Die klassischen Silberpfeile von Mercedes-Benz sind Ikonen der 1930er Jahre. Rennwagen wie der W 25, der W 125, der W 154 und der W 165, aber auch Fahrer wie beispielsweise Manfred von Brauchitsch, Rudolf Caracciola und Hermann Lang stehen damals im internationalen Renngeschehen ganz vorn. Nicht ganz so prominent, aber ebenfalls stark prägend für das Bild in der Öffentlichkeit sind die Renntransporter.

Wo die blauen Lastwagen mit dem Schriftzug „Mercedes-Benz Rennabteilung“ auftauchen, unterstreichen sie eindrücklich den Willen zum Wettbewerb der Marke. Die Replica eines Renntransporters der 1930er Jahre ist jetzt unter der Aufsicht des Mercedes-Benz Classic Centers originalgetreu aufgebaut worden.

Die Mercedes-Benz Renntransporter tragen in den 1930er Jahren ihren Teil zu den Erfolgen der Silberpfeile bei, indem sie die Rennwagen pünktlich zu den Grand-Prix-Strecken bringen, die Versorgungskette aus dem Werk sicherstellen und als Werkstattwagen dienen. Mitunter werden sie auch zum Repräsentationsfahrzeug: Nach großen Erfolgen zeigen sie mit heruntergezogenen Planen die siegreichen Silberpfeile dem Publikum. Eine richtige Flotte war im Einsatz – doch überlebt hat keiner.
Im 75. Jubiläumsjahr der Silberpfeile – das Eifelrennen 1934 war der erste Rennauftritt und zugleich der erste große Sieg der neuen Silberpfeile von Mercedes-Benz – hat das Mercedes-Benz Classic Center innerhalb von nur sechs Monaten einen Renntransporter nach altem Vorbild wieder auferstehen lassen. Basis ist ein Lastwagen vom Typ Lo 2750, Baujahr 1936, mit einem Benzinmotor, der aus knapp fünf Liter Hubraum 70 PS (51 kW) entwickelt. Dieser Fahrzeugtyp sowie die ebenfalls in den 1930er Jahren eingesetzten Typen Lo 2000, Lo 2500 und Lo 3750 hatten sich aufgrund ihrer Niederflurbauweise als Renntransporter angeboten. Der Renntransporter beeindruckt wie das Original – als würde er gleich zum nächsten Wochenende einen klassischen Silberpfeil an eine Grand-Prix-Strecke bringen.


Werbung: