Fast fünf Jahrzehnte lang leuchtete der Mercedes-Stern des einstigen „Bonn-Center“ über der früheren deutschen Hauptstadt. Er war ein besonders präsentes Symbol für den Regierungssitz der Bundesrepublik – und das nicht nur in Bonn selbst, sondern über Foto- und Fernsehaufnahmen in der ganzen Welt.

Im geplanten Museum des vdh e. V. erhält dieses wichtige historische Kulturgut künftig ein neues Zuhause. Mercedes-Benz unterstreicht mit diesem Projekt gleich zweifach das Engagement in der aktiven Pflege der Markenhistorie: Zum einen wird die Arbeit eines der engagierten Markenclubs gefördert. Aber der Bonner Stern ist auch aus Perspektive der Markengeschichte bedeutsam. Bei diesem Stern handelt es sich um einen weißen Stern, wie er früher verwendet wurde. Heute glänzen die Markenzeichen metallisch-silbern, wie es die als Kühlersymbol verwendeten Mercedes-Sterne schon immer tun.

„Dass dieser Mercedes-Stern in einem unserer Marke gewidmeten Museum ausgestellt wird, ist für uns von großer Bedeutung“, sagt Christian Boucke, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Er ist Teil unserer Markenhistorie und zugleich ein wichtiger Zeitzeuge der ‚ Bonner Bundesrepublik’. Künftig kann ihn jeder erstmals besuchen und fast auf Augenhöhe bestaunen.“

Der Mercedes-Stern hat einen Durchmesser von acht Meter und ist damit ungefähr so hoch wie ein zweistöckiges Haus. Auf dem „ Bonn-Center“ vollzog er innerhalb von zwei Minuten eine Volldrehung. Eine leistungsstarke Beleuchtung sorgte nachts für eine hohe Strahlkraft vom Dach des früheren Hochhauses aus.

„Wir freuen uns sehr, dass uns dieser geschichtsträchtige Mercedes-Stern übergeben wird und wir ihn in unserem neuen Museum als zentralen Mittelpunkt ausstellen können“, sagt Horst Stümpfig, 1. Vorsitzender des vdh – www.mercedesclubs.de e. V. „Er wird inmitten des Ausstellungskonzepts mit zahlreichen Fahrzeugen ein zentrales Exponat sein. Insgesamt wird eine eindrucksvolle und einzigartige Inszenierung entstehen.“

vdh e.V. übernimmt Stern
Der vdh e. V. ist mit rund 7.000 Mitgliedern einer der größten offiziell anerkannten Markenclubs in Deutschland und hat sich der aktiven Pflege des Kulturguts klassischer Mercedes-Benz Fahrzeuge verschrieben. Das geplante eigene Museum im mittelfränkischen Ornbau, knapp 20 Kilometer südlich von Ansbach gelegen, hat künftig eine zentrale Bedeutung in der Vereinsarbeit. Die Eröffnung ist für 2019 geplant.

Ebenfalls im Jahr 2019 feiert das berühmte Markenzeichen ein Jubiläum: Am 24. Juni 1909 beantragt die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) Gebrauchs- musterschutz für den Dreizackstern. Seit dem Jahr 1910 wird er als Kühlersymbol verwendet – und ist bis heute eines der berühmtesten Markenzeichen der Welt. Bei der Fusion der DMG mit Benz & Cie. im Jahr 1926 zur damaligen Daimler-Benz AG werden auch die Produkt-Signets der beiden Unternehmen miteinander verbunden: Seitdem ist beispielsweise auf der Plakette jedes Mercedes-Benz der Dreizackstern vom Lorbeerkranz umgeben – auf Personenwagen wie Nutzfahrzeugen.

Weltweit gibt es 80 offiziell von Mercedes-Benz anerkannte Markenclubs mit insgesamt über 100.000 Mitgliedern. Mercedes-Benz Classic würdigt und unterstützt ihre Arbeit durch das professionelle Club Management und stellt unter anderem wichtige Kontakte zur Werkstatt, der Ersatzteilversorgung, dem Fahrzeughandel und den Archiven von Mercedes-Benz Classic her.

Mercedes-Stern des „Bonn-Center“
Der Mercedes-Stern auf dem Dach war das weithin leuchtende Wahrzeichen des „Bonn-Center“. Das Hochhaus wurde in den Jahren 1968 und 1969 nach einen Entwurf des Berliner Architekten Friedrich Wilhelm Gerasch als erstes größeres Geschäftszentrum im damaligen Parlaments- und Regierungsviertel erbaut. Mit 18 Stockwerken und einer Gesamthöhe von 60 Meter war es eines der höchsten Gebäude Bonns. Neben öffentlichen Geschäften und einem Hotel beherbergte die Stahlbetonkonstruktion zahlreiche Büroetagen, die unter anderem von Abgeordneten und Mitarbeitern des nahegelegenen Deutschen Bundestags und weiterer Regierungseinrichtungen, von Botschaften und von Verbänden genutzt wurden. Das machte das „ Bonn-Center“ zu einer bedeutsamen Einrichtung im früheren Bonner Regierungs- und Geschäftsleben. Um einem neuen Bauvorhaben Platz zu machen, wurde es nach der Entkernung am 19. März 2017 gesprengt und fiel planmäßig in sich zusammen.

Quelle/Bilder: Daimler AG