Am 19. Mai 1987 stellte Mercedes-Benz auf der Kommunalfahrzeugmesse IFAT in München erstmals einen U 600 Unimog aus der Baureihe 407 als Prototyp vor. Hauptmerkmale waren bereits hier ein geräumigeres Fahrerhaus und ein neues Getriebe. Die Baureihe 407 war dabei der Startschuss für eine Neustrukturierung des gesamten Unimog-Typenprogrammes.

Baureihe 407 und 417
In der Unimog-Reihe steht der 407 in direkter Linie des Ur-Mog und löste als Serienmodell im Jahre 1988 den Unimog 421 ab. Die Baureihe 417 ersetzte die Baureihen 403, 406 sowie 413 und 416. Der größte Unterschied bestand vorrangig in Bedienungs- und Komfort-Aspekten, der eigentliche Fortschritt lag aber beim enormen Leistungsspektrum des Getriebes der Baureihe 407. Typisch für die Baureihe 407 war dabei auch das traditionelle Fahrerhaus mit seinen eher rundlichen Formen, dem das Werk nun aber Annehmlichkeiten, wie mehr Bewegungsfreiheit oder eine optimierte Sicht auf die Frontgeräte verschaffte. Neu war auch ein modernes Armaturenbrett, sowie eine Frontscheibe aus Verbundglas. Neu war auch eine verbesserte Geräuschdämmung.

Als U 600 sorgte der OM 616 für Vortrieb, im U 417 kamen die Motoren vom Typ OM 314 und OM 352 zum Einsatz, später auch der OM 366. Von der Baureihe 407 wurden von 1988 bis 1992 rund 789 Fahrzeuge im Werk Gaggenau produziert, von der Baureihe 407 ca. 2.200 EInheiten. Der Nachfolger von 407 und 417 war 1992 die Baureihe 408 und 418.

Bilder: Daimler AG / Unimog-Community