Daimler Buses erzielte 2008 mit weltweit 40.600 Bussen und Fahrgestellen der Marken Mercedes-Benz, Setra und Orion den höchsten Absatz in seiner Geschichte und verkaufte 4% mehr Fahrzeuge als im Rekordjahr 2007. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.100 Minibusse der Marke Mercedes-Benz auf Sprinter-Basis in Europa verkauft (+18%).

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Mit einem Umsatzsprung von 11% auf rund 4,8 Mrd. (i. Vj. 4,35 Mrd.) Euro und einem über 30% höheren EBIT von 406 Mio. (i. Vj. 308 Mio.) Euro erzielte Daimler Buses das beste Ergebnis in seiner Geschichte. Mit der auf 8,4% (i. Vj. 7,1%) verbesserten Umsatzrendite ist Daimler Buses mit Abstand Benchmark bei der Profitabilität in der Busindustrie. Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses: „Damit haben wir beim Umsatz fast dreimal so stark zugelegt wie beim Absatz. Das zeigt: Wir wachsen dort, wo es sich lohnt.“

Darüber hinaus ist es Daimler Buses gelungen, mit einem Marktanteil von 15% die Marktführerschaft weltweit sowie in wesentlichen Kernmärkten wie Deutschland, der Türkei, aber auch in Mexiko und Lateinamerika erfolgreich zu verteidigen. In einigen Ländern wurde der Marktanteil sogar deutlich ausgebaut. Dazu Hartmut Schick: „Wir sind weltweit hervorragend aufgestellt, mit teilweise sehr hohen Marktanteilen auch über 50%. Die Internationalität und die weltweite Zusammenarbeit sind unsere Stärken, die wir über Jahrzehnte aufgebaut haben. Das wird auch zukünftig so bleiben.“
Schick über das abgelaufene Geschäftsjahr: „In Summe war 2008 ein starkes Jahr, das stärkste in der Geschichte. Wir starten also auf einer guten und stabilen Basis in das Jahr 2009.“

Auch produktseitig war Daimler Buses 2008 erneut erfolgreich: Der Setra Niederflurbus S 415 NF wurde zum „Bus of the Year 2009“ gekürt. Der Mercedes-Benz Travego verfügt als weltweit erster Reisebus über das aktive Sicherheitssystem „Active Brake Assist“ (Notbremsassistent), der Auffahrunfälle aktiv vermeiden hilft. Mit rund 1.700 Orion VII Hybrid-Bussen in den Metropolen Nordamerikas ist Daimler Buses Weltmarktführer bei Hybridbussen, während weltweit viele Modelle komplett erneuert wurden. Hartmut Schick: „Wir setzen auf innovative Produkte, höchste Qualität und Sicherheit sowie erstklassigen Service. Das ist unser Rundum-Paket für zufriedene Kunden.“

Wegbereiter für den nachhaltigen Erfolg ist die Strategie von Daimler Buses. Die Strategie umfasst die vier Kernbereiche „Operational Execellence/Efficiency“, „Wachstum in traditionellen Märkten“, „Wachstum in neuen Märkten“ sowie „Technologie­führerschaft“. Hartmut Schick: „Wir arbeiten ständig daran, Kernprozesse, Kostenstrukturen und unsere Vertriebsstrategie zu verbessern. Das bedeutet zum Beispiel, noch mehr Flexibiltät in unserem europäischen Produktionsverbund zu schaffen und Kundenwünsche noch individueller und präziser erfüllen zu können.“
Das bereits 2008 eingeführte Effizienzprogramm „Beyond Bus Plus“ (BBP) ist wichtiger Bestandteil der langfristigen Strategie von Daimler Buses. Wesentliche Handlungsfelder des Programms BBP sind unter anderem die Optimierung des Cash Flow Managements und der Net Assets, die Vertriebsoffensiven von Mercedes-Benz und Setra zur Steigerung von Marktanteilen oder die Prozessoptimierung und Anpassung an die Markt- und Kundenanforderungen. Schick erläutert die Relevanz der verschiedenen Programme und Maßnahmen: „Die Wachstums- und Effizienzprogramme in der Vergangenheit waren der Erfolgsfaktor in unserem Geschäftsfeld. Und diesen Kurs setzen wir mit Beyond Bus Plus fort.“

Um in den traditionellen Märkten wie Europa, USA und Südamerika weiter Wachstum zu generieren, setzt Daimler Buses auf neue Modelle, niedrigeren Kraftstoffverbrauch und bessere Emissionswerte.

Neben den traditionellen Absatzmärkten, so das strategische Ziel, will Daimler Buses auch vom Wachstumspotenzial der aufstrebenden Märkte in Russland, Indien und China profitieren. So ist Daimler Buses im September 2008 ein Joint Venture mit dem indischen Bushersteller Sutlej eingegangen, hat bereits Reisebusse in der Kundenfahr-erprobung und baut seine Vertriebs- und Aftersales-Strukturen im indischen Subkontinent aus. In Russland setzt Daimler Buses gemeinsam mit Daimler Trucks auf eine strategische Partnerschaft mit Kamaz, dem größten russischen Lkw-Hersteller. Der Ausbau von Lizenzgeschäften steht für den chinesischen Markt im Mittelpunkt.

Bei der Erschließung neuer Wachstumschancen setzt Daimler Buses auch auf „Bus Rapid Transit“- (BRT-) Lösungen. Bus Rapid Transit ist ein Beispiel für ein intelligentes Verkehrssystem in Regionen mit schnellem Bevölkerungswachstum und vollen Städten, das mit geringem Aufwand und Kosten große Effekte erzielt.
Im Rahmen der vierten Säule „Technologieführerschaft“ setzt Daimler Buses zum einen auf die Verbesserung der konventionellen Antriebe in Bezug auf Umweltfreundlichkeit, insbesondere im Hinblick auf die Erfüllung der zukünftigen Abgasrichtlinie Euro 6. Zum anderen liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung alternativer Antriebe auf dem Weg zu Zero Emission. Die Herausforderung dabei ist, dass sich Wirtschaft-lichkeit, niedrige Lebenszyklus-Kosten und Nachhaltigkeit gegenseitig bedingen und nicht ausschließen. Mit dem Orion VII Hybridbus ist Daimler Buses weltweit führend bei Hybridbussen. Zur Zeit befindet sich der Mercedes-Benz Stadtbus Citaro G BlueTec Hybrid in der Wintererprobung, bevor er im Jahresverlauf in die Kundenerprobung geht. Ein großer Schritt auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität ist der Brennstoffzellen-Hybrid-Omnibus der zweiten Generation, ebenfalls auf Basis eines Mercedes-Benz Citaro Stadtbusses.
Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses: „Wir tätigen massive Investitionen, um Technologieführer bei umweltfreundlichen Antrieben, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Komfort zu bleiben.“

Grundsätzlich blickt Daimler Buses zuversichtlich nach vorne. Grund dafür ist ein wirksames Maßnahmenpaket, welches zur Effizienz-verbesserung initiiert wurde. Mit diesem Paket wird Daimler Buses die negativen Markteinflüsse in diesem Jahr zumindest teilweise kompensieren können. Hartmut Schick: „Dennoch ist eines klar: Wir arbeiten nicht in einer Sonderwirtschaftszone. Auch für uns wird die Rezession Realität. Das Absatzvolumen des Jahres 2008 werden wir aufgrund der weltweit veränderten wirtschaftlichen Rahmen-bedingungen 2009 nicht erreichen können.“

Der weltgrößte Omnibushersteller sieht in Europa insbesondere den Reisebussektor von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen, während für den Stadtbusbereich eine eher stabile Entwicklung zu erwarten ist. In den Märkten Mexiko und Türkei sowie in Südamerika könnte sich aufgrund der erschwerten Refinanzierungsmöglichkeiten die Nachfrage verringern. In den USA ist der Markt zwar schwächer, dort rechnet Daimler Buses dank des guten Auftragsbestandes jedoch mit einer Sonderkonjunktur.

Hartmut Schick dazu: „2009 wird sicherlich kein neues Rekordjahr werden. Aber für uns geht es in diesem Jahr vor allem darum, den relativen Vorsprung zu unseren Wettbewerbern weiter zu vergrößern. Wir müssen nach wie vor keinen Vergleich scheuen.“
Schick blickt insgesamt zuversichtlich in die Zukunft: „Bei all unseren Aktivitäten stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt. Wir haben die Ressourcen, die Produkte, einen perfekten Service, und vor allem den richtigen ‚Spirit’ in der Mannschaft. Deshalb können wir unsere Weltmarktführerschaft 2009 halten und sogar weiter ausbauen.“