Der zuschaltbare Allradantrieb 4MATIC, der in den Dieselmodellen X 220 d 4MATIC und X 250 d 4MATIC verfügbar ist, meistert jedes Gelände. Mit ihm können die Vorderräder je nach Terrain elektrisch zu- und abge­schaltet werden. Mitte 2018 bietet Mercedes-Benz seinen Pickup auch mit permanentem Allradantrieb an. Damit gewährleistet die X-Klasse auch bei voller Geschwindigkeit auf der Straße maximale Performance und Traktion. Der permanente 4MATIC Allradantrieb wird ausschließlich in Verbindung mit dem Sechszylindermotor angeboten. Im Gelände haben beide 4MATIC-Varianten dank Low-Range-Untersetzung und optionaler Differenzialsperre an der Hinterachse dieselbe souveräne Durchsetzungskraft.

Das Fahrwerk mit seinen langen Federwegen und der Bodenfreiheit von bis zu 221 Millimetern bildet die Grundlage, damit der Allradantrieb seine volle Kraft zu Boden bringen kann. Ob zuschaltbarer oder permanenter Allradantrieb 4MATIC – die X-Klasse erklimmt mühelos Steigungen von bis zu 45 Grad, durchfährt Gewässer mit einer Tiefe von bis zu 60 Zentimetern und meistert souverän Schräglagen von fast 50 Grad.

Zuschaltbarer Allradantrieb 4MATIC – Beste Traktion im Gelände

Der zuschaltbare Allradantrieb kann während der Fahrt bei einer Geschwin­digkeit von bis zu 100 km/h per Drehschalter aktiviert werden. Dann schließt die Klauenkupplung und die Antriebskraft verteilt sich im festen Verhältnis von 50:50 auf Vorder- und Hinterachse. Zur Wahl stehen zwei Allradprogramme: 4H für leichte Geländefahrten und der Low-Range- Modus 4L für schweres Gelände wie Sand oder tiefer Matsch. Dann schaltet sich das serienmäßige Untersetzungsgetriebe ein und erhöht das Über­setzungsverhältnis von 1:1 auf 1:2,7. Dies führt zu einem höheren Dreh­moment und damit mehr Zugkraft. Optional steht zusätzlich eine 100-Prozent-Differenzialsperre für die Hinterachse zur Verfügung. Sie lässt sich über einen separaten Schalter im unteren Bedienfeld aktivieren.

Permanenter Allradantrieb 4MATIC – Souverän auf jedem Untergrund

Der permanente Allradantrieb 4MATIC startet in Kombination mit dem V6-Dieselaggregat Mitte 2018. Er sorgt für ein souveränes und eindeutig definiertes Fahrverhalten der X-Klasse – beispielsweise im Winter auf der Straße. Darüber hinaus ermöglicht er besseres Anfahren und Beschleunigen, besonders auf schlechtem Fahrbahnbelag oder bei ungünstigen Wetter­bedingungen. Der permanente Allradantrieb verfügt über ein zweistufiges Verteilergetriebe, das an das 7G-TRONIC PLUS Hauptgetriebe angeflanscht ist. Es ist mit einem Zentraldifferenzial in Planetenbauweise ausgestattet, das die Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterachse mit einer festen Momenten­verteilung von 40 zu 60 Prozent verteilt. Optimale Traktion garantiert eine kontinuierlich regelbare Längsdifferenzialsperre im Verteilergetriebe, die als elektromechanische Lamellenkupplung ausgeführt ist. Sie sorgt dafür, dass sich auf schwierigem Untergrund das Kraftschlusspotential aller vier Räder voll entfaltet.

Drei verschiedene Allradmodi sind wählbar: 4MAT für höhere Fahrdynamik und 4H für verbesserte Traktion im Gelände. Der 4L-Modus (Low Range) mit einer serienmäßigen Getriebeuntersetzung von 1:2,9 steht ebenfalls zur Wahl. Die maximale Geschwindigkeit im 4L-Modus beträgt 80 km/h. Zusätzlich ist auf Wunsch eine 100-Prozent-Differenzialsperre für die Hinterachse erhältlich. Die Kombination aus geregelter Längsdifferenzialsperre (0–1 00 Prozent), Hinterachssperrdifferenzial und Untersetzung sorgt für eine gute Performance auf und abseits der Straße.

Bergabfahrhilfe – Meistert komfortabel jeden Berg

Serienmäßig ist bei allen Allradmodellen die Bergabfahrhilfe DSR (Downhill Speed Regulation) an Bord. Sie hält auf steilen Gefällstrecken mittels Bremseingriffen eine definierte Geschwindigkeit von acht km/h in den Allradmodi 4MAT und 4H sowie fünf km/h im 4L-Modus konstant ein. Wenn der Fahrer das Gas- oder Bremspedal betätigt, schaltet DSR in den Passivmodus. Sobald das Pedal losgelassen wird und die Geschwindigkeit weniger als 35 km/h bei 4MAT und 4H oder weniger als 25 km/h bei 4L beträgt, wird sie wieder aktiv. Bei höheren Geschwindigkeiten schaltet die Bergabfahrhilfe in den Standby-Modus. Sie wird über einen Schalter im unteren Bedienfeld in der Mittelkonsole ein- und ausgeschaltet.

Ebenfalls serienmäßig – auch bei allen Modellen mit Hinterradantrieb – ist der Berganfahr-Assistent. Er sorgt dafür, dass sich Anfahrvorgänge an Steigungen sehr komfortabel durchführen lassen. Nach dem Lösen des Bremspedals wird der Bremsdruck für rund zwei Sekunden aufrechterhalten. Dies ermöglicht einen stressfreien Wechsel des Fußes vom Brems- zum Fahrpedal, ohne dass das Fahrzeug zurückrollt. Der Anfahr-Assistent ist bereits ab geringen Steigungen aktiv. Beim Anfahren in der Ebene, bergab oder bei Betätigung der Handbremse wird er nicht aktiviert.

Quelle: Daimler AG / Bilder: Philipp Deppe