Fahrzeuge mit COMAND Online vom aktuellen Typ der E- und S-Klasse verfügen nicht nur über die noch aktuellste NTG Version 5.5 – sondern sich auch die ersten Fahrzeuge von Mercedes-Benz mit Car2Car-Kommunikation. Mit dieser Option geben sich Fahrzeuge gegenseitig Informationen zur Verkehrslage oder zum Wetter weiter – und warnt so quasi vor Live-Gefahren auf der Strecke.

Registriert das Fahrzeug mit Car2Car Kommunikation einen Unfall oder gar einen Geisterfahrer auf der Strecke, teilt die Elektronik dies allen entgegenkommenden Fahrzeugen auf der Strecke – welche ebenfalls mit der Car2Car-Kommunikation ausgestattet sind. Gestartet wurde die Kommunikations-Möglichkeit dabei mit der Einführung der neuen E-Klasse, aber auch die Modellpflege der S-Klasse hat diese Option nun optional erhalten.

Die Situationen auf der Strecke können dazu vielfältig sein, z.B. durch ein Schleudern eines Fahrzeuges mit ESP-Eingriff auf einer vereisten Stelle – was gleichzeitig an alle anderen Autos gemeldet wird. Hier erhalten die entsprechenden Fahrzeugführer einen Hinweis auf Straßenglätte. Die Kommunikation geschieht dabei innerhalb von wenigen Sekunden – je nach Stärke des Mobilfunknetzes, über welche die Daten übermittelt werden. Die Meldungen laufen dazu über das Daimler Vehicle Backend – die „Mercedes Cloud“, wobei die Fahrzeugkenndaten im Backend entfernt werden. Die Warnung selbst wird danach grundsätzlich anonymisiert weitergereicht.

Als Mitteilungen werden u.a. Glatteisbildung, Starkregen, Unfälle, Pannen, Nebel übermittelt – jedoch auch eine Vollbremsung mit Auslösung der Warnblinkanlage oder später auch die Erkennung einer Wanderbaustelle. Weitere Mitteilungen sind dazu in Vorbereitung, zumal das System kontinuierlich weiter ausgebaut werden soll. Durch den Einsatz der Technologie werden Informationen über potentielle Gefahren im Straßenverkehr frühzeitig an die Fahrer weitergegeben, so dass sich diese darauf einstellen können und kritische Situationen möglichst vermieden werden.

Das die Car-2-Car Kommunikation flächendeckend vorhanden ist, wird es jedoch noch ein wenig andauern. Nach Schätzungen des Herstellers Mercedes-Benz müssten dazu etwa 20 Prozent aller Fahrzeuge mit einem solchen System ausgerüstet werden, um überhaupt einen positiven Effekt zu bemerken. Da System wird dazu in naher Zukunft bis zur A-Klasse ausgebaut.

Bilder: Daimler AG