Der neue Mercedes-Benz Actros erhält einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde: Mit einem Durchschnittsverbrauch von 19,44 Litern Diesel pro 100 Kilometer ist er der verbrauchsgünstigste 40-Tonnen-Lkw.

 

Der CO2-Ausstoß je Tonne Nutzlast und Kilometer beträgt 20,5 Gramm. Den Rekord stellte das Fahrzeug bei einer siebentägigen Fahrt rund um die Uhr auf dem italienischen Testkurs in Nardo auf. Insgesamt legte der Actros dabei 12 728,94 Kilometer zurück.

Der Actros Blue Tec fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h. Es handelte sich um ein Fahrzeug mit Serienausstattung und rund 25 Tonnen Nutzlast. Der ermittelte Verbrauch von 19,44 Litern Dieseln entspricht 0,8 Litern je Tonne Nutzlast auf 100 Kilometer.

Deutlich wurde bei dem Versuch unter Kontrolle von Dekra auch, welchen Einfluss der reale Straßenverkehr auf den Kraftstoffverbrauch hat. Messungen an einem Vergleichsfahrzeug bestätigten die Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA), nach denen sich der Momentanverbrauch eines 40-Tonners verdreifachen kann, wenn das Fahrzeug zweimal je Kilometer anhalten muss, anstelle mit 50 km/h durchrollen zu können.

 

Mit vielen kleinen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch dennoch auch im Alltag senken. Wird beispielsweise auf die Bestellung der aerodynamischen Zusatzeinrichtungen verzichtet, kann dies den Verbrauch um zehn Prozent nach oben treiben. Allein die richtige Einstellung der Luftleitkörper auf dem Fahrerhaus kann den Verbrauch wiederum positiv um bis zu vier Prozent beeinflussen. Die Mehrkosten für Windleitteile amortisieren sich je nach Laufleistung in wenigen Monaten. Auch vermeintliche Kleinigkeiten wie schlecht gespannte oder gar flatternde Planen treiben den Dieselkonsum Zehntel für Zehntel nach oben. Die für den neuen Actros ab Werk ohne Mehrkosten lieferbare aerodynamische A-Säulenverkleidung kann dagegen den Verbrauch um ein Prozent reduzieren.

Ähnliches gilt für die Bereifung. Mercedes-Benz bietet für Lkw Super-Breitreifen an Stelle der Zwillingsbereifung an der Hinterachse an. Die mögliche Verbrauchseinsparung beträgt bis zu zwei Prozent. Um bis zu acht Prozent den Verbrauch nach oben treiben kann dagegen zu niedriger Reifendruck.

Zehn bis zwölf Prozent Sparpotenzial, bzw. je nach Einsatz 5000 bis 6000 Euro pro Jahr, lassen sich durch vorausschauendes Fahren mit jedem Lkw ausschöpfen. Der Weiterbildung dazu widmen sich die Economy-Programme des Mercedes-Benz Profitrainings. Mit rund 65 000 Teilnehmern jährlich hat sich dieses Angebot zur weltweit größten Schulungseinrichtung für Lkw-Fahrer entwickelt.

(Bilder & Text: auto-reporter.net)