Für G-Klasse Enthusiasten ist sicherlich nicht nur eine Werksbesichtigung im Werk Graz in Österreich ein Erlebnis, sondern auch eine exklusive Fahrt über die berüchtigte Teststrecke auf dem Schöckl. Der Teststrecke liegt auf dem 1.445 Meter hohen Hausberg von Graz – dem Schöckl, dessen 5.6 Kilometer lange Piste Steigungen von bis zu 60 Prozent enthält – sowie eine Seitenneigung von 40 Prozent ermöglicht.

#ChasingStars - GLC Coupe Roadtrip von Graz nach Bukarest

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G-Klasse: seit 1975 aus Graz
Als Testkilometer für die Erprobung der G-Klasse, die bereits seit 1975 im Werk Graz produziert wird, zählen offiziell jedoch nur 3.1 Kilometer Schlechtweg der gesamten 5.6 km. Eine mehr als „dezente“ Umschreibung für Felsblöcke, die maximal rund einen halbe Meter hoch aus der Piste selbst herausragen, samt Baumwurzeln oder Gestrüb. Auf der Trasse sind nicht nur zahlreiche Spurrillen vorhanden, sondern auch lockeres Geröll, Erdabsätze sowie tiefe Schlammlöcher.

Im Test jeder neuen Baureihe muss eine G-Klasse hier rund 15.000 Kilometer solcher Strapazen überstehen, aber auch für Getriebe, Stoßdämpfer und Motoren oder andere Aggregate wird auf dieser Strecke – ganz gezielt – extremes abverlangt. Ideal für die 3 x 100 % Differenzialsperren des G-Modells von Mercedes-Benz, welches vorne einen Böschungswinkel von 36 Grad absolviert – sowie hinten maximal 27 Grad. Bergab werden „am Schöckl“ übrigens Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht (mehr Details hier im Video).

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Tatsächlich ein steiniger Weg
Vom ersten 230 G mit einem Vierzylinder-Motor und 102 PS bis zum aktuellen Flagschiff des Mercedes-AMG G 65 mit 6 Liter 12 Zylinder-BiTurbo mit einem Drehmoment von 1.000 Newtonmetern war es für die G-Klasse zwar ein langer, regelrecht steiniger Weg, – hat das Modell aber aufgrund seiner zahlreichen Modellpflegen bzw. Änderungsjahre vom Diamanten in einen Brillanten verwandelt – wie das damalige Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert bereits erwähnte: „Wir haben poliert und geschliffen, aber wir haben nie das Wesen, den Charakter dieses Autos verändert.“

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Serienstart am 1. Februar 1979
Die Produktion der G-Klasse lief übrigens am 1. Februar 1979 an, bereits 1975 fiel die Entscheidung für den Serienstart des Modells. Die G-Klasse wird bis heute überwiegend in Handarbeit hergestellt, wobei Mercedes-Benz den kompletten Antriebsstrang mit Motor, Getriebe, Achsen und Lenkung sowie die Großpressteile anliefert. Die Stanz- und Kleinpressteile sowie das Verteilergetriebe stammen aus Österreich – seit Beginn, – und bis heute hat sich hier wenig verändert.

Wir haben das Werk Graz übrigens gestern – am Montag – während unseres „#ChasingStars“ – Roadtrips nach Bukarest / Rumänien besucht. Die G-Klasse setzen wir dazu jedoch nicht ein, wir führen hier zahlreiche Mercedes-Benz GLC Coupés mit. Dazu diese Tage bei uns mehr.


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Exklusiver Blick in die G-Klasse Produktion in Graz
Impressionen der Produktion der Mercedes-Benz G-Klasse aus Graz haben wir in der nachfolgenden Galerie bereitgelegt – und bleibt durchaus interessant: Bilder der Produktion sind hier durchaus selten:

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe