Im Grunde sind die wenigen Buchstaben, die wir als Überschrift zur Verfügung haben, viel zu wenig für die Modifikation des C 63 S Edition 1 Coupés des Veredlers Domanig, welches nicht nur über 730 PS sowie 1.020 Nm Drehmoment verfügt – oder bis 334 km/h sprintet. Die Veränderung am Fahrzeug von Mercedes-AMG sind zu umfangreich, als zuerst gedacht.

Fahrmaschine mit perfekten Handling und Top Traktion
Der größte Aufwand, den Domanig bei den Umbauarbeiten des Coupés betrieben hat, war wohl die Entwicklung von einigen neuen Achsteilen für verbesserte Sturzwerte nach einer Tieferlegung. In Zusammenarbeit mit der Firma IMSA und gefrästen Schmiedeteilen für Vorder- sowie Hinterachse liegen Sturzwerte von 1°30min auf der Hinterachse, sowie 2° auf der Vorderachse an.

Ohne Veränderung wären die Sturzwerte bei weit über 3°, – unfahrbar für die meisten Reifenfreigaben, die nur bis maximal 2° zulassen.

In Großostheim, Heimat von Domanig selbst, verspricht man hier eine nahezu perfekte Traktion sowie Handling – weit mehr, als die Serieneinstellung (VA 2°20min und HA 2°). Somit ideal für die normale Straße, wo das Fahrzeug auch meistens bewegt wird. Die Tieferlegung von 40-50 mm erfolgte mittels KW Gewindefedernsatz sowie JRZ Dämpfer (Domanig-IMSA) mit Achsteilen von Domanig-IMSA.

Verbesserter Fahrkomfort
Die Seriendämpfer des Fahrzeuges wurden parallel ausgetauscht, – und gegen Rennsportdämpfer mit Druckausgleichsbehälter – jeweils ein Behälter pro Dämpfer – mit einer 14-fachen Verstellstufe. Auch hier wurde größte Wert darauf gelegt, eine wesentlichere weichere Dämpfereinstellung wählen zu können – ohne das Fahrzeug jedesmal auf eine Hebebühne fahren zu müssen. Im Motorraum können so durch eine rote Stellschraube über den Dämpfern die Zugstufe variiert werden. Für die Druckstufe ist der Ausgleichsbehälter hinter den Scheinwerfern angebracht (so auch im Kofferraum).

3-teilige Schmiedefelgen
Bei den Felgen wurden 3-teilige Domanig Schmiede Felgen vom Typ D-Ultralight „five twin spoke“ verbaut, die passend zum Folierung der Edition 1 mit gelben Innenbetten versehen sind. Auf der Vorderachse rollt das Fahrzeug mit 10.5×20, auf der Hinterachse mit 12×21 – in Verbindung mit Michelin Super Sport 265/30ZR20 sowie 305/25ZR21. Für den entsprechenden Freigang wurden die Karosserieteile ohne Nachlackierung bearbeitet – was von aussen jedoch unbemerkt bleibt.

Für die Optik wurden alle Originalschriftzüge in schwarz-glanz lackiert – inkl. Grilleinsatz und Türgriffe und dem Mercedes-Benz Stern am Heckdeckel. Die Endohre sind in schwarz-glanz emailliert ausgeführt.

0 auf 200 in 9.4 Sekunden
Die Leistungssteigerung wurde mittels IMSA in Brüggen vorgenommen, was im Ergebnis das Fahrzeug auf 730 PS sowie 1.020Nm Drehmoment bringt. Hier erfolgte der Einsatz eines IMSA Turboladers, Downpipes mit Metall-Sportkats für Euro-6 Norm, sowie IMSA Ladeluftkühler upgrade. Parallel wurde ein Sportluftfilter eingesetzt und das Motormanagment sowie das Getriebemanagement entsprechend modifiziert. Je nach V-Max Reifenfreigabe läuft das Fahrzeug aus Affalterbach so bis maximal 334 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 absolviert das Coupé in 3.5 Sekunden – auf 200 km/h gar nur in 9.4 Sekunden.

Bilder: Karsten Werner / light-artist.de