Erinnern Sie sich an den üblichen Wintereinbruch? Plötzliche Temperaturstürze, morgendlicher Nebel und Raureif, Regenfälle und dann – in den Höhenlagen der erste Schnee. Gerade zur Vorsorge, um sicher und komfortabel unterwegs zu sein, gilt also die alte Regel: „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern Winterreifen. Und dafür ist es jetzt auch höchste Zeit.

Die Vorteile liegen auf der Hand: neben einem kürzeren Bremsweg und einer besseren Beschleunigung bieten Winterreifen bei Kälte, Eis und Schnee u.a. auch eine stabilere Kurvenfahrt und sind nicht umsonst in den meisten EU-Ländern auch vorgeschrieben. Bereits bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius ist die Reifenmischung der Winterreifen im Vorteil, und mit diesen Temperaturen muss man an rund 6 Monaten im Jahr rechnen.

Spezielle kältetaugliche Gummimischung
Winterreifen verfügen über eine kältetaugliche Gummimischung mit hohen Silica- und Naturkautschuk-Anteil, der den Reifen auch bei tiefen Temperaturen geschmeidig hält und so das Gummi auf der Straßenoberfläche besser verzahnt. Wäre man mit Sommerreifen unterwegs, wäre der Grip deutlich schlechter, da diese bei Kälte verhärten und für eine spürbar schlechtere Fahrbahnhaftung sorgen. Mit Blick auf den Bremsweg sorgt ein Winterreifen bei schneebedeckter Fahrbahn aus 50 km/h in rund 35 Metern für den Stillstand des Fahrzeuges, während das Fahrzeug mit Sommerreifen erst in 43 Metern zum Stillstand kommt.

Beim Beschleunigen sorgt der Winterreifen für eine bis zu 80 Prozent bessere Traktion, was auch bei schnellen Ausweichmanövern für den direkten Vorteil sorgt.

Winterreifen auch für sportliche Modelle
Die spezielle Profilgestaltung verzahnt den Winterreifen zusätzlich mit der schnee- oder eisbedeckten Fahrbahn und erzeugt eine hohe Scherwirkung, welche die Haftung weiter erhöht. Zahlreiche Lamellen in den Profilblöcken steigern die wirksame Querkantenlänge und damit ebenfalls den Grip. Geräuschentwicklung und Abrollkomfort bewegen sich auf dem Niveau von Sommerreifen. Darüber hinaus erreichen Premium-Winterreifen eine ähnlich hohe Laufleistung wie Sommerreifen. Zu guter Letzt liegen auch die Kosten für Winterreifen auf dem gleichen Niveau wie die für Sommerreifen.

Der Reifenhersteller Michelin hat ein breites Angebot an Winterreifen, dabei sind viele Reifenmodelle bereits speziell auf die Leistung von sportlichen Modellen abgestimmt und schränken mit hohen Geschwindigkeitsfreigaben kaum ein. Auch wenn die Fahrbahn trocken ist, sorgt der richtige Reifentyp für das sichere Gefühl, gerüstet zu sein.

Die notwendigen Punkte, das Auto winterfit zu machen:

  1. Winterreifen vom Fachmann auswuchten und montieren lassen.
  2. Auf gutes Restprofil der Reifen achten. Grundsatz: Jeder zusätzliche Millimeter mehr, sorgt für bessere Wintertauglichkeit.
  3. Korrekten Luftdruck einstellen.
  4. Ersatzrad prüfen und ggf. Luft nachfüllen
  5. Ventilkappen überprüfen
  6. Bremsflüssigkeit checken lassen
  7. Beleuchtungen in Ordnung?
  8. Batterieleistung noch ausreichend?
  9. Kühlerfrostschutz in Ordnung ?
  10. Frostschutz in der Scheibenwaschanlage ?
  11. Scheibenwischerblätter sauber und in Ordnung?
  12. Eiskratzer, Handfeger, Türschloss-Enteiser und Antibeschlagtuch im Auto ?
  13. Türdichtungen mit Talkum bestäuben
  14. Wolldecke mit eingepackt?
  15. Warnweste dabei?
  16. Ratsam: Starthilfekabel und Taschenlampe, je nach Ziel auch Schneeketten.

Bilder: Michelin