Heute wurde eine weitere Geschichte für die Nachwelt gesichert: Nico Rosberg, amtierender Formel 1 Weltmeister, hat sein „Dienstfahrzeug“ heute mit in das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart begleitet. Das Fahrzeug ist ab Dienstag im Ausstellungsbereich Mythos 7: „Silberpfeile – Rennen und Rekorde“ zu sehen. Rosberg selbst zeigte sich im Anschluss noch den Fans.

Für Nico Rosberg war es heute durchaus etwas besonderes, „seinen“ Silberpfeil – als erster Formel 1 Weltmeister in einem Silberpfeil – persönlich in das Museum in Stuttgart-Untertürkheim zu begleiten. Dabei wurde der F1 W07 Hybrid mittels eines individuell entwickelten 40-Tonnen-Kran und eine an der Stahlbrücke erinnernder Krankorbs vom Straßenniveau des Atriums auf die Höhe des Mythos 7 – der Steilkurve im Mercedes-Benz Museum – eingebracht.

F1 W07 Hybrid in der Steilkurve des Museums
Der F1 W07 Hybrid fand dabei genau da Platz, wo bislang das Formel 1 Weltmeisterfahrzeug seines ehemaligen Teamkollegens Lewis Hamilton stand, welches vorab in die unternehmenseigene Sammlung verlagert wurde. „Das ist okay“ – so kommentierte Rosberg dies vor Ort. Das Klima zwischen den beiden Rennfahrern war zuletzt belastet.

Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich, zumal ich hier schon als 14-Jähriger war„. – so Rosberg beim Einbringen des Fahrzeuges im Museum, als sein Dienstwagen in den 1. Stock zur Steilkurve des Museums gebracht wurde. Dabei half Rosberg selbst mit, sein Fahrzeug in die passende Richtung  zu schieben.

Rosberg begeistert weiter der Motorsport
Rosberg selbst ist bekennender Klassik-Fan. Vor Ort verriet der Wiesbadener jedoch auch, das er Fan der elektrischen Rennserie Formel E sei – und er sich gerne verstärkt mit der Mobilität der Zukunft beschäftigen möge. „Das ist die Zukunft der ganzen Welt„, so der 32-Jährige. Mercedes will bekanntlich ab 2019 in der modernen Serie an den Start gehen.

Mit vor Ort war ebenso Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG und zuständig für die Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, der den Rennfahrer im Namen der Daimler AG in Stuttgart begrüßte.

Fanaktion auf der Open Air Bühne des Museums
Nach der Einbringung des Siegerfahrzeuges zeigte sich Nico Rosberg im Anschluss noch rund 90 Minuten den Fans. Dazu konnten 300 ausgewählte Motorsportbegeisterte – jeweils mit einer Begleitperson – auf der Open Air Bühne im Außenbereich des Mercedes-Benz Museums den Weltmeister hautnah erleben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Heiko Wasser, bekannter Sportjournalist und Formel 1-Kommentator.

Weltmeister-Silberpfeil F1 W07 Hybrid
Nico Rosberg ist der erste deutsche Fahrer, der mit einem Mercedes-Benz Silberpfeil in der Formel 1 Weltmeister geworden ist. Die Rennserie wird seit 1950 ausgetragen. Rosberg sichert sich im letzten Rennen der Saison 2016 den begehrten Titel. Insgesamt gewinnt der Motorsportler im vergangenen Jahr mit dem F1 W07 Hybrid neun Grands Prix und holt fünf zweite Plätze sowie zwei dritte Plätze. Gemeinsam holt das Team in der letzten Saison 19 von 21 Siegen; so viel wie noch nie. Mit dem Gesamtsieg geht für Rosberg nach zehn Jahren in der Formel 1 ein Lebenstraum in Erfüllung. Fünf Tage nach dem großen Triumph verkündet er seinen Abschied aus dem aktiven Formel 1-Sport.

Hybrid-Technologie in Serienfahrzeugen
Im Mercedes-Benz Museum trifft der neue Silberpfeil auf legendäre Rennfahrzeuge aus mehr als 120 Jahren Mercedes-Benz Motorsportgeschichte. Jedes einzelne steht auch für Technologieentwicklung. Aktuell sind seit 2014 in der Formel 1 Hybrid-Antriebe vorgeschrieben – und seitdem gehen kontinuierlich die Fahrerweltmeisterschaft sowie der Konstrukteurstitel an Mercedes-AMG Petronas Motorsport. Das unterstreicht die Kompetenz der Stuttgarter Marke bei der Entwicklung alternativer Antriebe.

Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist immer 17 Uhr. Anmeldung, Reservierung und aktuelle Informationen: Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 0711 17-30000, per E-Mail classic@daimler.com oder online unter: www.mercedes-benz.com/museum.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe