Daimler unterstützt Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit S-Bahn, U-Bahn oder Bus zur Arbeit fahren. Beschäftigte des Konzerns können ab 8. Januar 2018 an Feinstaubtagen mit ihrem Werksausweis den öffentlichen Nahverkehr der Region Stuttgart für die Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsplatz nutzen. Daimler übernimmt dazu die Kosten für diese Fahrten. Bei der Mobilitäts-App moovel und beim Jobticket arbeitet Daimler bereits mit dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) zusammen. Die erfolgreiche Kooperation wird nun an Feinstaubtagen ausgeweitet.

„Neben zahlreichen Mobilitätsmaßnahmen, die an Feinstaubtagen für unsere Beschäftigten greifen, ist dies ein weiterer wichtiger Baustein zur Verbesserung der Luftqualität in Stuttgart“, sagt Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG. Wolfgang Nieke, Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Werk Untertürkheim: „Wir sind froh, dass wir als größter Arbeitgeber der Region mit dieser verkehrsreduzierenden Maßnahme ein Signal setzen. Betriebsrat und Unternehmen arbeiten gemeinsam an weiteren Mobilitätsangeboten zum Wohl der Region.“ Daimler beschäftigt im Großraum Stuttgart rund 80.000 Mitarbeiter.

Fritz Kuhn, VVS-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart sagt: „Ich freue mich sehr, dass der größte Arbeitgeber in Stuttgart sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Das ist ein ganz wichtiges Zeichen. Daimler ist damit ein Teil zur Lösung des Problems, hier in der Landeshauptstadt Feinstaub und Stickoxyde zu reduzieren.“

Bei Daimler gibt es bereits viele Maßnahmen, die an Feinstaubtagen greifen. So informiert das Unternehmen im Raum Stuttgart ständig über die an Feinstaubtagen laufende Verlosung von VVS-Tickets innerhalb der moovel App. Die Wahrscheinlichkeit, dass moovel Kunden dabei kostenfrei mit Bus und Bahn fahren, beträgt 50 Prozent. Ein Zufallsgenerator entscheidet bei Buchung des Tickets, ob moovel die Kosten für die Fahrt übernimmt. Car2go bietet an Feinstaubtagen vergünstigte Preise für die Nutzung der vollelektrischen smart fortwo an. Zudem wird angeregt, dass Daimler-Beschäftigte an Feinstaubtagen Fahrgemeinschaften bilden oder Telefon- und Videokonferenzen nutzen, um den Pendelverkehr im Großraum Stuttgart zwischen einzelnen Standorten zu verringern. Seit Sommer 2016 gibt es im Unternehmen eine erweiterte Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten, die noch flexibleres Arbeiten auch von zu Hause aus ermöglicht. In Feinstaub-Phasen führt Daimler keine Testfahrten innerhalb Stuttgarts durch.

Zudem setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass die einzelnen Werke besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden. So fordert Daimler beispielsweise am Standort Stuttgart eine Verlängerung der Stadtbahnlinie U19. Derzeit endet die Stadtbahnlinie einen Kilometer vor dem Werkstor des Stammwerks Untertürkheim und der Konzernzentrale. Das Unternehmen befürwortet bei der Stadt Stuttgart auch einen besseren Verkehrsfluß, der dazu beitragen würde, die Emissionen im Straßenverkehr erheblich zu senken.

Projekt F.L.O.W. zu umfassender Mitarbeiter-Mobilität gestartet
Eine neue Konzerninitiative F.L.O.W. bündelt all diese Maßnahmen und entwickelt zusätzlich geplante oder bereits in Pilotprojekten gestartete neue Mobilitätskonzepte für Daimler-Mitarbeiter. F.L.O.W. steht für Fortbewegung, Lebensweise, Oekologie und Wirtschaft. Dazu gehört beispielsweise ein zukünftiges Ride Sharing-Angebot für Daimler-Berufspendler über die Flinc-App. Flinc ist eine Tochterfirma von Daimler Mobility Services. Mitarbeiter von Daimler haben künftig zudem die Möglichkeit, sich über die App „ Flex Location“ einen Arbeitsplatz an einem Daimler-Standort näher an ihrem Wohnort zu reservieren, um den Verkehr im Stadtgebiet Stuttgart zu entlasten. Ziel ist, zukünftig auch andere Unternehmen, Städte und Gemeinden für die Initiative F.L.O.W. zu gewinnen.

Des Weiteren planen die zu Daimler gehörende moovel Group und die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) in Stuttgart ein neues Mobilitätsangebot, das Kunden und Mitarbeiter flexibel und bedarfsgerecht buchen können. Ein sogenanntes „Pooling“-System bündelt Fahrtanfragen und ermöglicht das Teilen von Fahrten („Ride Sharing“). Das neue Angebot wird bereits getestet und soll im ersten Halbjahr 2018 unter dem Namen „SSB Flex“ mit der SSB als Betreiber starten.

Darüber hinaus hat Daimler weitere Maßnahmen ergriffen, um die Luftqualität in Städten weiter zu verbessern. So wurde die Pkw-Umtauschprämie für Euro 6-Diesel um ein Jahr verlängert. Zusätzlich wird das Unternehmen gemeinnützigen Diensten in Stuttgart rund 50 smart electric drive für die innerstädtische Nutzung zur Verfügung stellen. In den kommenden Jahren investiert das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Elektroflotte. Bis 2022 sollen mehr als zehn neue Elektrofahrzeuge in Serie gehen.

Unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung gehören für Daimler zusammen. In vielen gemeinwohlorientierten Projekten trägt das Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern, so auch mit der Initiative F.L.O.W.

Quelle: Daimler AG