Erneut stellt die Mercedes-Benz Classic Abteilung auf der Techno Classica in Essen automobile Klassiker aus. Im Jahr 2017 zeigen insgesamt 11 Fahrzeuge aus mehr als 110 Jahren die sportlichen Gene der Marke Mercedes. Die Exponate reichen dabei vom Mercedes-Simplex mit 40 PS aus dem Jahr 1903 bis zum aktuellsten Modell – dem Mercedes-AMG GT C Roadster in der exklusiven Edition 50. Wir haben uns in Essen am Montag umgesehen.

Mercedes-Benz Classic @ Techno Classica 2017
Von der Geburt des modernen Automobils aus dem Motorsport heraus bis zur hohen Kunst der kultivierten Sportlichkeit: Diese Geschichte erzählt Mercedes-Benz Classic auf der Techno Classica 2017 in Essen unter dem Titel „Sportlichkeit liegt in unseren Genen“. Auf knapp 3.600 Quadratmetern zeigt die Classic Abteilung von Mercedes-Benz aus Stuttgart dabei insgesamt 10 Fahrzeuge aus der unternehmenseigenen Sammlung, – sowie den AMG GT C Roadster und sechs weitere Fahrzeuge aus der ALL TIME STARS Kollektion, dem Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic.

Vom Simplex 40 PS zum AMG GT C Roadster
Das älteste ausgestellte Fahrzeug ist der Mercedes-Simplex 40 PS aus dem Jahr 1903. Dieser Typ steht für das erste moderne Automobil und dominiert zugleich das seinerzeit prestigeträchtige Renngeschehen an der französischen Riviera rund um Nizza. Zu den weiteren Exponaten gehören wegweisende Vertreter der Kompressor-Ära – beispielsweise der Mercedes-Benz Typ S (W 06) oder der 540 K Stromlinienwagen (W 29) – und besonders sportliche Mercedes-Benz Modelle der Nachkriegszeit. Neben exklusiven Serienfahrzeugen wird auch der 300 SLR (W 196 S) gezeigt, das so genannte „Uhlenhaut-Coupé“. Das Coupé ist die geschlossene Variante des überaus erfolgreichen 300 SLR Rennsportwagens der Saison 1955 und markiert die Krönung des Motorsport-Engagements von Mercedes-Benz von den 1930er- bis in die 1950er-Jahre. Lediglich zwei Exemplare davon werden gebaut. Beide sind Teil der unternehmenseigenen Fahrzeugsammlung und gelten heute als die wohl wertvollsten Automobile der Welt. Das Gegenstück des gezeigten Fahrzeuges ist im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu besichtigen.

ALL TIME STARS – der Autohandel von Mercedes-Benz Classic
ALL TIME STARS zeigt auf der Techno Classica 2017 einen Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198) aus dem Jahr 1960, sowie ein 280 SE 3.5 Cabriolet der Baureihe W 111 von 1971. Aus dem Jahr 1975 zeigt man einen Mercedes-Benz 230.6 der Baureihe W 114, sowie von 1982 einen 230 E der Baureihe 1982 sowie einen R 107 300 SL von 1987 sowie einen 300 SL der beliebten Baureihe R 129 aus 1991.

Noch bis 9. April 2017 geöffnet
Die 29. Techno Classica findet vom 5. bis 9. April 2017 in der Messe Essen statt. Die „Weltmesse für Oldtimer, Classic- und Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Clubtreff“ gilt als weltweit größte Veranstaltung ihrer Art.  Von Donnerstag, 6. April, bis Sonntag, 9. April 2017, ist die Messe jeweils noch von 9:00 bis 18:00 Uhr (Freitag: bis 19:00 Uhr) geöffnet.

Techno Classica 2017: Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic

Mercedes-Simplex 40 PS, 1903

Der Mercedes-Simplex 40 PS löst im März 1902 den legendären Mercedes 35 PS ab. Der Namenszusatz „Simplex“ verweist dabei auf die aus damaliger Sicht einfache Handhabung des neuen Modells. Sein direkter Vorgänger hat im Dezember 1900 erstmals eine eigenständige Form des Automobils definiert. Charakteristische Merkmale sind die langgestreckte Form, der leichte, tief im Rahmen eingebaute Hochleistungsmotor und der organisch in die Front integrierte Kühler, der als Bienenwabenkühler zum markenprägenden Erkennungszeichen wird. Der Mercedes 35 PS markiert den endgültigen Abschied vom branchenweit vorherrschenden Kutschenstil und gilt damit als erstes modernes Automobil. Gleich bei seiner Einführung ist der neue Mercedes-Simplex im Motorsport erfolgreich. Der Engländer E. T. Stead gewinnt das Bergrennen Nizza–La Turbie vor Georges Lemaitre und Wilhelm Werner, beide ebenfalls auf 40 PS, und kann Werners Vorjahresrekord noch verbessern. Beim Meilenrennen erreichen die 40 PS Geschwindigkeiten von über 100 km/h. Ausgeliefert im März 1903, ist das weiße Exemplar aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic eines der ältesten noch erhaltenen Fahrzeuge der Marke Mercedes.

Technische Daten Mercedes-Simplex 40 PS
Produktionszeitraum: 1902 bis 1910
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 6.785 Kubikzentimeter
Leistung: 29 kW (40 PS) bei 1.100/min
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

 

Mercedes-Benz Typ S (W 06), 1927

Der Mercedes-Benz Typ S aus dem Jahr 1927 ist der erste einer Reihe von Kompressorsportwagen, die als „weiße Elefanten“ den Motorsport der späten 1920er-Jahre dominieren und Weltruhm erlangen. Das „S“ steht für Sport – und der Name ist Programm: Der erste Renneinsatz, das Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring am 19. Juni 1927, endet mit einem Dreifachsieg für Mercedes-Benz. Sieger ist Rudolf Caracciola, der später zum erfolgreichsten Rennfahrer der Vorkriegszeit avanciert. Insgesamt holt er elf Gesamtsiege und Klassensiege in diesem Jahr. Zu den Triumphen der Marke gehört auch der Dreifachsieg beim Großen Preis von Deutschland für Sportwagen auf dem Nürburgring am 17. Juli 1927, als Otto Merz, Christian Werner und Willy Walb auf Mercedes-Benz Typ S das Rennen dominieren. In der Rennausführung bleibt der Typ S zwar den Werksfahrern vorbehalten, er ist auch aber als exklusiver Straßensportwagen erhältlich, mit dem zahlreiche Privatfahrer erfolgreich bei Wertbewerben starten. Bis 1928 werden insgesamt 146 Exemplare gebaut. Aus dem Typ S („Sport“) entstehen 1928 die Typen SS („Super-Sport“) und SSK („Super-Sport Leicht“) und 1931 der SSKL („Super-Sport Leicht Kurz“).

Technische Daten Mercedes-Benz Typ S
Produktionszeitraum: 1927 bis 1928
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 6.789 Kubikzentimeter
Leistung: 88 kW (120 PS), mit Kompressor 132 kW (180 PS) bei 3.000/min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

 

Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen (W 29), 1938

Der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen krönt die Entwicklung aerodynamisch optimierter Mercedes-Benz Fahrzeuge in den 1930er-Jahren. Die Serienversion des Achtzylinder-Kompressorwagens ist seit 1936 das sportliche Topmodells der Stuttgarter Marke und steht zudem für Exklusivität, Luxus und Eleganz. Das 1938 ursprünglich als Wettbewerbsfahrzeug konzipierte Einzelstück setzt technisch wie ästhetisch Maßstäbe. Damit stellt sich Mercedes-Benz an die Spitze einer Entwicklung, welche seinerzeit die gesamte Automobilindustrie beschäftigt: Der rasante technische Fortschritt und das wachsende Netz der Schnellstraßen lassen die möglichen Reisegeschwindigkeiten steigen, und die Aerodynamik wird gerade auch unter Effizienzaspekten zunehmend wichtiger. Mit den fließenden Linien und der niedrigen Silhouette seiner Aluminium-Karosserie, den minimierten Störquellen an der Oberfläche und dem verkleideten Unterboden setzt der Stromlinienwagen die Erkenntnisse der Forschung beispielhaft um – er hat einen sensationell niedrigen Luftwiderstandsbeiwert cW von 0,36. Nach einer aufwendigen Restaurierung präsentiert Mercedes-Benz das Fahrzeug 2014 erneut der Öffentlichkeit.

Technische Daten Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen
Produktionszeitraum: 1938
Zylinder: 8/Reihe
Hubraum: 5.401 Kubikzentimeter
Leistung: 85 kW (115 PS), mit Kompressor 132 kW (180 PS) bei 3.400/min
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h

 

Mercedes-Benz 300 SLR „Uhlenhaut-Coupé“ (W 196 S), 1955

Die geschlossene Ausführung des 300 SLR Rennsportwagens ist ein besonderer Meilenstein der faszinierenden Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz. Die Coupé-Version entsteht 1955, um Fahrern und Beifahrern des Mercedes-Benz Teams bei den strapaziösen Langstreckenrennen der kommenden Saison besseren Schutz zu bieten. Zwei Exemplare dieses Rennsport-Prototyps mit Flügeltüren werden gebaut. Sie kommen jedoch nie zum Wettbewerbseinsatz, da sich die Stuttgarter Marke nach dem Titelgewinn des Jahres 1955 nicht nur aus der Formel 1, sondern auch aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft zurückzieht. Ingenieur Rudolf Uhlenhaut, Leiter der Pkw-Entwicklung von Mercedes-Benz und Vater des 300 SL, nutzt das Coupé immer wieder als Dienstwagen auf seinen Fahrten quer durch Europa. Er stellt damit die enorme Alltagstauglichkeit des 300 SLR unter Beweis. Dazu tragen auch ein Aufsehen erregender Langstreckentest über 3.500 Kilometer sowie die nicht minder spektakuläre Messung der Höchstgeschwindigkeit bei, die die Schweizer Fachzeitschrift „ Automobil Revue“ 1956 mit einem der beiden Fahrzeuge durchführt. Der Wagen erhält den Beinamen „Uhlenhaut-Coupé“ und wird zum Traumsportwagen der 1950er-Jahre.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SLR „ Uhlenhaut-Coupé“
Produktionszeitraum: 1955
Zylinder: 8/Reihe
Hubraum: 2.982 Kubikzentimeter
Leistung: 228 kW (310 PS) bei 7.400/min
Höchstgeschwindigkeit: 284 km/h

 

Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 (W 109), 1969

Auf dem Genfer Automobil-Salon im März 1968 debütiert der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 als neues Spitzenmodell der 1965 eingeführten Oberklasse-Modellreihe W 109. Die Premiere wird zur Sensation, denn dieses Fahrzeug hat die Fachwelt nicht erwartet. Angetrieben wird der 300 SEL 6.3 vom 6,3-Liter-V8-Motor des Typs 600 (W 100). Die leistungsstarke Luxuslimousine verbindet zeitlose Eleganz mit den Fahreigenschaften eines Sportwagens ihrer Zeit: Aus dem Stand beschleunigt das Oberklassefahrzeug in 7,4 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 220 km/h. Zu der für damalige Verhältnisse üppigen Serienausstattung gehören Luftfederung, Automatikgetriebe, Servolenkung, elektrische Fensterheber, Velourspolsterung und Zentralverriegelung. Äußerlich ist der 300 SEL 6.3 nur an den breiteren Reifen, den Halogen-Doppelscheinwerfern und den zusätzlichen Weitstrahlern zu erkennen. Der 300 SEL 6.3 macht die luxuriöse Hochleistungslimousine salonfähig und entsteht bis 1972 in 6.526 Exemplaren. Bei Umfragen zum Thema Luxuswagen belegt das Spitzenmodell in den USA den ersten Platz und erhält den Titel „greatest sedan in the world“ („die großartigste Limousine der Welt“).

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SEL 6.3
Produktionszeitraum: 1968 bis 1972
Zylinder: V8
Hubraum: 6.332 Kubikzentimeter
Leistung: 184 kW (250 PS) bei 4.000/min
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h

 

Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 (W 201), 1984

Der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 erscheint im September 1983 als sportliches Spitzenmodell der Kompaktklasse-Baureihe W 201, das dank Vierventiltechnik eine Leistung von 163 kW (185 PS) entwickelt. Äußerlich ist der 190 E 2.3-16, der in Rauchsilber und Blauschwarz metallic angeboten wird, insbesondere an seinem Flügelspoiler auf dem Heckdeckel erkennbar. Bereits vor seiner Premiere auf der IAA stellt der „Sechszehnventiler“ mit einer Rekordfahrt im August 1983 sein Leistungspotenzial und seine Standfestigkeit unter Beweis: Drei serienmäßige 190 E 2.3-16 erzielen auf dem Rundkurs im süditalienischen Nardò Langstreckenweltrekorde über 25.000 Kilometer, 25.000 Meilen und 50.000 Kilometer mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von nahezu 250 km/h. Beim Eröffnungsrennen des neuen Nürburgrings am 12. Mai 1984 gehen 20 identische seriennahe Fahrzeuge des 190 E 2.3-16 an den Start. Mit einem Überrollkäfig ausgerüstet, werden sie im sportlichen Wettkampf von den seinerzeit besten Rennfahrern über die neu eröffnete Strecke gefahren. Sieger des Rennens wird der damals 24 Jahre alte Ayrton Senna, der sich bereits als größtes Nachwuchstalent der Formel 1 einen Namen gemacht hat.

Technische Daten Mercedes-Benz 190 E 2.3-16
Produktionszeitraum: 1984 bis 1988
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.299 Kubikzentimeter
Leistung: 163 kW (185 PS) bei 7.200/min
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h

 

Mercedes-Benz E 500 Limited (W 124), 1994

Mit der „Mittleren Mercedes-Klasse“ setzt Mercedes-Benz Ende 1984 Maßstäbe in Sachen Aerodynamik: Die Limousinen aus der Ahnenreihe der heutigen E-Klasse haben einen cW-Wert von nur 0,29. In Verbindung mit einer reduzierten Stirnfläche und konsequentem Leichtbau macht dieser Aerodynamik-Bestwert den W 124 in seiner Klasse zu einem Musterbeispiel an Effizienz. Als der Typ 500 E im Oktober 1990 als neues Topmodell der Baureihe präsentiert wird, sind Fachwelt und Publikum ebenso überrascht wie gut 22 Jahre zuvor beim Debüt des 300 SEL 6.3. Auch der 500 E ist äußerlich erst auf den zweiten Blick von seinen Schwestermodellen zu unterscheiden, doch seine Fahrleistungen rücken ihn in eine andere Liga. Angetrieben wird die Sportlimousine von einem 235 kW (320 PS) starken, aus dem 500 SL (R 129) bekannten Fünfliter-V8-Vierventilmotor. Mit dem serienmäßigen Viergang-Automatikgetriebe erreicht der 500 E aus dem Stand in 5,9 Sekunden 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt. Ab Juni 1993, als die mittlere Baureihe den Namen E-Klasse bekommt, heißt der V8-Spitzensportler E 500. 1994 erscheint das Sondermodell E 500 Limited mit besonders exklusiver Ausstattung.

Technische Daten Mercedes-Benz E 500 Limited (W 124)
Produktionszeitraum: 1994 bis 1995
Zylinder: V8
Hubraum: 4.973 Kubikzentimeter
Leistung: 235 kW (320 PS) bei 5.600/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

 

Mercedes-Benz C 36 AMG (W 202), 1997

Der Mercedes-Benz C 36 AMG ist das erste Fahrzeugmodell, das Mercedes-Benz und die 1967 gegründete AMG Motorenbau- und Entwicklungs-Gesellschaft mbH gemeinsam entwickeln. Grundlage dafür ist der im Oktober 1990 geschlossene Kooperationsvertrag zwischen den beiden Unternehmen, der 1998 in die Gründung der Mercedes-AMG GmbH mündet. Das Spitzenmodell der C-Klasse Baureihe W 202 hat im September 1993 auf der IAA in Frankfurt Premiere. Angetrieben wird der C 36 AMG von einem 3,6-Liter-Sechszylinder-Motor, den AMG aus der bewährten 3,2-Liter-Variante des M 104, einem Reihensechszylinder mit Vierventiltechnik, entwickelt hat. Die Serienproduktion läuft Anfang 1994 an. Das Topmodell der C-Klasse hat auf Anhieb Erfolg und wird zum ersten Großserienmodell in der Geschichte von Mercedes-AMG: Bereits im März 1997 wird das 5.000. Exemplar ausgeliefert. Ein halbes Jahr später, nach mehr als 5.200 produzierten Fahrzeugen, wird der C 36 AMG im Herbst 1997 vom Mercedes-Benz C 43 AMG abgelöst, der ersten C-Klasse mit V8-Motor. Im Juni 1996 begründet der C 36 AMG eine bis heute andauernde Tradition, als die Marke aus Affalterbach zum ersten Mal das offizielle Safety Car der Formel 1 stellt.

Technische Daten Mercedes-Benz C 36 AMG
Produktionszeitraum: 1994 bis 1997
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 3.606 Kubikzentimeter
Leistung: 206 kW (280 PS) bei 5.750/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)

 

 

Mercedes-Benz CL 55 AMG „ F1 Limited Edition“ (C 215), 2000

Der CL 55 AMG erscheint Ende 1999 als besonders sportliche Variante der im Frühjahr eingeführten Coupé-Baureihe C 215, eines Vorgängers der heutigen S‑Klasse Coupés. Im Sommer 2000 debütiert der CL 55 AMG „F1 Limited Edition“, der in einer exklusiven Kleinserie von 55 Exemplaren entsteht. Das limitierte Sondermodell ist das weltweit erste Automobil mit Straßenzulassung, das über eine besonders leistungsfähige Keramik-Bremsanlage verzögert. Bei einer Vollbremsung aus Höchstgeschwindigkeit erbringen die innen belüfteten Bremsscheiben aus faserverstärkter Keramik eine Bremsleistung von rund 1.471 kW (2.000 PS). Die Vorteile der bei Serienfahrzeugen seinerzeit völlig neuartigen Technologie liegen in der extrem hohen Hitzebeständigkeit und dem geringeren Gewicht der Bremsscheiben, das gegenüber der konventionellen Stahlausführung um 60 Prozent niedriger ausfällt. Die spürbare Reduzierung der ungefederten Massen ermöglicht dem Fahrer des Sondermodells ein Plus an Fahrdynamik und Fahrspaß. Mit dem CL 55 AMG „F1 Limited Edition“ und seiner Keramik-Bremse unterstreicht Mercedes-Benz erneut seine Führungsrolle bei der Einführung zukunftsweisender Technologien im Automobilbau.

Technische Daten Mercedes-Benz CL 55 AMG „F1 Limited Edition“
Produktionszeitraum: 2000 bis 2001
Zylinder: V8
Hubraum: 5.439 Kubikzentimeter
Leistung: 265 kW (360 PS) bei 5.500/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch abgeregelt)

 

Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series (C 197), 2013

Das Flügeltüren-Coupé SLS AMG ist der erste von Mercedes-AMG eigenständig entwickelte Seriensportwagen. Nach seiner Präsentation auf der IAA 2009 kommt der spektakuläre Supersportwagen 2010 auf den Markt. Seit 2011 wird der vom Serienfahrzeug abgeleitete SLS AMG GT 3 als FIA-homologierter Rennwagen im Kundensport eingesetzt. Diese Rennversion inspiriert die Ingenieure bei der Entwicklung des SLS AMG Coupé Black Series. Das im Frühjahr 2013 als Highend-Variante vorgestellte Sondermodell wird gemäß der Strategie „AMG Lightweight Performance“ hinsichtlich Fahrdynamik und Leichtbau noch einmal optimiert: Mit seinem Leergewicht von 1.550 Kilogramm nach DIN und der auf 464 kW (631 PS) gesteigerten Motorleistung erreicht der SLS AMG Black Series ein Leistungsgewicht von 2,45 Kilogramm/PS. Außerdem erhält er das AMG RIDE CONTROL Performance Fahrwerk, eine AMG Hochleistungs-Keramik-Verbundbremsanlage und gewichtsoptimierte AMG Leichtmetallräder in Schmiedetechnologie mit neu entwickelten Sportreifen. Um den Schwerpunkt zu senken, ist das AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang-Sportgetriebe 10 Millimeter tiefer positioniert. Das Fahrzeug beschleunigt aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf 100 km/h.

Technische Daten Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series
Produktionszeitraum: 2013 bis 2014
Zylinder: V8
Hubraum: 6.208 Kubikzentimeter
Leistung: 464 kW (631 PS) bei 7.400/min
Höchstgeschwindigkeit: 315 km/h

Techno Classica 2017: Die ALL TIME STARS Fahrzeuge

Bei den von ALL TIME STARS auf der Fachmesse gezeigten Fahrzeugen kann es kurzfristig zu Änderungen kommen.

 

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198 II, 1960)

Der 300 SL Roadster hat auf dem Genfer Automobilsalon vom 14. bis zum 24. März 1957 Premiere. Er löst den 300 SL „Gullwing“ ab, das erfolgreiche Flügeltür-Coupé, welches seit 1954 gebaut wird. Insbesondere im nordamerikanischen Markt haben Kunden auf eine offene Version des 300 SL gedrungen. Technisch unterscheidet sich der Roadster in zahlreichen Details vom Coupé. Insbesondere müssen die Ingenieure den Gitterrohrrahmen des 300 SL „Gullwing“ verändern. Er wird an den Seiten der Karosserie neu konstruiert, sodass Raum zum Einbau klassischer Türen entsteht, während die Verwindungssteifigkeit der Karosserie erhalten bleibt. Im Heck wird der Rahmen ebenfalls verändert. So entsteht Platz zum Einbau der Eingelenk-Pendelachse mit Ausgleichsfeder, außerdem wird ein praktisch nutzbarer Kofferraum geschaffen. Schließlich soll der Roadster noch viel stärker als das Coupé die Rolle eines sportlichen Reisewagens in der Tradition des luxuriösen Mercedes-Benz 300 Sc erfüllen. Ab 1961 erhält der W 198 II zudem Dunlop-Scheibenbremsen. Auch das Design des Roadsters unterscheidet sich – neben dem Wegfall des Dachs – in verschiedenen Details vom Coupé: An der Front weist der offene Sportwagen senkrecht stehende Leuchteinheiten auf. Sie fassen Scheinwerfer, Nebelleuchten und Blinker unter einem gemeinsamen Deckglas zusammen. Dieses Element wird in den nächsten Jahren das Erscheinungsbild der Mercedes-Benz Personenwagen prägen. Konstruktiv notwendig ist ein Faltverdeck, das wegen seiner einfachen Bedienbarkeit als das am schnellsten von Hand zu öffnende und zu schließende Verdeck seiner Zeit gilt. Anderthalb Jahre nach der Markteinführung des W 198 II ist auch das von Beginn an geplante Hardtop lieferbar. Den Motor des W 198 übernehmen die Ingenieure zunächst unverändert. Dieser Dreiliter-Sechszylinder-Reihenmotor M 198 I mit Benzineinspritzung und einer Leistung von 158 kW (215 PS) hat einen Graugussblock. Er wird 1962 durch den um 44 Kilogramm leichteren Aluminium-Zylinderblock des 300 SE (W 112) ersetzt. Bis 1963 entstehen insgesamt 1.858 Exemplare des 300 SL Roadsters.

Der auf der Techno Classica von ALL TIME STARS präsentierte 300 SL Roadster stammt aus dem Jahr 1960. Er ist durch die Experten von Mercedes-Benz Classic werksrestauriert worden.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198 II)
Produktionszeitraum: 1957 bis 1963
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 158 kW (215 PS) bei 5.800/min
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 250 km/h

 

Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet (W 111), 1971

Die 1961 vorgestellten Cabriolets der „Heckflossen“-Oberklasse begeistern schon während der Bauzeit mit ihrer zeitlos klassischen Ästhetik. Deshalb bleiben sie auch weiter im Mercedes-Benz Produktprogramm, als im August 1965 die meisten Limousinen der Baureihe W 111 von einer neu konstruierten Modellgeneration abgelöst werden. Die exklusiven Cabriolets entsprechen bis auf das fehlende Dach und die erforderlichen Karosserieversteifungen in allen Einzelheiten den Coupés der Baureihe W 111. Zum Typ 220 Sb stößt im selben Jahr das 300 SE Cabriolet mit zusätzlichen Zierelementen und der Technik des Typs 300 SE (W 112). Der Typ 250 SE folgt 1965, der 280 SE 1968. Im September 1969 erscheint dann das Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet als deutlich leistungsstärkere Version. Angetrieben wird es von einem völlig neu entwickelten 3,5-Liter-V8-Motor mit 147 kW (200 PS) Leistung, der sich durch besondere Laufruhe auszeichnet. Im Sommer 1971 endet die zehnjährige Produktionszeit der „Heckflossen“ -Cabriolets. Insgesamt 1.232 Exemplare des 280 SE 3.5 Cabriolet werden von 1969 bis 1971 gebaut.

Das von ALL TIME STARS auf der Techno Classica präsentierte Fahrzeug mit authentischer Patina ist 1971 gebaut worden. Seine Lackierung in Moosgrün-Metallic kontrastiert attraktiv mit der Ausstattung in beigem Leder. Vor der Auslieferung unterzieht ALL TIME STARS das 280 SE 3.5 Cabriolet noch einem umfangreichen Service sowie einer neuen TÜV-Prüfung. Der Käufer erhält zu dem Fahrzeug außerdem eine Mercedes-Benz Classic-Car Garantie.

Technische Daten Mercedes-Benz 230 SE 3.5 Cabriolet
Produktionszeitraum: 1969 bis 1971
Zylinder: V8
Hubraum: 3.499 Kubikzentimeter
Leistung: 147 kW (200 PS) bei 5.800/min
Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

 

Mercedes-Benz 230.6 (W 114), 1975

Die Anfang 1968 vorgestellte Limousine wird mit mehr als 1,8 Millionen produzierten Exemplaren zum ersten Million-Seller von Mercedes-Benz. Zunächst sind die Vierzylinder-Typen 200, 220, 200 D und 220 D (W 115) erhältlich, außerdem die Sechszylinder-Modelle 230 und 250 (W 114). Der Zusatz „/8“, der in der Typenbezeichnung auf das Erscheinungsjahr 1968 hinweist, dient im internen Gebrauch zur Unterscheidung von den Vorgängermodellen und führt zu dem populären Beinamen „Strich-Acht“ . Erstmals steht auch eine elegante Coupé-Version zur Verfügung. Der sehr erfolgreiche Zweitürer gibt einen ersten Vorgeschmack auf die zukünftige Vielfalt der oberen Mittelklasse von Mercedes-Benz. 1972 ergänzen die Typen 280 und 280 E als neue Spitzenmodelle die Baureihe. Im 240 D 3.0 feiert 1974 der erste Fünfzylinder-Dieselmotor in einem Serien-Pkw seine Weltpremiere. Es ist zugleich der erste Pkw-Fünfzylinder überhaupt, der mit seinen 80 PS (59 kW)die Leistungsfähigkeit des Pkw-Dieselmotors demonstriert.

Der im Februar 1975 in Schweden erstmals zugelassene Mercedes-Benz 230.6 gehört zur Collectors Edition von ALL TIME STARS. Die Typenbezeichnung mit der Ziffer 6 als Zeichen des Sechszylindermotors trägt der Mercedes-Benz 230.6 seit Herbst 1973, um ihm vom Vierzylindermodell 230.4 zu unterscheiden. Das Fahrzeug mit signalroter Lackierung und Innenausstattung in schwarzem Stoff hat nur einen Vorbesitzer. Neben dem hervorragenden Zustand zeichnet sich die Limousine durch die umfassende Originalausstattung aus – zum Beispiel Sicherheitsgurte hinten und ausgekleidete Radkästen. Der originale Bestellprospekt für diese Zusatzausstattungen gehört mit zum Fahrzeugangebot.

Technische Daten Mercedes-Benz 230.6 (W 114)
Produktionszeitraum: 1973 bis 1976
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.296 Kubikzentimeter
Leistung: 88 kW (120 PS) bei 5.400/min
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

 

Mercedes-Benz 230 E (W 123), 1982

Mit bisher nicht gekannter Vielfalt begeistert im Januar 1976 die neue Generation der mittleren Baureihe von Mercedes-Benz die Kunden, die anfangs wegen der großen Nachfrage bis zu einem Jahr auf ihren Wagen warten. Schon im ersten Jahr sind die Typen 200, 230, 250, 280 und 280 E sowie 200 D, 220 D, 240 D und 300 D zu haben. Der Limousine folgen 1977 das Coupé, eine Limousine mit langem Radstand und das T-Modell und damit erstmals ein Kombiwagen ab Werk. Der Fünftürer startet im September 1977 und setzt Maßstäbe für den Kombi als familientaugliches Lifestyle- und Freizeitauto. Das T steht für „ Touristik und Transport“ und betont die Doppelrolle des flexibel nutzbaren Fahrzeugs der oberen Mittelklasse. Im T-Modell führt Mercedes-Benz 1980 zudem erstmals in Deutschland einen Pkw mit Turbo-Dieselmotor ein. In der Baureihe 123 macht Mercedes-Benz von 1980 an das Anti-Blockier-System ABS und von 1982 an auch den Fahrer-Airbag erstmals in dieser Fahrzeugklasse verfügbar. Die Baureihe führt die Erfolgsgeschichte der Mittelklasse-Modellreihe zu neuen Verkaufsrekorden: Rund 2,7 Millionen Fahrzeuge werden gebaut, davon fast 2,4 Millionen Limousinen und circa 200.000 T-Modelle.

Mit 20.300 Kilometer originaler Laufleistung begeistert der von ALL TIME STARS auf der Techno Classica gezeigte 230 E aus erster Hand. Das zypressengrün lackierte Fahrzeug mit beiger Stoff-Innenausstattung gehört zur Collectors Edition. Es hat ein Automatikgetriebe und ist 1982 erstmals zugelassen worden. Einen neuen TÜV hat es bereits erhalten.

Technische Daten Mercedes-Benz 230 E (W 123)
Produktionszeitraum: 1980 bis 1985
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 2.299 Kubikzentimeter
Leistung: 100 kW (136 PS) bei 5.100/min
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

 

Mercedes-Benz 300 SL (R 107), 1987

Die SL-Baureihe R 107 rollt im Frühjahr 1971 auf die Straßen, zunächst als Typ 350 SL (147 kW/200 PS). Im Herbst 1971 folgt – nur für die USA – der Typ 350 SL 4.5, der dann ab 1973 für alle belieferten Märkte als Typ 450 SL (165 kW/225 PS) erhältlich ist. Erstmals in der Geschichte der SL-Reihe arbeiten unter der Motorhaube Achtzylindermotoren. Parallel dazu werden bis Herbst 1981 die entsprechenden Coupé-Typen der SLC-Reihe (Baureihe C 107) gebaut. Neben Eleganz und Qualität strahlen die Fahrzeuge auch Sicherheit aus. Das Crashverhalten des offenen Zweisitzers ist seiner Zeit weit voraus. Technisch macht es sich beispielsweise in einem sorgsam definierten Knautschverhalten von Karosserie und Rohbaustruktur bemerkbar, in einer hochstabilen A-Säule und einer konsequent nach Sicherheitskriterien gestalteten Innenausstattung. In seiner so nicht geplanten, aber letztlich sehr erfolgreichen 18-jährigen Bauzeit erhält dieser SL eine ganze Reihe von Sechs- und Achtzylindermotoren. Entsprechend vielfältig sind die Modellbezeichnungen. So ergänzt der Typ 280 SL im Juli 1974 das Modellprogramm. Damit stehen drei SL-Motorisierungen zur Auswahl. Das ist heute nichts Außergewöhnliches, doch seinerzeit ein Novum in der Geschichte dieser Typenklasse. Im Laufe der Zeit werden alle Motoren bei leicht geänderten Leistungswerten modifiziert, um den mittlerweile auch in den meisten europäischen Ländern verschärften Emissionsgrenzwerten besser zu entsprechen. Später folgen 380 SL und 500 SL (beide 1980) sowie – nach der Modellpflege – die Typen 300 SL, 420 SL und 560 SL. Die Produktion der Baureihe R 107 endet im August 1989, mehr als 18 Jahre nach dem Serienanlauf des Typ 350 SL. Damit stellt diese SL-Baureihe einen hausinternen Rekord auf, der kaum mehr zu überbieten sein dürfte: Abgesehen von den Geländewagen der G-Klasse gibt es in der gesamten Geschichte des Hauses keine andere Pkw-Baureihe, die über einen derart langen Zeitraum produziert worden ist. Insgesamt entstehen in Sindelfingen 237.287 offene Fahrzeuge, eine Zahl, die den hohen Beliebtheitsgrad der Baureihe R 107 eindrucksvoll demonstriert.

Das ALL TIME STARS Fahrzeug auf der Techno Classica stammt aus dem Jahr 1987. Der silbern lackierte SL Sportwagen mit Ausstattung in blauem Kunstleder ist mit einer Fünfgangschaltung ausgestattet. Der 300 SL gehört zur Collectors Edition der ALL TIME STARS.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL (R 107)
Produktionszeitraum: 1985 bis 1989
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.962 Kubikzentimeter
Leistung: 138 kW (188 PS) bei 5.700/min
Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h

 

Mercedes-Benz 300 SL (R 129), 1994

Auf dem Genfer Automobil-Salon des Jahres 1989 präsentiert Mercedes-Benz den SL der Baureihe R 129. Zunächst gibt es die Typen 300 SL (140 kW/190 PS), 300 SL-24 (170 kW/231 PS) und 500 SL (240 kW/326 PS). Die stilsicheren, schnörkellosen Linien der leicht keilförmigen Karosserie, die ausgestellten Radläufe, der geteilte Frontspoiler, eine sehr schräg stehende Windschutzscheibe, das gekonnt modellierte Heck und die serienmäßigen Leichtmetallräder ergeben eine äußerst harmonische Gesamtwirkung. Mit dem Fahrzeug trifft die Marke ins Schwarze: Schon bald ist die Produktionskapazität ausgelastet, und es müssen mehrjährige Lieferfristen in Kauf genommen werden. Neue Maßstäbe setzt dieser Wagen in puncto Sicherheit. Die Ergebnisse der strengen Mercedes-Benz Crashversuche bei Frontal- und Heckaufprall sind bei dem offenen Fahrzeug sensationell. Ein integraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts sind zudem der automatische Überrollbügel, der bei einem drohenden Überschlag sensorgesteuert innerhalb von 0,3 Sekunden hochklappt, sowie die Integralsitze, deren Belastbarkeit im Crashfall ein Vielfaches der möglichen auftretenden Kräfte beträgt. Das Fahrwerk ist auf die Anforderungen eines Tourensportwagens abgestimmt und ermöglicht präzises, schnelles Fahren bei hohem Komfort. Im Herbst 1992 erscheint als weiteres Modell der Typ 600 SL mit Zwölfzylindermotor und 290 kW(394 PS). Eine erste Modellpflege im Herbst 1995 bringt ein leicht verändertes Karosserie-Design, eine reichhaltigere Serienausstattung und im Detail ausgefeiltere Technik. Eine zweite Modellpflege im Jahr 1998 sorgt mit dezenten stilistischen Retuschen für ein noch dynamischeres Aussehen, vor allem aber für eine geänderte Motorenpalette mit neuen Sechszylinder-V-Motoren statt den bisherigen Reihenmotoren und auch einem neuen V8-Aggregat. Im Sommer 2001 endet die Produktion der Baureihe R 129 nach zwölf Jahren und insgesamt 204.940 Exemplaren. Hinsichtlich der Gesamtstückzahl ist sie nicht ganz so erfolgreich wie die Vorgängerbaureihe R 107 mit 237.287 Fahrzeugen, doch im Vergleich der durchschnittlichen Jahresproduktion liegt sie mit etwa 16.500 Einheiten weit an der Spitze.

Auf der Techno Classica zeigt ALL TIME STARS einen 300 SL aus der Collectors Edition. Das 1991 erstmals zugelassene Fahrzeug ist almandinrot-metallic lackiert und hat eine schwarze Lederausstattung. Der Roadster hat zwei Vorbesitzer und ist insgesamt 39.200 Kilometer gelaufen. Auf Wunsch erhält der Käufer zu dem Fahrzeug eine Mercedes-Benz Classic-Car Garantie.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL (R 129)
Produktionszeitraum: 1989 bis 1993
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.960 Kubikzentimeter
Leistung: 140 kW (190 PS) bei 5.700/min
Höchstgeschwindigkeit: 228 km/h

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe