecht wird. Wie alle Typen der G-Klasse wird auch diese Variante in Graz gefertigt.

Quelle: Daimler AG