Warnen, unterstützen, handeln:
Über ein Dutzend Assistenzsysteme helfen, Unfälle zu verhindern

• ATTENTION ASSIST: Müdigkeits-Detektion serienmäßig
• Adaptiver Fernlicht-Assistent: Optimales Licht in jeder Fahrsituation
• Spur-Paket: Assistenten für spurtreues Fahren und sicheres Überholen
• Geschwindigkeitslimit-Assistent: Gültige km/h-Begrenzung im Cockpit
• DISTRONIC PLUS: Abstandsregelung und Bremsassistent mittels Radar
• PRE-SAFE®-Bremse: Autonome Vollbremsung bei akuter Unfallgefahr
• Aerodynamik: Bester cW-Wert in dieser Fahrzeugklasse

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Nach den beachtlichen Fortschritten beim Insassenschutz rückt Mercedes-Benz mehr denn je die Vermeidung von Verkehrsunfällen und die Verringerung der Unfallschwere in den Fokus des Sicherheitsengagements. Dazu tragen in der E-Klasse neben den bewährten Technologien ABS, ESP® und Bremsassistent rund ein Dutzend neu- oder weiterentwickelter Fahrer-Assistenzsysteme bei, die auf häufige Unfallursachen wie Abstand, Spurwechsel, Geschwindigkeit, Übermüdung, Dunkelheit und Abkommen von der Fahrbahn abgestimmt sind.

Die weltweit einzigartige Kombination dieser Sicherheitstechnik macht die E-Klasse zu einem „denkenden“ Partner, der dank Radar, Kameras und Sensoren sehen, reflexartig reagieren und selbstständig handeln kann.

Mit dem serienmäßigen ATTENTION ASSISTkann die neue Mercedes- Limousine sogar „fühlen“: Die hochsensiblen Sensoren des Systems beobachten das Verhalten des Autofahrers und können vor allem anhand seiner Lenkradbewegungen erkennen, ob er müde wird. Damit leistet Mercedes-Benz einen weiteren wichtigen Beitrag zur Unfallvermeidung, denn laut Studien sind auf Autobahnen rund ein Viertel aller schweren Verkehrsunfälle auf übermüdete Autofahrer zurückzuführen. Demzufolge hat diese Unfallursache eine größere Bedeutung als Alkohol am Steuer.

Der von Mercedes-Benz neu entwickelte ATTENTION ASSIST erfasst über 70 Parameter, die für die Müdigkeits-Detektion ausgewertet werden. Diese kontinuierliche Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen und den Autofahrer frühzeitig warnen zu können.

Auf Basis dieser Vielzahl von Daten ermittelt der ATTENTION ASSIST während der ersten Minuten jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das in dem elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs mit aktuellen Sensordaten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. Neben der Geschwindigkeit, der Längs- und Querbeschleunigung erfasst das Mercedes-System zum Beispiel auch Blinker- und Pedalbetätigungen sowie bestimmte Bedienhandlungen und äußere Einflüsse wie Seitenwind oder Fahrbahnunebenheiten.

Lenkverhalten als wichtigster Indikator für Übermüdung

Im Rahmen der vierjährigen Entwicklungs- und Erprobungsarbeit mit dem ATTENTION ASSIST hat sich das Lenkverhalten als ein besonders aussagekräftiger Indikator für Übermüdung erwiesen. Bei den Tests mit über 670 Autofahrerinnen und Autofahrern stellten die Mercedes-Wissenschaftler fest, dass ein übermüdeter Autofahrer Mühe hat, die Spur präzise einzuhalten. Er macht kleinere Lenkfehler, die oft schnell und in charakteristischer Weise korrigiert werden. Dieser Effekt kann bereits in einer frühen Phase der beginnenden Müdigkeit auftreten – in der Regel vor dem gefährlichen Sekundenschlaf.

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Hat das System Übermüdung erkannt, ertönt ein akustisches Warnsignal und eine Displayanzeige im Kombi-Instrument gibt dem Fahrer einen unmissverständlichen Rat: „ATTENTION ASSIST. Pause!“

Der ATTENTION ASSIST gehört zur Serienausstattung der neuen E-Klasse; er ist zwischen 80 und 180 km/h aktiv.

Licht-Paket: In jeder Fahrsituation die bestmögliche Lichtverteilung

Nachtfahrten mit dem Auto werden künftig noch sicherer. Mercedes-Benz präsentiert ein neuartiges System, das die Reichweite der Scheinwerfer automatisch an die Entfernung entgegenkommender oder vorausfahrender, beleuchteter Fahrzeuge anpasst: den Adaptiven Fernlicht-Assistenten. Dadurch steht dem Autofahrer stets die optimale Leuchtweite zur Verfügung, sodass er den Straßenverlauf, Fußgänger oder Gefahrenstellen besser und früher erkennen kann.

Die Neuentwicklung bietet Mercedes-Benz im Paket zusammen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Intelligent Light System und LED-Tagfahrlicht als Option an. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, die lediglich zwischen Abblend- und Fernlicht umschalten, regelt der Adaptive Fernlicht-Assistent die Lichtverteilung so wie es die Verkehrssituation erlaubt. Die Reichweite des Abblendlichts kann sich deshalb von rund 65 auf bis zu 300 Meter erhöhen – ohne andere Autofahrer zu blenden. Erkennt das System entgegenkommende oder vorausfahrende Autos, passt es die Leuchtweite kontinuierlich dem Abstand an, sodass der Scheinwerferkegel vor den Fahrzeugen endet. Zusätzlich berücksichtigt der Fernlicht-Assistent den Lenkwinkel, um die Scheinwerfer in engen Kurven abzublenden. Bei freier Strecke schaltet das System mit einem weichen Übergang auf Fernlicht um.

Praxistests bestätigen, dass Autofahrer mit dem Adaptiven Fernlicht-Assistenten bei Dunkelheit sicherer unterwegs sind: Fußgängerpuppen, die am Straßenrand aufgestellt waren, wurden trotz Gegenverkehr schon aus einer Entfernung von rund 260 Metern erkannt – und damit rund 150 Meter früher als mit dem herkömmlichen Abblendlicht. Der neue Mercedes-Assistent bietet in der Nacht also ein mehr als doppeltes Sicherheitsplus. Außerdem trägt das System zur Entlastung des Autofahrers bei: Er muss den Hebel am Lenkrad nicht mehr betätigen und kann sich besser auf seine Fahraufgabe konzentrieren.

Die innovative Mercedes-Technologie basiert auf einer Kamera an der Innenseite der Frontscheibe, die das Verkehrsgeschehen vor dem Auto beobachtet. Dank eines intelligenten Bildverarbeitungs-Algorithmus kann die Kamera andere Fahrzeuge erkennen und deren Entfernung berechnen. Daraufhin wird die Leuchtweite der variabel regelbaren Bi-Xenon-Scheinwerfer eingestellt und kontinuierlich je nach Abstand des vorausfahrenden oder entgegenkommenden Fahrzeugs angepasst. Das System arbeitet blitzschnell; es sendet alle 40 Millisekunden neue Daten an die Scheinwerfer.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent ist ab 55 km/h einsatzbereit und arbeitet selbstständig, sobald der Autofahrer den Lichtdrehschalter in die Position „Auto“ bringt und den Multifunktionshebel am Lenkrad auf Fernlicht schaltet.

Intelligent Light System mit fünf Lichtfunktionen

Zum Licht-Paket der neuen E-Klasse gehört neben dem Adaptiven Fernlicht-Assistenten auch das Intelligent Light System, dessen Lichtfunktionen auf typische Fahr- oder Wetterbedingungen abgestimmt sind:
• Landstraßenlicht
• Autobahnlicht
• Erweitertes Nebellicht
• Aktives Kurvenlicht
• Abbiegelicht

An die Stelle des Abblendlichts tritt das Landstraßenlicht, das den Straßenrand auf der Fahrerseite heller und weiträumiger ausleuchtet als bisher. Dadurch kann sich der Autolenker bei Dunkelheit noch besser orientieren und schneller reagieren, wenn andere Verkehrspartner die Fahrbahn kreuzen.

Ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h schaltet sich automatisch das Autobahnlicht ein und vergrößert die Sichtweite des Autofahrers um bis zu 60 Prozent. Die Aktivierung dieser Lichtfunktion erfolgt in zwei Stufen: Zunächst steigert das Intelligent Light System die Leistung der Bi-Xenon-Lampen von 35 auf 38 Watt und erhöht dadurch die Intensität des Lichts, was sich vor allem durch eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn und ihrer Seitenränder bemerkbar macht. Ab 110 km/h steht die zweite Stufe zur Verfügung. Dann wird das Bi-Xenon-Modul auf der Fahrerseite leicht angehoben. Die Reichweite des Autobahnlichts beträgt rund 120 Meter; im Zentrum des Lichtkegels kann der Autofahrer rund 50 Meter weiter sehen als mit dem bisherigen Abblendlicht.

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Durch das erweiterte Nebellicht verbessert Mercedes-Benz die Orientierung des Autofahrers bei schlechter Sicht. Die neue Lichtfunktion ist unterhalb von 70 km/h aktiv, sobald die Nebelschlussleuchte eingeschaltet wird. Die variable Scheinwerfertechnik des Intelligent Light Systems ermöglicht es, den Bi-Xenon-Scheinwerfer an der Fahrerseite um acht Grad nach außen zu schwenken und den Lichtkegel gleichzeitig abzusenken. Dadurch wird die innere Fahrbahnhälfte heller ausgeleuchtet und die Eigenblendung des Fahrers durch das vom Nebel reflektierte Licht vermindert.

Kurven- und Abbiegelicht sind weitere Funktionen des im Licht-Paket enthaltenen Intelligent Light Systems; sie schalten sich automatisch ein: Je nach Lenkwinkel, Gierrate und Fahrgeschwindigkeit schwenken die Scheinwerfer beim aktiven Kurvenlicht sekundenschnell um bis zu 15 Grad zur Seite und verbessern dadurch die Fahrbahnausleuchtung deutlich. In einer lang gezogenen Kurve mit 190 Metern Radius kann der Autofahrer dank aktivem Kurvenlicht 25 Meter weiter sehen als mit dem herkömmlichen Abblendlicht. Diese Lichtfunktion arbeitet sowohl in der Abblendlicht- als auch in der Fernlichtfunktion.

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Das Abbiegelicht erhöht die Sicherheit an Kreuzungen und Einmündungen oder in engen Kurven. Es schaltet sich automatisch zu, wenn der Autofahrer unterhalb von 70 km/h das Lenkrad einschlägt. Die Scheinwerfer leuchten dann den Bereich seitlich vor dem Auto im Winkel von bis zu 65 Grad etwa 30 Meter weit aus.

Serienmäßig ist das markante Vier-Augen-Gesicht der neuen E-Klasse mit
Halogenscheinwerfern ausgestattet. Für das Abblendlicht haben die Mercedes-Ingenieure ein modernes Projektionssystem entwickelt, das in den beiden größeren „Augen“ Platz findet. Die inneren Scheinwerfer dienen als Fern- und Positionslicht; sie basieren auf der Reflexionstechnik. Der Fahrlicht-Assistent, der die Beleuchtungsanlage automatisch bei Regen, Dämmerung, Dunkelheit oder Einfahrt in einen Tunnel einschaltet, gehört ebenfalls zur Serienausstattung der neuen E-Klasse.

Tagfahrlicht: Beim Modell AVANTGARDE serienmäßig mit Leuchtdioden

Neben dem Sehen spielt für die Verkehrssicherheit auch das Gesehenwerden eine wichtige Rolle – nicht nur nachts. Deshalb wird die neue E-Klasse serienmäßig mit Tagfahrleuchten ausgestattet, die sich automatisch beim Anlassen des Motors einschalten. Aktiviert der Autofahrer das Abblendlicht, werden die Tagfahrleuchten ausgeschaltet. Beim Modell AVANTGARDE sowie bei Ausstattung der E-Klasse mit dem Licht-Paket oder Nachtsicht-Assistent PLUSbasiert das Tagfahrlicht auf insgesamt 14 formschön angeordneten Leuchtdioden (LED), die sich durch hohe Lichtausbeute bei sehr geringem Energieverbrauch von nur zehn Watt auszeichnen. Sie werden bei eingeschaltetem Abblendlicht gedimmt.

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LEDs setzt Mercedes-Benz serienmäßig auch für das Schluss-, Brems- und Nebelschlusslicht ein. Einer ihrer Vorteile ist das schnelle Ansprechverhalten, sodass nachfolgende Autofahrer durch das LED-Bremslicht bei Gefahr schneller gewarnt werden können. Wie viele moderne Mercedes-Personenwagen ist auch die neue E-Klasse mit dem adaptiven Bremslicht ausgestattet, das bei einer Notbremsung vier Mal so schnell blinkt wie der Warnblinker und nachfolgende Autofahrer damit besonders wirkungsvoll vor einem drohenden Auffahrunfall warnt.

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Beim Schlusslicht sorgt die Kombination von direkt und indirekt abstrahlenden Leuchtdioden dafür, dass die roten Bereiche der weit in die Seitenflanken ragenden Heckleuchten homogen ausgeleuchtet werden. Dabei dienen die indirekt strahlenden LED als Hintergrundbeleuchtung und prägen auf diese Weise ein typisches Licht-Design. Beim Modell AVANTGARDE oder bei Wahl des optionalen Licht-Pakets oder des Nachtsicht-Assistenten PLUS dienen Leuchtdioden auch als Blinker. Insgesamt leuchten an Bord der neuen E-Klasse je nach Ausstattung bis zu 354 Dioden.

Nachtsicht-Assistent PLUS: Neue Fußgänger-Markierung im Display

Den aus der S-Klasse bekannten Nachtsicht-Assistenten hat Mercedes-Benz weiterentwickelt und stattet ihn künftig mit einer speziellen Fußgänger-Detektion aus. Daher der neue Name Nachtsicht-Assistent PLUS. Sobald das System Fußgänger in einer Entfernung von bis zu 90 Metern vor der E-Klasse erkennt, werden sie in der Displayanzeige durch einen Rahmen mit gut sichtbaren Seitenecken markiert.

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Der Nachtsicht-Assistent PLUSnutzt Infrarottechnik, um die Sichtweite bei Dunkelheit und Gegenverkehr zu verbessern: Zwei separate Scheinwerfer beleuchten die Fahrbahn mit unsichtbarem und damit blendfreiem Infrarotlicht. Eine auf dieses Licht spezialisierte Kamera an der Frontscheibe nimmt das Geschehen vor dem Auto auf und überträgt das Bild auf das Display in der Instrumententafel. Hier erscheint eine angenehme, gestochen scharfe Graustufen-Darstellung der Szene, sodass der Autofahrer Fußgänger, Radfahrer oder Hindernisse auf der Fahrbahn frühzeitig erkennen kann.

Spur-Paket: Lenkradvibrationen beim ungewollten Verlassen der Fahrspur

Das für die neue E-Klasse entwickelte Spur-Paket (Wunschausstattung) beinhaltet Assistenzsysteme, die Autofahrer beim spurtreuen Fahren und beim sicheren Fahrspurwechsel unterstützen: Spurhalte- und Totwinkel-Assistent.

Der neue Spurhalte-Assistent basiert auf einer Kamera an der Innenseite der Frontscheibe, die Fahrbahnmarkierungen erkennt, indem sie Kontrastunterschiede zwischen dem Straßenbelag und den Begrenzungslinien auswertet. Anhand dieser Informationen bestimmt ein elektronisches Steuergerät die Position der E-Klasse und erkennt, wenn die Limousine die Fahrspur nach links oder rechts verlässt.

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Anders als herkömmliche Systeme dieser Art wertet der Mercedes-Assistent auch die Aktivitäten des Autofahrers aus und kann auf diese Weise zuverlässig feststellen, ob das Auto absichtlich oder unabsichtlich die Fahrspur verlässt. Die Warnung erfolgt deshalb nicht, wenn der Fahrer zum Beispiel vor einem Überholvorgang oder beim Auffahren auf die Autobahn beschleunigt, wenn er stark bremst oder in eine Kurve lenkt.

Bemerkt der Spurhalte-Assistent jedoch, dass die E-Klasse ungewollt ihre Fahrspur verlässt, steuert er einen Elektromotor im Lenkrad an, der für drei kurze Vibrationen sorgt – ein dezenter, aber durchaus wirkungsvoller Hinweis gegenzulenken. Der Zeitpunkt der Warnung erfolgt situationsabhängig je nach Fahrbahnbreite und Art der Fahrspurbegrenzung. Beim Überfahren einer durchgezogenen Linie warnt das System früher als bei einer unterbrochenen Fahrbahnmarkierung. Der Spurhalte-Assistent arbeitet zwischen 60 und 250 km/h, sobald das System eine Fahrbahnmarkierung erkannt hat.

Warnsymbol im Außenspiegel bei gefährlichem Spurwechsel

Das zweite Mercedes-System des Spur-Pakets kann Autofahrer beim sicheren Wechsel der Fahrspur unterstützen: Der Totwinkel-Assistent nutzt Nahbereichs-Radarsensoren, die auf beiden Seiten des hinteren Stoßfängers untergebracht sind und den Bereich unmittelbar neben und hinter dem Auto detektieren. Auf diese Weise erkennen sie, wenn auf der Parallelspur ein anderes Fahrzeug unterwegs ist, das sich im „toten Winkel“ des Außenspiegels befindet. In solchen Situationen informiert das System den Autofahrer ab 30 km/h durch ein rotes Warndreieck im Glas des Außenspiegels; übersieht der Fahrer diesen Hinweis und betätigt zum Spurwechsel den Blinker, beginnt das Warnsymbol zu blinken und zusätzlich ertönt ein akustisches Signal.

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Geschwindigkeitslimit-Assistent: Tempohinweis im Kombi-Instrument

Durch den neu entwickelten Geschwindigkeitslimit-Assistenten (Wunschausstattung) werden Autofahrer durch eine Displayanzeige im Kombi-Instrument an das jeweils ausgeschilderte Tempolimit erinnert – ein weiterer Beitrag zur Unfallvermeidung.

Aus dem Bild der Frontscheiben-Kamera, die permanent die Umgebung vor dem Auto beobachtet, sucht ein elektronisches Steuergerät nur runde Flächen aus und markiert sie. Im nächsten Schritt filtert der Algorithmus alle Gegenstände heraus, die zwar rund sind, aber keine Ähnlichkeit mit Verkehrsschildern haben. Der Vergleich mit gespeicherten Mustern führt schließlich dazu, dass nur jene Objekte übrig bleiben, auf die das System programmiert ist: kreisrunde Verkehrs-zeichen, die Tempolimits anzeigen. Ihr Symbol wird in das Cockpit-Display übertragen und bleibt dort so lange präsent, bis wieder freie Fahrt erlaubt ist oder ein anderes Tempolimit gilt. So hat der Autofahrer vor Augen, in welcher Tempozone er sich befindet und kann seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

Den großen Fortschritten auf dem Gebiet der bildverarbeitenden Computertechnik ist es zu verdanken, dass der Geschwindigkeitslimit-Assistent in Echtzeit arbeitet, die Bildanalysen also binnen Sekundenbruchteilen vornimmt und dem Autofahrer sofort die notwendige Information anzeigen kann. Dabei macht es keinen Unterschied, ob das Tempolimitschild am Straßenrand steht oder in eine Schilderbrücke oberhalb der Fahrbahn integriert ist. Dadurch ist das System auch in der Lage, neben den Schilderbrücken mit variabler Geschwindigkeitsanzeige auch auf vorübergehend aufgestellte Temposchilder zu reagieren – zum Beispiel an Baustellen.

Da in Europa auch rechteckige Verkehrszeichen Tempolimits anzeigen – zum Beispiel die Tafeln bei Ein- oder Ausfahrt in Ortschaften – greift der Assistent zusätzlich auf die Daten der digitalen Straßenkarte des Navigationssystems zurück und überprüft auf diese Weise die Plausibilität des Kamerabildes. So wird beispielsweise die zuletzt erkannte km/h-Begrenzung im Kombi-Instrument ausgeblendet, wenn das Auto bebautes Gebiet erreicht.

Fahrassistenz-Paket: Radarsysteme zur Vermeidung von Auffahrunfällen

Die auf der modernen Radartechnik basierenden Mercedes-Assistenzsysteme DISTRONIC PLUS und Bremsassistent PLUS(Wunschausstattung) leisten einen wirksamen Beitrag zur Unfallvermeidung. Das ergab eine Analyse von Mercedes-Benz auf Basis repräsentativer Daten aus der Unfallforschung. Allein in Deutschland können mithilfe dieser Technologie durchschnittlich ein Fünftel aller Auffahrkollisionen verhindert werden. Auf Autobahnen lässt sich die Unfallquote sogar um rund 36 Prozent verringern. Für die neue E-Klasse hat Mercedes-Benz die Radartechnik noch weiter verbessert. Die Systeme sind Bestandteil des auf Wunsch lieferbaren Fahrassistenz-Pakets, das außerdem das Spur-Paket beinhaltet.

Der Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUSarbeitet zwischen 0 und 200 km/h: er hält das Auto im gewählten Abstand zum Vordermann und bremst es je nach Verkehrssituation bis zum Stillstand ab. Verringert sich der Abstand zu schnell, warnt das System den Autofahrer akustisch und ermittelt bereits beim ersten Warnton automatisch den Bremsdruck, der in dieser Fahrsituation notwendig ist, um die Kollision zu verhindern. So unterstützt die Technologie den Autofahrer bei der Einschätzung der Gefahrensituation und stellt mithilfe des Bremsassistenten PLUS die berechnete Bremskraftunterstützung auch dann sofort zur Verfügung, wenn der Autofahrer nicht kräftig genug auf das Brems-pedal tritt. Je nach Tempo und Abstand ermöglicht der Bremsassistent PLUS eine geregelte Zielbremsung und erhöht – falls erforderlich – die Bremskraft bis zur Vollbremsung.

Fernradarsensor mit größerer Reichweite und Mittelbereichserfassung

Beim Erkennen einer unfallträchtigen Situation helfen zwei Nahbereichs-Radar-sensoren hinter dem Frontstoßfänger und ein Fernradar in der Kühlermaske. Die Leistungsfähigkeit dieser Sensoren hat Mercedes-Benz weiter verbessert: In der neuen E-Klasse arbeitet ein neuer Fernradarsensor, dessen Reichweite 200 statt bisher 150 Meter beträgt. Zudem ermöglicht der Sensor eine neue Mittelbereichs-erfassung, die bei 60 Grad Öffnungswinkel den Bereich bis rund 60 Meter vor dem Auto überwacht. Mit dieser neuen Technologie lässt sich das Verkehrsgeschehen noch präziser beobachten und dynamische Vorgänge, wie das plötzliche Ausscheren eines vorausfahrenden Autos, noch besser detektieren. Die beiden besonders weitwinkligen Nahbereichs-Radarsensoren (80 Grad Öffnungswinkel), die rund 30 Meter weit reichen, sind weiterhin im Einsatz.

Automatische Vollbremsung als „elektronische Knautschzone“

Die Unfallforschung zeigt, dass Autofahrer in kritischen Momenten nicht immer so schnell reagieren, wie es notwendig ist – zum Beispiel, weil sie abgelenkt sind und deshalb die unmittelbare Gefahr eines Auffahrunfalls nicht erkennen oder die Warnsignale eines Assistenzsystems nicht beachten. In solchen Situationen greift die im Rahmen des auf Wunsch lieferbaren Fahrassistenz-Pakets angebotene PRE-SAFE®-Bremse ein und bremst das Auto selbsttätig ab.

Dies geschieht in zwei Stufen: Etwa 1,6 Sekunden vor dem berechneten Unfall – nach dreimaliger akustischer Warnung – nimmt das System eine autonome Teilbremsung vor, verzögert das Auto mit rund 40 Prozent (ca. vier m/s²) der maximalen Bremsleistung und aktiviert vorsorglich die reversiblen PRE-SAFE®-Insassenschutzsysteme.

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Durch die autonome Teilbremsung erhält der Fahrer neben dem optischen und akustischen Warnhinweis ein weiteres spürbares Signal zu handeln. Betätigt er dann sofort die Bremse, steht die maximale Bremskraft zur Verfügung oder weicht er aus, kann der Unfall je nach Fahrsituation im letzten Moment verhindert werden. Handelt der Fahrer jedoch auch nach der automatischen Teilbremsung nicht, aktiviert die PRE-SAFE®-Bremse rund 0,6 Sekunden vor dem nunmehr unvermeidbaren Aufprall die maximale Bremsleistung – und kann durch diese Vollbremsung die Aufprallschwere deutlich vermindern.

Aufprallgeschwindigkeit vermindert sich um durchschnittlich 16 km/h

Praxistests der Mercedes-Ingenieure ergaben, dass sich die Aufprallgeschwindigkeit dank der autonomen PRE-SAFE®-Bremsung im Durchschnitt um 16 km/h verringert. So wirkt das System wie eine „elektronische Knautschzone“, die den Auto-Insassen noch mehr Schutz bietet. Die PRE-SAFE®-Bremse ist im Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 200 km/h aktiv, wenn vorausfahrende Autos erfasst werden. Das System reagiert auch bei Annäherung an eine stehende Fahrzeugkolonne, wenn das Auto nicht schneller als 70 km/h fährt.

Einparkhilfe: Vermessung der Parklücken per Ultraschall

Auf Basis der Ultraschalltechnik arbeitet ein neu entwickeltes System, das Autofahrer auf Wunsch beim sicheren Einparken unterstützt: Zur Seite gerichtete Sensoren am vorderen Stoßfänger erfassen beim Vorbeifahren (bis maximal 35 km/h) die Länge einer Parklücke und zeigen im Cockpit-Display an, ob der Platz zum Einparken ausreicht. Nachdem der Rückwärtsgang eingelegt ist, erscheinenauf dem Display im Kombi-Instrument Hinweise für das sichere Einparken.

Das bewährte Mercedes-System PARKTRONIC (Wunschausstattung), das beim Einparken den Abstand zwischen der E-Klasse und einem Hindernis oder einem anderen Fahrzeug mittels Leuchtdioden sowie akustischer Signale anzeigt, ist bei dieser Parkführung ebenfalls in Aktion und unterstützt den Autofahrer. Als weitere Einpark- oder Rangierhilfe bietet Mercedes-Benz eine Rückfahrkamera an, die den Bereich hinter der Limousine erfasst und auf dem Display in der Instrumententafel anzeigt.

Die Fahrer-Assistenzsysteme der neuen E-Klasse auf einen Blick:
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Aerodynamik: Mit cW 0,25 neue Bestleistung in dieser Fahrzeugklasse

Die Aerodynamik ist eine Entwicklungsdisziplin mit stetig zunehmender Bedeutung. Denn eine perfekte Fahrzeugumströmung ist nicht nur für die Sicherheit maßgebend, sie hat auch maßgeblichen Einfluss auf Kraftstoffverbrauch und Geräuschkomfort. Deshalb widmete Mercedes-Benz dem Thema Aerodynamik bei der neuen E-Klasse besonders große Aufmerksamkeit und setzte modernste Entwicklungs- und Testverfahren ein, um den Luftwiderstand noch weiter zu verringern, die Fahr- und Wahrnehmungssicherheit zu steigern und die Aero-Akustik zu verbessern.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) von 0,25 ist die neue E-Klasse in diesem Marktsegment die strömungsgünstigste Serienlimousine der Welt. Damit wurde der bereits sehr gute Wert des Vorgängermodells (0,26) nochmals um vier Prozent unterboten. Der Einfluss der größeren Stirnfläche konnte fast vollständig kompensiert werden, sodass der verbrauchsrelevante Wert cW x A (Luftwiderstandsbeiwert mal Stirnfläche) nur geringfügig steigt. Die Werte im Einzelnen:
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Ebenso wie bei der Sicherheitsentwicklung spielen Computersimulationen auch bei der Aerodynamik eine immer größere Rolle. Mithilfe des Digitalen Prototypen, der das Fahrzeug virtuell bis ins Detail nachbildet, berechneten die Mercedes-Ingenieure die Umströmung der Limousine bereits in einer sehr frühen Entwicklungsphase – lange bevor die ersten realen Prototypen der neuen E-Klasse auf den Rädern standen. Auf diese Weise entdeckten sie durch die Strömungssimulation frühzeitig das Potenzial für Verbesserungen, sodass die Limousine bei den späteren realen Windkanaltests bereits einen sehr guten aerodynamischen Reifegrad hatte.

Solche Aero-Berechnungen erfordern Computer mit sehr großer Arbeitsleistung: Bei den Strömungsanalysen mit dem Digitalen Prototypen der neuen E-Klasse mussten die Rechner Differenzialgleichungen aus 30 Millionen Fluid-Elementen berechnen. Rund 36 Stunden Rechenzeit auf 64 Prozessoren sind notwendig, bis schließlich ein wirklichkeitsgetreues Geschwindigkeits- und Druckfeld auf dem Computerbildschirm erscheint.

Hunderte Stunden Windkanalarbeit für die Detailoptimierung

Aerodynamikentwicklung bedeutet akribische, geduldvolle Detailarbeit. Viele Hundert Stunden verbrachten die Mercedes-Ingenieure im Windkanal, um Detail für Detail strömungstechnisch zu optimieren und zugleich einen guten Kompromiss zwischen Form und Funktion zu finden. Die dabei erzielten Effekte machten sich bei den Messergebnissen oft nur durch Tausendstel hinter dem Komma bemerkbar, doch in Summe führen die zahlreichen Einzelmaßnahmen zu dem beachtlichen Gesamtergebnis von cW = 0,25.

Noch mehr als die Frontpartie beeinflusst das Heck den Luftwiderstandsbeiwert eines Automobils. Denn am Heck können sich Luftwirbel bilden, die wie eine unsichtbare Bremse wirken und unnötig Kraftstoff kosten. Solche Luftwirbel verhindern die Mercedes-Fachleute zum Beispiel durch eine dezente, kaum sichtbare Spoilerkante im mittleren Bereich des Kofferraumdeckels. Zusätzlich statten sie die Abdeckscheiben der Rückleuchten mit speziellen Abrisskanten aus. Sie beeinflussen den Fahrtwind, der entlang der Seitenwand strömt und führen ihn weit nach hinten; ohne die kleinen Spoilerkanten würde der Fahrtwind hinter dem Heck der E-Klasse nach innen strömen und Unterdruck erzeugen, der sowohl Luftwiderstand als auch Auftrieb negativ beeinflussen würde.

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Weitere aerodynamisch wirksame Details der neuen E-Klasse sind zum Beispiel:

• Regelbare Lüfterjalousie: Ermöglicht eine je nach Fahrsituation bedarfsgerechte Begrenzung der Kühlluftmenge, die sonst auf ihrem Weg in den Motorraum starke Druckverluste erfährt.

• Aerodynamisch optimierte Leichtmetallfelgen: Verringern Ablösungen des Fahrtwindes und Strömungsverluste im Bereich der Räder.

• Abgedichtete Trennfugen zwischen Motorhaube und Scheinwerfer: Bewirken eine noch bessere Umströmung der Frontpartie.

• Radspoiler an den Vorder- und Hinterrädern: Verbessern die Umströmung der Reifen und reduzieren den Auftrieb.

• Verkleidung des Motorraums und des Unterbodens: Optimiert das Ausströmen der Kühlluft aus dem Motorraum und vermeidet Strömungsverluste durch Aufstau und Verwirbelungen am Unterboden.

Neu entwickelte Außenspiegelgehäuse mit dreifachem Vorteil

Die Außenspiegel der neuen E-Klasse zählen zu den Meisterstücken der Aerodynamik-Ingenieure. Von Anfang an hatten sie sich zum Ziel gesetzt, eine Gehäusegeometrie zu entwickeln, die drei unterschiedlichen Anforderungen entspricht: Aerodynamik, Aero-Akustik und Sicherheit. Das ist ihnen gelungen. Strömungstechnisch ist die Form der im Windkanal entwickelten Spiegelgehäuse so gut, dass sie nur einen Anteil von rund drei Prozent am Gesamtluftwiderstand der Karosserie haben. Dieses Resultat ist auch hörbar – besser gesagt: nicht hörbar. Denn die Außenspiegel haben keinen Einfluss auf die Windgeräusche der Karosserie. Bei den Tests im Aero-Akustik-Windkanal registrierten die Mercedes Ingenieure bei einem Versuchswagen ohne Außenspiegel die gleichen Messwerte wie bei einem Fahrzeug mit den neu entwickelten Spiegelgehäusen.

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Schließlich leisten die Außenspiegel einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmungssicherheit. Damit ist in diesem Fall die Sicht des Fahrers bei einer Fahrt im Regen gemeint. Die Spiegelgehäuse sind so gestaltet, dass auftreffendes Regenwasser in einer schmalen umlaufenden Rinne nach außen fließt und an einer genau definierten Stelle gezielt abtropfen kann. Dadurch bleiben die Seitenscheiben weitgehend sauber und der Autofahrer hat einen ungetrübten Blick auf den Rückspiegel und nach draußen. Zur Schmutzfreihaltung der Seitenscheiben tragen außerdem die A-Säulen bei, die über spezielle Wasserführungen verfügen. Hier wird das auf die Frontscheibe auftreffende Regenwasser gesammelt und vom Fahrtwind nach unten und über das Dach nach hinten geführt.