Mercedes-AMG Petronas Motorsport begann gestern die  ersten Wintertestfahrten der Saison 2017 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Am Steuer des Mercedes-AMG F1 W08 EQ Power+ wechselten sich Valtteri Bottas und Lewis Hamilton ab.

  • Valtteri ging um 09:00 Uhr für seinen ersten Run auf die Strecke. Bis zur Mittagspause um 13:00 Uhr absolvierte er 79 Runden
  • Am Nachmittag übernahm Lewis das Cockpit des Autos. Er legte bis zum Testende um 18:00 Uhr 73 Runden zurück
  • Das Testprogramm konzentrierte sich auf die Analyse von Aerodynamik- und Vibrations-Daten. Danach folgten Long Runs zum besseren Verständnis der Performance der 2017er Pirelli-Reifen. Beide Fahrer absolvierten ein ähnliches Programm
  • Mercedes-Benz Power Units legten heute insgesamt 1.369 km zurück
  • Morgen Vormittag übernimmt Lewis das Steuer des W08, am Nachmittag des zweiten Testtages in Barcelona sitzt dann wieder Valtteri im Auto

Valtteri Bottas:

Das war ein sehr guter erster Vormittag für uns. Wir haben recht viele mechanische Tests absolviert und die Systeme überprüft, während wir gleichzeitig viele Kilometer zurückgelegt haben. Wir sind 79 Runden gefahren, das ist mehr als eine Renndistanz. Das ist sehr gut für den ersten Vormittag mit dem Auto. Sollten wir irgendwelche Probleme mit dem Auto haben, hoffe ich, dass wir sie jetzt bekommen. Deshalb sind wir heute Morgen mehr als ein Rennen gefahren. Das war unser Ziel.

Wir haben an Long Runs gearbeitet und dabei versucht, alle Informationen zu sammeln, die unter diesen Bedingungen möglich waren. Heute ging es uns überhaupt nicht um Rundenzeiten. Als Team liegen noch viele wichtige Tage vor uns. Entscheidend ist, dass wir Kilometer zurücklegen und das Auto keine Probleme macht. Die Jungs haben im Winter fantastische Arbeit abgeliefert. Ich bin erst seit gut einem Monat hier, aber wie das Auto funktioniert hat, ist beeindruckend. Das ist ein gutes Gefühl.

Ich bin einige Runden in Silverstone gefahren, aber erst hier finden richtige Testfahrten statt. Es war etwas ganz Besonderes, die ersten paar Runden zu fahren. Dies ist eine neue Ära für die Formel 1. Das Auto fühlt sich ganz anders an als im letzten Jahr. Man kann den Einfluss der neuen Regeln definitiv spüren – die höheren Belastungen, die größeren, schwereren Autos und den höheren Grip. Ich finde, sie sehen großartig aus. Es macht viel Spaß, darin zu fahren und sie sind auch schnell in den Kurven. Das Racing ist noch eine Unbekannte, aber soweit ist alles gut. Körperlich sind die Autos viel anstrengender zu fahren, aber zum Glück bin ich für die anstehende Saison gut vorbereitet.

Lewis Hamilton:

Das war ein guter Tag, sehr positiv für das Team. Das Auto sieht fantastisch aus und es fühlt sich großartig an. Wir sind viele Runden gefahren und haben jede Menge Informationen gesammelt. Damit können wir versuchen, das Auto weiter zu verbessern. Wir haben noch nicht daran gearbeitet, die Balance perfekt hinzubekommen. Heute ging es nur darum, die Checkliste abzuhaken und Kilometer abzuspulen.

Ich habe meine Fitness heute wirklich auf die Probe gestellt. Diese Testtage sind wie Training. Es war gut, das breitere, bulligere Auto zu spüren. Es ist schneller und anstrengender… es ist ein Biest! Man muss es ein bisschen anders fahren. Es ist sehr viel besser als die letztjährigen Autos. Die G-Kräfte sind definitiv höher. Wir haben hier zwei G mehr als normalerweise. Der Abtrieb ist so viel höher. Das wünscht man sich als Fahrer immer. Man möchte stets schneller durch die Kurven fahren.

Die Reifen sind so hart, dass sie nicht abfallen. Es wird wahrscheinlich mehr Einstopp-Rennen geben. Normalerweise ist der Abbau auf diesen Reifen sehr hoch. Aber diese haben nicht abgebaut. Sie sind sehr konstant und es gibt keinen großen Unterschied zwischen dem Gefühl auf der ersten und der letzten Runde.

Im Verlauf der nächsten Tage werden wir versuchen, das Auto zu verbessern. Ich glaube, dass wir noch immer das Team sind, das es zu schlagen gilt. Aber uns steht viel harte Arbeit bevor. Genauso wie allen anderen Teams im Feld. Für den Moment konzentrieren wir uns aber nur auf unsere eigenen Aufgaben und wollen diese bestmöglich erledigen.

Quelle: Daimler AG