Der Mercedes-AMG GT C (R190) sowie der AMG GT R (C190) erhält in der Serienausstattung eine neue AMG Hinterachslenkung, welche das Fahrzeug nicht nur handlicher macht, sondern auch noch fahrstabiler durch ein gegensinniges Lenken im unteren Geschwindigkeitsbereich – sowie gleichsinniges Lenken bei höheren Tempo.

Mercedes-AMG GT Roadster (R 190); 2016

AMG Hinterachslenkung nur für den AMG GT C
Die AMG Hinterachslenkung wirkt wie ein verkürzter oder verlängerter Radstand: im Geschwindigkeitsbereich bis 100 km/h wirkt die Lenkung durch gegensinniges Lenken von bis zu 1,5°, wie ein verkürzter Radstand und lässt das Performancefahrzeug noch agiler reagieren, – was aber auch die Handlichkeit beim Einparken und Rangieren unterstützt. Ein gleichsinniger Lenkeinschlag ab 100 km/h – also ein Lenkeinschlag in die gleiche Richtung bis maximal zu 0,5°, wie die Vorderräder – verlängert – zumindest gefühlt – den Radstand des GT C, dabei können die Räder schnellere Seitenführungskräfte aufbauen und die Fahrstabilität parallel erhöhen.

Mercedes- AMG GT C Roadster (R 190), 2016

Elektronische Ansteuerung an der Hinterachse
Bei der Hinterachslenkung ersetzen zwei verstellbare Lenker die konventionellen Spurlenker an der Hinterachse, wobei die Kernelemente des Systems 2 elektromechanische Aktuatoren sind, also Elektromotoren mit Spindelantrieb, die dabei jedoch keine mechanische Verbindung zum Lenkrad des Fahrers besitzen. Die Ansteuerung der Aktuatoren erfolgt im „by wire“-Verfahren. Die Ansteuerung erfolgt durch das ESP-Modul, welches für die Fahrdynamikregelung tätig ist.

Der neue Mercedes-AMG GT R: Entwickelt in der „Grünen Hölle“

Ein elektronisches Steuergerät berechnet je nach Fahrsituation dabei den optimalen Hinterradlenkwinkel, wobei hier die Fahrgeschwindigkeit, der Lenkradwinkel der Vorderachse sowie die Seitenkraft je Spurwinkel – die sogenannte Schräglaufsteifigkeit – berücksichtigt werden. Die Hinterachslenkung kann so das Leistungsuntersteuern kompensieren, das bei stark motorisierten Fahrzeugen mit enormen Reifengrip an den Hinterrädern auftritt und die Vorderräder entlastet. Durch das gleichsinnige Lenken bauen die Räder noch schneller Seitenkräfte auf, was viele ESP-Eingriffe unnötig machen können.

Das System ist Serienausstattung für den Mercedes-AMG GT C Roadster und nicht für den Mercedes-AMG GT Roadster lieferbar. Das gleiche System wird in Serie auch beim AMG GT R Coupé (C190) angeboten, ist jeodch nicht für den AMG GT und GT S als Coupé lieferbar.

Bilder: Daimler AG