Der Mercedes-AMG GLE 43 4MATIC mit aktuell 367 PS ist im Grunde durchaus leistungsstark motorisiert. Als direkter Konkurrent zum BMW X5 mit dessen 381 PS sowie des Porsche Cayenne S mit dessen 420 PS verliert man jedoch beim Auto Quartett – zumindest wenn man auf die Nennleistung achtet.

Von den technischen Daten liegt der GLE 43 4MATIC aus Affalterbach aber auch beim Nenndrehmoment mit 520 Nm – im Gegensatz zum Porsche mit 550 und 740 Nm beim BMW X5 (M50d) weiter hinten, selbst den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der GLE in 5,7 Sekunden – wo das Modell aus München in 5,3 Sekunden sowie der Zuffenhausener in 5,5 Sekunden (mit Sport Chrono Paket in 5,4 Sekunden) auf die 100 km/h-Marke marschiert.

GLE als Konkurrenz zu X5 und Cayenne S
Beim Serien-BMW X 5 ist das Modell mit der stärksten 6 Zylinder Motorisierung kein Benziner, sondern der X5 M50d mit einem M Performance TwinPower Turbo Reihen-6-Zylinder Dieselmotor, mit dessen Vergleich man sich grundsätzlich zum Benziner-GLE schwer tut. Zwar profitiert der Mercedes mit dessen 3 Liter V6 BiTurbo Motor (M276) durch eine kompakte und leichte Bauweise, kommt aber nur fast an die Leistungsdaten des X5 M50d heran. Das AMG Sportmodell erzeugt seinen Spitzendrehmoment jedoch enorm früh und hält es – im Gegensatz zum BMW mit 2000 bis 3000 u/min – über eine weitere Spanne von 2.000 bis 4.200 u/min und überzeugt hierbei parallel durch das bessere Sounderlebnis mit Fehlzündungssound. Sportlergene haben jedoch beide Fahrzeuge, so oder so.

GLE 43 4MATIC mit ca. 287 – statt bislang 270 kW – in Vorbereitung?
Bei der fehlenden PS-Leistung könnte man bei Mercedes-AMG aber durchaus nachlegen, wobei die M 276 Motorisierung ja bekanntlich noch Leistungsreserven hat. Kurzfristige Änderungen von Seiten des Herstellers sind aktuell zwar nicht angekündigt oder bestätigt, geht es nach Gerüchten, könnte der GLE 43 4MATIC jedoch bereits zum Änderungsjahr 2017/1 mit Bestellfreigabe i.d.R. Anfang Mai eine zusätzliche Leistung von ca. 15-17 kW erhalten.

Sollten die Gerüchte stimmen, wird die zusätzliche Leistung wohl nicht – wie beim E 43 4MATIC – durch andere Lader erzielt, sondern durch Modifikation an der Motorsteuerung des Fahrzeuges. Erwartet hätten wir jedoch eher eine Leistungssteigerung, wie im E 43 4MATIC mit dessen 401 PS – dann aber über andere Lader. Und genau das ist auch der Grund, was uns am Gerücht noch ein wenig zweifeln lässt.

Wie auch immer: Gut wäre es auf alle Fälle, nicht nur für´s Quartett.

Symbolbilder: Daimler AG