Überraschend war ein Geländewagenparcours – vor allen für Offroad-Fans – schon immer. Passend dazu bietet das Mercedes-Benz Kundencenter in Rastatt nun mit „A-Rock“ ein Fahrerlebnis an, welches es durchaus in sich hat – aber eigentlich gar nicht so aussieht. Das Spektakuläre steckt dabei im Detail – was nur der genau beschreiben kann, der es erlebt hat. Wir haben mit Anna eine junge Fahrerin auf den Parcours geschickt – und am Ende war es doch ein Spaß für alle Anwesenden.

Mit dem neuen Geländewagenparcours bietet das Mercedes-Benz Werk in Rastatt seit Frühjahr 2017 etwas an, um den direkt im Werk Rastatt produzierten GLA vor Ort erleben zu können. Offroad – gegen eine Gebühr von aktuell 15 Euro für den Fahrer sowie 10 Euro für den Mitfahrer.  Das Kundencenter selbst stellt dazu nicht nur das Fahrzeug zur Verfügung, sondern auch einen erfahrenen Instruktor für eine sichere Begleitung.

GLA aus Rastatter Produktion
Während man i.d.R. mit 3 Fahrzeugen startet, starteten wir nur mit einem „kleinen“ SUV aus Rastatter Produktion. Als Fahrerin nutzten wir absichtlich Anna, eine junge Fahrerin mit einer Fahrerfahrung von immerhin schon 3 Jahren. Wohlgemerkt: Onroad, abseits war die Scheininhaberin der Klassen B und BE hingegen meist nur in einfachen Wiesen unterwegs, als auf unbefestigten Wegen. Alleine eine Steigung von 60 Prozent selbst zu be- und erfahren lag ihr hierbei fern, von einer Durchfahrt eines Tunnels mit einer seitlichen Neigung von um die 30 Grad ganz zu schweigen.

Das Fahrgelände am Mercedes-Benz Kundencenter in Rastatt besteht aus mehreren Hindernissen sowie  zahlreichen unebenen Wegen. Wer „The Rock“ des Kundencenters in Bremen bereits kennt, wird dabei zwar einiges wiedererkennen – das Röhrentunnel selbst gibt es hingegen nur bei den Rastattern und macht eine Testfahrt regelrecht verpflichtend.

Natürlich: mit einen Blick auf die gesamte Stecke, wirken die Hindernisse teils erstmal langweilig oder ideenlos – und genau das ist das, was man erst bei der Fahrt über den neuen Parcous erlebt: der Eindruck täuscht. Auch wenn Mercedes-Benz durchaus andere SUVs im Portfolio hat, zeigen das Kundencenter hier die durchaus beeindruckende Leistungsfähigkeit des GLAs. Aber auch das eigene Gefühl und gar Grenzbereiche (für den Fahrer) selbst zeigen sich durchaus.

Motorhaube verdeckt schnell den Blick
Gestartet wird der Parcours auf unebener Strecke bergauf Richtung Holzbalkenbrücke. Das erste „Hindernis“ stellt ein nachgebautes Flussbett dar, welches man noch amüsant durchfahren kann. Doch der erste Aha-Effekt kommt bereits bei der Zufahrt zum Brückenteil, wobei der Blick des Fahrers durch die Motorhaube komplett verdeckt wird. Die Einfahrt für das Fahrzeug zeigen hier lediglich Stangen an, welche Anna zügig und zielsicher mittig ansteuerte. Das Brückenteil selbst ist dann hingegen weniger aufsehenerregend – und schnell überfahren.

Mit 35 % Schräglage durch die Röhre
Bereits kurz danach kommt – so zumindest für uns und für unserer Fahrerin – das Highlight des Fahrparcours: die komplett runde Röhre. Hierzu dirigierte unser Instruktor Anna genau in die richtige Anfangsposition – und sprach dazu passend den notwendigen Lenkwinkel an, den man mittels Winkelanzeige am Media Display des GLA ablesen und somit anpassen konnte. Hierzu neigte sich unser Fahrzeug im ersten Durchlauf bereits auf 28-32 Grad, später dann auf satte 35. Für ein eventuelles Aussteigen der Insassen war es hier also genau der falsche Moment.

Gefühlt kam die Wand dazu immer näher zum Seitenspiegel des Fahrers, wobei sich schnell regelrecht ein Gefühl des „umkippens“ des Fahrzeuges für die Insassen ankündigte. Ein durchaus interessantes und amüsantes Erlebnis, wobei hier lediglich die Reifen kurzzeitig ein wenig leiden mussten. Alles sicher im Griff – sowohl von der Fahrerin, als auch vom Instruktor (der weiterhin exakte Fahranweisungen via Funk gab).

Bereits im zweiten Durchgang fuhr Anna hier zügig – und erneut ohne Beschädigungen – durch die Röhre. Durchaus beeindruckend, auch wenn die Bilder das so nicht ganz wiedergeben können. Betrachtet man jedoch die Reifen, hatten einige Laufflächen gerade „betriebsfrei“ und eher keinen direkten Bodenkontakt.

Traktion ideal: mit 4MATIC Allradantrieb
Im nachfolgenden Hindernis zeigte das Fahrzeug im Offroad-Fahrprogramm, wie es auf besonderes losem Untergrund die Traktion ideal optimiert – und das richtige Rad antreibt. In der Schrägfahrt zeigt sich aber auch der Vorteil der angepassten – flacheren – Fahrpedalkennlinie im Offroad-Fahrprogramm für eine gute Dosierbarkeit des Antriebs. Das zeigte sich dann auch nach der Bergfahrt an der letzten Herausforderung auf der Verschränkung.

A-ROCK bietet 70 Prozent Gefälle
Als vorletztes Hindernis – am „A-ROCK“ zeigte sich nicht nur eine steile 60 Prozent Anfahrt, sondern auch ein 70 Prozent Gefälle, welches man mit dem DSR – der Downhill Speed Regulation des Fahrzeuges – perfekt absolvieren kann. Hierbei unterstützt das Fahrzeug die Bergabfahrt im einstellbaren Bereich von 2 bis 14 km/h – ohne das Anna auf ein Pedal treten musste.

Eine kleine Überwindung stand dabei jedoch an: am Berghang stehend, erneut ohne Blickkontakt auf die Straße, um genau hier dem Fahrzeug den Befehl zu geben, selbstständig die Bergabfahrt zu regulieren. Nervenkitzel also.

Am Ende des Parcours in Rastatt ging es also problemlos – und ohne Beschädigungen am Fahrzeug oder an den Insassen. Bereits bei der zweiten Durchfahrt der Strecke fuhr Anna sicher und professionell – und mit sichtlich viel Spaß an der Sache. Beeindruckend zeigte sich, das man nicht unbedingt nur mit der Berg- und Talfahrt sichtlichen Spaß hatte, sondern gar Kleinigkeiten in Erinnerungen blieben, wie teils der fehlende Blick auf die Fahrstrecke – situationsbedingt abgedeckt durch die Motorhaube – oder die Verschränkungen auf der hügeligen Strecke.

Anna hatte sichtlich Spaß – und konzentrierte sich dabei nicht auf die Fahrstrecke, sondern auch gut auf den GLA und dessen Maße. Das selbst das vorhandene 360 Grad Kamerasystem noch zusätzlich hätte helfen können, fiel erst später auf – war aber auch gänzlich unnötig. Mitfahrer waren ebenso für die Fahrsicherheit unnötig – diesen war es aber im Grunde Anfangs Dezember einfach nur zu kalt.

Wer einen Besuch des Kundencenters Rastatt also geplant hat – sollte dazu verpflichtend auch ein Fahrevent am „A ROCK“ buchen – die Kosten sind dazu zu vernachlässigen. Das Gefühl und den Fahrspaß ist es allemal wert. Immer.

Die Preise hier für den GLA Parcours ab 2018 – buchbar ab 18.12.2017 –  nochmals im Überblick:

  • Einzelticket 15 Euro, Mitfahrer je 10 Euro, Kind 6 Euro
  • Familienpaket 28 Euro (1 Zeitfenster von 30 Minuten, 1 Fahrzeug, max. 4 Personen, davon max. 2 Erwachsene)
  • Exklusivtour 50 Euro (1 Zeitfenster von 30 Minuten, 3 Fahrzeuge, maximal 6 Personen, Instruktor dabei exklusiv!)
  • Gruppenpreis von 20 Personen mit 3 Zeitfenster a 30 Minuten (=90 Minuten, max. 20 Personen) 225 Euro.

Eventpreise mit Gruppen über 20 Personen – während und ausserhalb des Tagesgeschäftes – auf Anfrage.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe