Mercedes-Benz ist Marktführer im Taxi-Geschäft: Jedes zweite neu zugelassene Taxi zwischen Nordseeküste und Alpenland ist ein Modell mit Stern. Die Gründe dafür sind ebenso gut wie vielfältig: Mercedes-Benz steht für höchste Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

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Der Premium-Komfort der Mercedes Modelle bietet entscheidende Vorteile im Wettbewerb um die Gunst der Kunden. Zudem bewähren sich Mercedes-Benz Taxis bei hoher Dauer-Belastung im Taxialltag vorbildlich und bieten einen außergewöhnlichen Wiederverkaufswert.

Die neue E-Klasse der Baureihe W212 unterstreicht den sprichwörtlichen Stellenwert der Marke Mercedes-Benz im Taxigewerbe durch eine einzigartige Kombination von Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Komfort und Umweltfreundlichkeit und baut so ihren traditionellen Vorsprung in der Oberklasse weiter aus. Als aktuelles Sondermodell Mercedes-Benz E 220 CDI »Das Taxi« bietet die neue E-Klasse eine umfangreiche Taxi- und Mietwagenausstattung, die keine Wünsche offen läßt. Dazu gehören zum Beispiel Automatikgetriebe, Sitzheizung für die Vordersitze, integ­rierte Kindersitze, eine spezielle Innenraumlichtsteuerung, Funklautsprecher in der Fahrertür oder das Taxipaket mit Notalarmanlage. Die Baureihe der E-Klasse von Mercedes-Benz gilt als Taxi schlechthin. Das war schon immer so – seit der erste Vorgänger der E-Klasse auf den Markt kam. Die Erfolgsgeschichte beginnt vor mehr als sechs Jahrzehnten. Seit 1947, als der Typ 170 V die direkte Ahnenreihe der E-Klasse begründete, hat Mercedes-Benz insgesamt über zwölf Millionen Limousinen dieser Modellreihe hergestellt. Damit ist die E-Klasse mit Abstand die erfolgreichste Business-Limousine der Welt.

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Der 170 V erfreute sich von Anbeginn besonderen Zuspruchs – gerade auch im Taxigewerbe. Die elastische Zweipunkt-Aufhängung seines Vierzylindermotors, der fast die Laufruhe eines Sechszylinders vermittelte und zudem mit einem Verbrauch von unter 10 Litern auch noch sehr sparsam war, zog die Kundschaft an. Ab 1949 gab es den sehnsüchtig erwarteten 170 D mit einem neuen Dieselmotor. Der 170 D ist der einzige deutsche Neuwagen nach dem Krieg mit Dieselmotor. Der 1,7-Liter-Reihen-Vierzylinder mit 38 PS bei 3600/min braucht nur 7,5 Liter auf 100 Kilometer – und ist von einer unerschütterlichen Robustheit. Sein Preis ist auch „gediegen“: Ab Produktionsbeginn, im Mai 1949, kostet er 9200 DM, ab Januar 1950 nur noch 8650 DM. Für den 170 V übrigens lag der Verkaufspreis ab dem 21. Juni 1948, den Tag der Währungsreform in Deutschland, bei 8180 DM. Der 170 D wird bis 1953 in diversen Evolutionsstufen gebaut, erhält dabei zwei PS mehr und eine Heizung, die auch die Frontscheibe mit Warmluft bestreicht. Daimler-Benz war zudem mit taxigerechter Ausstattung der entsprechenden Modelle und guten Konditionen bestens vorbereitet, um dem Ansturm des Gewerbes auf seine Mercedes „Droschken“ gerecht zu werden.
Der Rest ist Geschichte.

Baureihe W 121 (Typ 190 „Ponton“)
Die Fahrzeug-Ausstellung, die zur AMI 2009 in der Glashalle des Leipziger Messegeländes zu sehen ist, bietet einen faszinierenden Einblick in die automobile Geschichte der Personenbeförderung und gleichzeitig der Mercedes-Benz Innovationen der letzten Jahrzehnte.

Zu sehen ist unter anderem die Mercedes-Benz Limousine vom Typ 190 als Taxi. Der Typ 190 bricht bei seiner Vorstellung im August 1953 formal und technisch mit Traditionen aus der Vorkriegszeit. Der W 121 ist der erste Mercedes-Benz Pkw, dessen selbsttragende Karosserie in so genannter Pontonform gestaltet ist. Charakteristisch für diesen erstmals im Jahre 1946 in den USA realisierten Aufbau nach dem „Three Box“-Prinzip sind voll integrierte Kotflügel, ein rechteckiger Grundriss der Karosserie und die jeweils annähernd als Quader ausgebildeten Fahrzeugbereiche Vorderwagen, Passagierabteil und Heck. Diese Konzeption ermöglicht zugleich einen geringeren Luftwiderstand (was zu weniger Windgeräuschen und sinkendem Verbrauch führt) sowie einen deutlich geräumigeren Innenraum, der auch den Taxikunden zu Gute kommt. Damit setzen die als „Ponton-Mercedes“ bekannt gewordenen Typen 180 und 190 der Baureihen W 120 und W 121 im Jahre 1953 eine historische Marke in der Personenwagengeschichte von Mercedes-Benz. Zusammen mit dem hochmodernen Karosseriekonzept führen die Stuttgarter auch eine gemeinsame Karosserie für diese Typen der oberen Mittelklasse und die Oberklasse-Fahrzeuge der Baureihen 180 und 128 ein. Die großen Ponton-Limousinen mit Reihensechszylindermotor unterscheiden sich von den Vierzylinder-Baureihen W 120 und W 121 durch einen längeren Radstand und einen größeren Motorraumvorbau, was ihnen eine großzügigere Silhouette verleiht.

Im Januar 1954 wird die Baureihe 120 um den Typ 180 D ergänzt, der sich später als der erfolgreichste Vierzylinder-Ponton herausstellen wird: fast 150 000 Fahrzeuge des Typ 180 D werden gebaut, vor allem bei Taxifahrern ist das Modell mit seinem robusten und sparsamen Dieselmotor sehr beliebt. Bis auf den vom 170 DS übernommenen Dieselmotor, die 12-Volt-Bordelektrik und eine geänderte Hinterachsübersetzung ist die Limousine mit dem Vorkammer-Diesel OM 636 VII (29 kW/40 PS) identisch zum Schwestermodell mit Ottomotor. Für dessen Antrieb sorgt der aus dem 170 Sb übernommene, seitengesteuerte Ottomotor M 136 VII mit 38 kW (52 PS); dessen Basiskonstruktion geht ebenfalls noch auf den Typ 170 V zurück.

Der „Ponton“ kann als Taxi unter anderem mit einem Comic-Auftritt glänzen. Als Taxi befördert er in André Franquins Spirou-Album „Der Plan des Zyklotrop“ ebenso wie in dem Monika Morell-Band „Der Sohn des Inka“ von Marc Wasterlain seine Passagiere.

Im August 1961 lösen die Heckflossen-Vierzylindermodelle 190 c und 190 Dc (W 110) die Ponton-Limousinen des gleichen Typs ab. Allerdings werden die Typen 180 und 180 D aufgrund der hohen Nachfrage, besonders bei der Taxikundschaft, bis 1962 weiter gebaut. Der Typ 180 D erhält für diese Produktionszeit noch einmal einen völlig neuen Motor. Diese Variante des OM 621 ist aus dem Motor des Typ 190 D entwickelt worden und leistet aus zwei Liter Hubraum 35 kW (48 PS).
Das auf der AMI ausgestellte Fahrzeug wurde im Jahr 1956 erstmals zugelassen und ist bis heute bei besonderen Anlässen im Einsatz.

Baureihe W 110 („Heckflosse“)

Für die Oberklasse von Mercedes-Benz beginnt das Zeitalter der Heckflossen bereits 1959 mit den Typen 220, 220 S und 220 SE der Baureihe 111. Dann erobert diese neue Karosserieform mit ihren an amerikanisches Fahrzeugdesign erinnernden Peilstegen am Heck im August 1961 auch die obere Mittelklasse. Zunächst bietet Mercedes-Benz zwei Vierzylindermodelle an, die Typen 190 und 190 D der Baureihe 110. Sie lösen die gleichnamigen Ponton-Modelle ab. Auf der AMI zu sehen ist der Typ 230, der 1965 auf den Markt kam. Das bei der Ausstellung gezeigte Taxi wurde erstmals zugelassen am 28. April 1967. Es befand sich 19 Jahre im Erstbesitz.
Das Baukastenprinzip der Einheitskarosserie dekliniert Mercedes-Benz in den kleinen und großen Versionen der Heckflossen-Ära besonders konsequent durch: Der Unterschied im Radstand verringert sich von immerhin 17 Zentimetern im Ponton nun auf ganze fünf Zentimeter (2,70 Meter im W 110 und 2,75 Meter im W 111). Der Vorderwagen macht die Unterschiede zwischen oberer Mittelklasse und Oberklasse mit seinem Auftritt deutlich. Doch von der Frontscheibe bis zum Heck haben beide Baureihen eine Einheitskarosserie, für Unterschiede sorgen hier vor allem die Zierelemente. Neben dieser weitgehend identischen Karosserie verbindet auch das gemeinsame Fahrwerk die beiden Baureihen.
Die Vorteile der Einheitskarosserie liegen für Mercedes-Benz vor allem im ökonomischen Bereich, weil sich so Kosten für Entwicklung, Fertigung und Ersatzteilhaltung reduzieren lassen. Außerdem kommt durch die weitgehend identische Karosserie der Fahrer eines Mittelklasse-Modells in den vollen Genuss der großzügigen Platzverhältnisse von Innenraum und Kofferraum.
Mit der Baureihe 110 präsentiert Mercedes-Benz die erste Kombinationslimousine. Wie bei den Vierzylindermodellen der Mittelklasse-Baureihe traditionell üblich, liefert Mercedes-Benz auch die Typen der Baureihe 110 als Fahrgestelle mit Teilkarosserie an Aufbauhersteller im In- und Ausland. Die kleine Heckflosse wird aber auch von den Stuttgartern selbst modifiziert: Auf der Brüsseler Automobilausstellung im Januar 1965 hat der Mercedes-Benz 190 D Universal Premiere, eine Kombiwagen-Variante der belgischen Firma IMA. Diese Version des Typ 190 D vertreibt Mercedes-Benz als Serienversion über das eigene Händlernetz. Damit ist der Typ Universal der Vorgänger des T-Modells, das als Karosserievariante jedoch erst in der Baureihe 123 eingeführt wird.
Für besonders große Flexibilität sorgt das Angebot eines Fahrgestells mit langem Radstand, das Mercedes-Benz von allen überarbeiteten Typen 200 D bis 230 ins Programm nimmt. Dabei wächst der Radstand um 40 Zentimeter auf 3,10 Meter. Bevorzugt wird diese Basis für Krankenwagen und Bestattungsfahrzeuge eingesetzt. Noch mehr Platz bietet von April 1967 an die Limousine mit 3,35 Meter langem Radstand auf Basis des Typ 200 D. Dieses Fahrzeug bietet zusätzlich zum Chauffeur sieben Passagieren Platz. Nachgefragt werden solche Sonderausführungen der wirtschaftlichen Diesel-Limousine insbesondere von zahlreichen Taxi- und Mietwagenbetrieben des Auslands. Aber auch Fluggesellschaften, Konsulate und Behörden setzen den Achtsitzer ein.
Im Februar 1968 endet die Produktion der letzten Heckflossen-Modelle, nachdem im Januar die stilistisch und technisch vollkommen neu entwickelten Modelle des sogenannten „Strich-Acht“ auf den Markt kommen.

Baureihe W 115 („Strich Acht“)
Sportlich, elegant, modern und vor allem eigenständig: Die neuen Mercedes-Benz Typen der mittleren Baureihen W 115 und W 114 begeistern Fachleute und Öffentlichkeit, als sie im Januar 1968 erstmals in den Medien vorgestellt werden. Die nach ihrem Geburtsjahr unternehmensintern mit dem Kürzel /8 versehene Fahrzeugfamilie wird bald liebevoll „Strich-Acht“ gerufen. Auf der AMI zu sehen ist ein 220 D/8 der Baureihe W 115.
Mercedes-Benz verabschiedet sich mit diesem Fahrzeug vom bisherigen Konzept der baureihenübergreifenden Einheitskarosserie, das seit der Nachkriegszeit insbesondere für die Stilrichtungen Ponton und Heckflosse gegolten hat. Zu den technischen Höhepunkten des neuen Modells zählen unter anderem die Diagonal-Pendelachse und im Typ 240 D 3.0 der Fünfzylinder-Dieselmotor.
Schon zur ersten Pressevorstellung im Januar 1968 in Sindelfingen fällt das Medienecho hervorragend aus. Das ebenso erfolgreiche offizielle Debüt folgt im März auf dem Automobilsalon in Genf. Zunächst umfasst die Modellpalette sechs Limousinen: Die Vierzylindertypen 200, 220, 200 D und 220 D bilden die Baureihe W 115, die beiden Sechszylindervarianten 230 und 250 erhalten die Baureihenbezeichnung W 114. Im April 1972 ergänzen die Typen 280 und 280 E die Modellpalette. Im Juli 1974 schließlich setzt Mercedes-Benz wieder einmal Maßstäbe in der Entwicklung der Diesel-Technologie: Der Typ 240 D 3.0 der Baureihe W 115 ist der erste Fünfzylinder-Diesel-Pkw in Serienproduktion. Der 240 D 3.0 ist der spurtstärkste und schnellste Diesel-Pkw der Welt. Damit verschiebt Mercedes-Benz die Leistungsgrenze, an die bisherige Vierzylinder-Dieselmotoren im Personenwagen gelangt sind, deutlich nach oben.
Vom viel gelobten Debütanten ist es nur ein kleiner Schritt zum Verkaufsschlager. Die Nachfrage ist von Beginn an groß und sorgt bald für lange Lieferzeiten. Insgesamt werden fast zwei Millionen Exemplare der Strich-Acht-Baureihen von 1968 bis 1976 gebaut. Das sind nahezu ebenso viele Fahrzeuge, wie von allen Personenwagen-Baureihen der Marke Mercedes-Benz zusammen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1968 produziert worden sind. Der Strich-Acht hat sich als vielseitig eingesetztes Erfolgsmodell etabliert, das anspruchsvolle Fahrer begeistert.
Mit dem Strich-Acht geht 1968 von Stuttgart eine konstruktive Revolution aus, die das Fundament legt und Maßstäbe setzt für die späteren Generationen der mittleren Baureihe von Mercedes-Benz, der heutigen E-Klasse. Über die neunjährige Bauzeit hinaus ist der Strich-Acht zu einer Ikone der Automobilkultur der 1960er und 1970er Jahre geworden. Mittlerweile sind die Fahrzeuge der Baureihen 115 und 114 längst hoch geschätzte Klassiker und zählen zum Oldtimerbestand.
Im Januar 1976 stellt Mercedes-Benz die Baureihe 123 vor, den Nachfolger des Strich-Acht. Die Produktion der Baureihe 115/114 wird aber nicht etwa gleich eingestellt, sondern läuft noch ein ganzes Jahr bis Dezember 1976 weiter. Grund für diese parallele Produktion sind die langen Lieferzeiten des neuen W 123 und die weiterhin große Nachfrage nach dem bewährten Strich-Acht. Insbesondere Taxi-Unternehmen ordern noch einmal Limousinen der Baureihe für den Einsatz als Motordroschke. Dem Taxi-Gewerbe ist die Baureihe besonders eng verbunden. Immerhin hat der Strich-Acht als weit verbreitete Motordroschke den 1970 für Neuwagen vorgeschriebenen Wechsel der deutschen Taxi-Landschaft vom schwarzen Lack auf die Farbe Hellelfenbein (Code RAL 1015) mitgemacht. Aber nicht nur deutsche Taxifahrer bleiben dem Strich-Acht über viele Jahre hinweg gewogen. Der Mercedes-Benz mit der höchsten bekannten Kilometerleistung ist ein griechisches Taxi vom Typ 240 D, Baujahr 1976. Sein Besitzer, der Taxifahrer Gregorios Sachinidis aus Thessaloniki, hat darin 4,6 Millionen Kilometer zurückgelegt. Seit 2004 gehört der Wagen zur Sammlung des Stuttgarter Mercedes-Benz Museums. Fahrzeuge wie das Weltrekord-Taxi unterstreichen den Ruf des Strich-Acht als unverwüstlicher und zuverlässiger Dauerläufer einmal mehr. In der Begeisterung der Young- und Oldtimergemeinde für die Baureihen W 115 und 114 schwingt diese bereits von den Zeitgenossen des Strich-Acht ausgesprochene Anerkennung bis heute mit.
Das auf der AMI ausgestellte Taxi der Baureihe W 115 wurde am 5. Mai 1971 erstzugelassen und befand sich 34 Jahre im Erstbesitz. Er weist eine Gesamtlaufleistung von 1.132.000 Kilometern auf.

Baureihe W123
1976 eröffnet die Baureihe 123 eine neue Ära in der mittleren Baureihe von Mercedes-Benz. Der Limousine folgen 1977 ein Coupé, eine Limousine mit langem Radstand und erstmals auch ein serienmäßiges T-Modell. Im ersten Jahr sind zunächst die Typen 200, 230, 250, 280 und 280 E sowie 200 D, 220 D, 240 D und 300 D zu haben. Die Leistung der verschiedenen Modelle steigt durch technische Weiterentwicklung während der Laufzeit der Baureihe. Außerdem erhält der Typ 200 im Jahr 1980 einen neuen Motor (M 102). Der Typ 230 E (1980) bringt die Benzineinspritzung auch im Vierzylindermotor, der Typ 300 D Turbodiesel (1981) die Aufladung des Dieselmotors.

Die Konstruktion des W 123 weist auf verschiedene Weise in die Zukunft: Technisch mit ihren zahlreichen Innovationen im Bereich Fahrzeugsicherheit, ästhetisch mit ihrem Design, das sich am Erscheinungsbild der neuen S-Klasse W 116 und der aktuellen SL-Modelle R/C 107 orientiert. Der W 123 überzeugt durch den hohen Standard der Verarbeitung, seine Funktionalität und vor allem durch das breite Angebot an Karosserievarianten und Motorisierungen. So ist aus dieser Baureihe von 1977 an erstmals eine von Mercedes-Benz selbst in Serie gebaute Kombi-Limousine zu haben: das erste T-Modell.
Die Baureihe 123 unterstreicht mit ihrer Vielfalt der Karosserieformen ihre Rolle als eigenständige Modellfamilie innerhalb des Personenwagenprogramms von Mercedes-Benz: Neben Limousine und Limousine mit langem Radstand treten das sportlich geschnittene Coupé (C 123) und vor allem die elegante Kombinations-Limousine T-Modell (S 123). Mit dem T-Modell setzt Mercedes-Benz Maßstäbe für den Kombi als familientaugliches Lifestyle- und Freizeitauto. Im T-Modell führt Mercedes-Benz 1980 auch erstmals in Deutschland einen Personenwagen mit aufgeladenem Dieselmotor ein.

Die Langversion (V 123) hat einen um 63 Zentimeter längeren Radstand (3,43 Meter) als die Limousine (2,80 Meter). Das bietet genug Platz für eine dritte Sitzbank und macht den Wagen zum bequemen Taxi, Firmen- oder Hotelwagen für sieben Passagiere. Angeboten werden die Typen 250, 240 D und 300 D mit den jeweils gleichen Motorisierungen wie im W 123. Während bei der Heckflosse das Angebot einer achtsitzigen Limousine noch auf einen sehr wirtschaftlichen Diesel-Motor beschränkt ist (Typ 200 D lang), folgt die Baureihe 123 mit gleich drei leistungsstarken Versionen der Langlimousine dem Trend des Strich-Acht. Die Limousine mit langem Radstand ist trotz ihrer stattlichen Maße und der leistungsfähigen Motoren nicht in erster Linie als Repräsentationsfahrzeug gedacht. Dafür spricht auch, dass noch immer die Dieselmotoren in der Mehrzahl gegenüber dem Ottomotor des Typ 250 bleiben. Vielmehr dient diese Karosserievariante als anspruchsvoller Reisewagen für mehrere Passagiere. Im Einsatz für Hotels und Messegesellschaften sowie als Großtaxi überzeugt der V 123 mit hohem Fahrkomfort und großzügigem Platzangebot. Viele Eigenschaften dieser Karosserievariante übernehmen später gut ausgestattete Vans.
Die Baureihe W123 ist das erfolgreichste Modell überhaupt in der Ahnenreihe der E-Klasse. Rund 2,7 Millionen Fahrzeuge wurden innerhalb von 10 Jahren gebaut. Auch als Taxi war sie noch Jahre nach Einstellung der Baureihe auf den Straßen präsent.

Baureihe W124
Die 1984 vorgestellte Baureihe 124 ist die erste Fahrzeugfamilie von Mercedes-Benz, die den Namen E-Klasse trägt. Beim Debüt folgt die Typenbezeichnung jedoch noch dem klassischen Muster. Ästhetisch und technisch lehnt sich der W 124 durch seine sachlich-sportliche Linienführung, die Karosserie aus hochfesten Stahlblechen sowie den niedrigen cw-Wert an die Kompaktklasse W 201 an.
Zunächst bietet Mercedes-Benz die neue Baureihe mit den Typen 200, 230 E, 260 E und 300 E sowie 200 D, 250 D und 300 D an, der 200 E wird als Exportmodell gebaut. In den Typen 400 E (später E 420), 500 E (später E 500) und E 60 AMG werden erstmals in der E-Klasse V8-Motoren angeboten. Die Modellpalette der Baureihe 124 wird durch verschiedene Karosserievarianten (Coupé, T-Modell, Cabriolet und Limousine mit langem Radstand) erweitert, außerdem führt Mercedes-Benz in der Baureihe 124 den Vierradantrieb 4MATIC ein. Wie auch schon bei den vorangegangenen Baureihen, zählen die Dieselaggregate zu den Lieblingen der Taxifahrer. Die Typen 200 D und 250 D trifft man am häufigsten an den Taxiständen an.
Zum Juni 1993 wird die zum zweiten Mal überarbeitete Baureihe mit neuem Namen präsentiert: Die Fahrzeugfamilie heißt nun E-Klasse, analog zur S-Klasse und C-Klasse. So wurden beispielsweise aus den Modellen 200E und 200D der E200 und E200 Diesel. Im Juni 1995, zwei Jahre nach den letzten umfassenden Modellpflegemaßnahmen, stellt Mercedes-Benz die E-Klasse-Limousinen der Baureihe 210 vor, die Nachfolger der Baureihe 124. Die Produktion der Limousinen der Baureihe 124 endet kurze Zeit später, je nach Typ zwischen Juni und August 1995. Das T-Modell wird noch bis 1996 gebaut. Auch von den Typen E 250 Diesel und E 220 produziert Mercedes-Benz bis 1996 ckd-Teilesätze und schickt sie zur Montage nach Pune in Indien.
Taxis der Baureihe 124 können heute noch häufig im Straßenbild gesehen werden. Ein Beweis für die hervorragenden Mercedes-Benz Qualitäten der ersten E-Klasse. Hoher Komfort gepaart mit Zuverlässigkeit und Langlebigkeit haben dieses Modell bei Taxifahrern besonders beliebt gemacht.

Baureihe W210
Als die neue E-Klasse der Baureihe 210 im Juni 1995 debütiert, blickt die Limousine mit einem ganz neuen Gesicht in die Welt: Erstmals trägt eine E-Klasse von Mercedes-Benz eine markante Frontpartie mit vier elliptischen Scheinwerfern. Sie prägt ein neues Markengesicht und markiert den Beginn einer beispiellosen, bis heute andauernden Design-Offensive bei Mercedes-Benz. Für Aufsehen sorgt außerdem die coupéähnliche Heckgestaltung. Beide Designelemente, die sich deutlich von der vergleichsweise strengen Linienführung der Baureihe 124 abheben, werden von Fachleuten und Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen. Prompt wird die Limousine W 210 mit dem renommierten Designpreis „red dot design award“ (Designpreis Roter Punkt) ausgezeichnet. Die neue E-Klasse zeichnet sich jedoch nicht nur durch ihre unverwechselbare Gestalt, sondern durch den Einsatz von mehr als 30 technischen Neuerungen aus. Bemerkenswert ist außerdem der sensationell niedrige Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,27.
Die Typen E 200 CDI und E 220 CDI markieren im Juni 1998 den Einzug der hochmodernen CDI-Technik von Mercedes-Benz in die E-Klasse. Beide Modelle erhalten in Leistung und Drehmoment unterschiedlich ausgelegte Varianten des bereits in der C-Klasse verwendeten 2,2-Liter-CDI-Motors. Der 75 kW (102 PS) starke Typ E 200 CDI ersetzt den seitherigen Typ E 220 Diesel mit Vorkammer-Saugmotor, und der Typ E 220 CDI mit 92 kW (125 PS) ergänzt die Modellpalette. Die neuen Motoren zeichnen sich neben vorbildlicher Drehmoment-Charakteristik und guten Fahrleistungen vor allem durch niedrigen Verbrauch und geringe Abgasemissionen aus. Mit Markteinführung der CDI-Typen ist der bisherige Typ E 220 Diesel nur noch als leistungsreduzierte Taxi-Variante mit 55 kW (75 PS) und ausschließlich in Pflanzenölmethylester-Ausführung erhältlich. Gleichzeitig wird auch die Produktion des Exportmodells vom Typ E 200 Diesel eingestellt.
Allen Varianten ist eine besonders reichhaltige Serienausstattung gemeinsam, darunter zwei Dutzend Extras, die in der bisherigen E-Klasse nicht oder nur als Sonderausstattung erhältlich sind. Dazu gehören das Elektronische Traktionssystem (ETS), ein elektronisches Fahrberechtigungssystem, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Außentemperaturanzeige, Staubfilter und die dritte Bremsleuchte auf der Hutablage. Auch auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit markiert die neue E-Klasse den Stand der Technik. Dank einer optimierten Karosseriestruktur mit großen Deformationszonen und noch wirksameren Rückhaltesystemen im Innenraum sind die Limousinen der Baureihe 210 in ihrer Gesamtkonzeption die sichersten Automobile ihrer Klasse.
Als weltweit erster Automobilhersteller setzt Mercedes-Benz in der E-Klasse serienmäßig Gurtkraftbegrenzer ein. Der Seitenaufprallschutz wird durch den Einsatz eines neu entwickelten Sidebags noch besser. Zu den zahlreichen anderen innovativen Systemen, die in der E-Klasse Premiere feiern, gehört ein Regensensor für die Scheibenwischer, ein Luftgütesensor für die Klimatisierungsautomatik und die Ultraschall-Einparkhilfe Parktronic (PTS).

Baureihe W211
Im März 2002 löste die neue E-Klasse der Baureihe 211 die Baureihe 210 ab. Mit dieser mittlerweile achten Generation der oberen Mittelklasse der Marke seit dem Zweiten Weltkrieg schlugen die Stuttgarter Ingenieure und Designer ein neues Kapitel in einer beispiellosen Erfolgsgeschichte auf. Das auf der AMI gezeigte Fahrzeug ist das Sondermodell E 200 CDI »Das Taxi«. Es verfügt über eine Sonderausstattung, die unter anderem einen in den Innenspiegel integrierten Taxameter, ein elektrisches Schiebe-Hebedach in Glasausführung und das COMAND APS mit Kartennavigation verfügt.
Das Design der Baureihe W 211 nahm Elemente wie das Vier-Augen-Gesicht des W 210 auf, interpretierte sie jedoch erfrischend neu. Der W 211 überzeugt mit einem sehr sportlichen, dynamischen Auftritt. Dem entspricht die hohe Agilität, die die Limousine und das 2003 präsentierte T-Modell unter Beweis stellen.
Am 12. April 2006 präsentierte Mercedes-Benz die neue Generation der Mercedes-Benz E-Klasse auf der New York International Automobile Show. Zur Modellpflege erhielt die Baureihe neue Motoren, wegweisende Sicherheitstechnik und modernste Lichttechnik. Außerdem hatten die Konstrukteure rund 2000 Teile neu entwickelt oder verbessert. Die Limousinen und T-Modelle mit CDI-Dieselmotoren, Sechsgang-Schaltgetriebe, Window-Bags und elektronischen Assistenz-Systemen wie ESP, dem elektronischen Stabilitätsprogramm, zeichnet neben Sparsamkeit und Komfort eine erweiterte Ausstattung aus, die auch dem Taxikunden zugute kommt.
Gutes Arbeitsklima in allen Taxis von Mercedes-Benz garantiert zum Beispiel die Motor-Restwärmeanlage, die den Innenraum bis zu 30 Minuten lang auch im Stand angenehm warm hält. Weitere nützliche Ausstattungselemente wie zum Beispiel die Funk-Freisprecheinrichtung mit Radio-Stummschaltung sorgen für noch mehr Komfort.

Mercedes-Benz Taxis legen durchschnittlich 71.000 Kilometer jährlich zurück. Deshalb sind sparsame Motoren für Taxi-Unternehmer besonders wichtig. Vom Taxi-Bestseller E-Klasse werden ca. 80 Prozent mit einem Dieselmotor ausgeliefert. Die CDI-Motoren des W 211 hatten mit ihrer Common-Rail-Direkteinspritzung, Ladeluftkühlung und Turbolader mit variabler Turbinengeometrie bereits Maßstäbe gesetzt.

Die neue E-Klasse Limousine des Typs W 212 überbietet diese Innovationsleistungen nochmals mit ihren neu entwickelten Vier- und Sechszylinder-Motoren, die als Direkteinspritzer arbeiten und bis zu 23 Prozent weniger Kraftstoff als bisher verbrauchen. Die neuen CDI-Vierzylinder benötigen beispielsweise nur noch 5,3 Liter je 100 Kilometer (kombiniert). Das entspricht einem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer. Alle Motoren der neuen E-Klasse erfüllen die EU5-Abgasvorschriften. Damit ist die neue Mercedes-Benz E-Klasse mit den bei Taxler beliebten Motorisierungen nochmals wirtschaftlicher, sparsamer und abgasärmer geworden.