Heute wurde mit der Grundsteinlegung für das neue Mercedes-Benz Motorenwerk im polnischen Jawor begonnen. Der offizielle Baustart erfolgte im Beisein von Polens stellvertretendem Ministerpräsidenten und Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Mateusz Morawiecki. Der neue Standort in Jawor, der auf einer Fläche von rund 50 Hektar entsteht, ist das erste Werk von Mercedes-Benz in Polen. Daimler investiert in den neuen Produktionsstandort von Vierzylindermotoren für Mercedes-Benz Pkw rund 500 Millionen Euro; dadurch werden rund 500 Arbeitsplätze entstehen.

Das neue Werk wird durch modernste Fertigungsmethoden und innovative Industrie 4.0 Technologien den Maßstab in der weltweiten Powertrain-Produktion setzen. Geplant ist neben modernsten Anlagen und Technologien die Nutzung von Digitalisierungspotentialen, beispielsweise bei App-basierten Anwendungen im Personalbereich und im Energiemanagement. Durch agile Produktionssysteme soll eine flexible Produktion ermöglicht werden, sodass verschiedene Motorvarianten auf derselben Linie produziert werden können. „Wir haben hier in Jawor die Möglichkeit, ein neues Werk für moderne und hocheffiziente Motoren nach fortschrittlichen Standards und nach unseren spezifischen Anforderungen zu bauen“, so Dr. Andreas Schenkel. „In der Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern aus Politik und Wirtschaft haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit hier in Jawor.“

„Das neue Motorenwerk in Polen ist ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars. Mit dem neuen Standort in Jawor stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher“, so Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain. „Wir richten unser globales Produktionsnetzwerk auf die Zukunft aus und zeigen, dass wir beides können, Sprint und Marathon: Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage produzieren wir in den nächsten Jahren konventionelle Motoren für Hybridfahrzeuge und Verbrenner in steigender Stückzahl und in bewährter Mercedes-Benz Top Qualität, gleichzeitig machen wir unser Produktionsnetzwerk langfristig fit für die Elektromobilität.“

Zum Startschuss für die Baumaßnahmen kamen auch weitere Gäste aus der polnischen Politik wie Elżbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei und Tadeusz Kościński, Unterstaatssekretär im Entwicklungsministerium,und zeigten damit wie wichtig das Projekt für Land und Region sind. Auch Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, und Dr. Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, sowie weitere Gäste nahmen teil.

„Wir heißen unsere polnischen Kollegen im globalen Powertrain-Produktionsverbund willkommen und freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit“, so Frank Deiß. „Alle unsere Standorte sind eng verzahnt und profitieren vom gegenseitigen Knowhow-Transfer. So stellen wir die bewährte Mercedes-Benz Qualität sicher.“ Die Qualifizierung der polnischen Mitarbeiter soll im Lead-Werk Untertürkheim sowie im thüringischen Kölleda stattfinden. Außerdem soll es Vor-Ort-Einsätze von Mitarbeitern aus Deutschland geben, die als Multiplikatoren ihr Knowhow an die polnischen Kollegen weitergeben. Zum Qualifizierungskonzept des neuen Motorenwerks soll außerdem eine enge Zusammenarbeit mit lokalen polnischen Berufsschulen gehören.

Mateusz Morawiecki betonte: „Polen setzt auf ausländische Investoren, die unser Wirtschaftssystem mit Hightech-Lösungen stärken. Es ist eine sehr gute Nachricht für uns alle, dass Polen ein strategischer Investitionsstandort für ein Unternehmen wie Daimler ist. Die Investition eröffnet ganz neue Geschäftsperspektiven für zahlreiche – vor allem regionale – Zulieferer und beinhaltet auch eine offene Zusammenarbeit mit Hochschulen und beruflichen Ausbildungsstätten. Polen wird zum europäischen Spitzenreiter in puncto Innovation und Greenfield-Investitionen und verwirklicht damit eines der Ziele der Strategie für nachhaltige Entwicklung.“

Quelle: Daimler AG