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Der SLS AMG Electric Drive – wiegt 2.095 kg
von Markus Jordan | 1.Oktober 2012
Der Mercedes-Benz SLS AMG Electric Drive – der Star der Messe in Paris 2012 von Mercedes-Benz. Nun hat Mercedes-Benz weitere Details zu den technischen Daten des 552kW starken Fahrzeuges veröffentlicht: das Gewicht.
Das 416.500 Euro teure, elektronische Variante des SLS AMG leistet in der Serienversion 552 kW und sprintet in 3.9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Reichweite nach NEFZ liegt bei 250 km, die Batterie selbst mit einen Energieinhalt von 60 kwH (Spannung 400 Volt) hat alleine ein Gewicht von 548 kg, – die 4 Permanentmagnet-Synchron-Elektromotoren wiegen je 45 kg (13.000u/min Maximaldrehzahl).
Das gesamte Fahrzeug, der SLS AMG Electric Drive selbst, hat ein Gesamtgewicht von 2.095 kg, wie wir heute in Erfahrung bringen konnten. Das normale, fahrbereite Gewicht nach DIN der 8-Zylinder-Variante liegt bei 1.695 kg
Bilder: Daimler AG

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Themen: AMG, SLS AMG | 8 Kommentare »




1.Oktober 2012 at 19:57
das sagt wohl alles – 2,1t leergewicht für einen zweisitzer, der bei voller leistungsabfrage grad 100km fährt.
2.Oktober 2012 at 16:00
Es gibt aber echt immer was zu meckern, oder?
Machs erstmal besser …..
2.Oktober 2012 at 17:35
so ein unreflektiertes waldorfpädagogen-argument wirft mich nicht aus dem sattel. aber es spornt mich an, es noch mal gaaanz einfach zu erklären:
wenn ein v8 sls 1695 kg wiegt, dann reden wir beim antrieb vom motor (220kg) plus getriebe(90kg) plus kardan/antriebswellen (60kg) plus motor-peripherie (kühler, lader, abgasanlage, kraftstoffeinspritzung – 150kg), dazu den zum leergewicht zählenden 90% vollen tank mit peripherie wie pumpen, leitungen und entlüftung (85kg). ergo dürfte der rest des wagens knapp unter 1100kg wiegen.
das ist viel zu viel. wenn man dann liest, daß akku und motoren bei der elektroversion runde 740kg wiegen und weitere 355kg offenbar für kabel, umrichter und getriebe verbaut werden, fragt man sich, warum eigentlich der sls als basis genommen wurde. er ist von der form her auf luftversorgung und kühlung sowie abgastransport eines benzinmotors abgestimmt. er ist in keiner weise gewichtsoptimiert wie z.b. die pagani auf mercedes-motorenbasis. auch fragt sich nach der effizienz der rekuperation, wenn gar keramikbremsen eingesetzt werden, um die wertvolle energie einfach in nicht genutzte wärme verwandeln.
tesla hatte den leichten lotus als basis für ein elektroauto genommen. das war klug, aber nicht innovativ. auf basis eines pagani wäre man so schon dem ziel 450 kg näher. aber eigentlich erwarte ich von staatlich subventionierter forschung an der elektromobilität, daß nicht in eine vorhandene karosserie statt benzinmotor einfach dicke elektromotoren und akkus eingesetzt werden und fertig ist. das kann eine bastelbude auch.
ich erwarte eine integrierte und intelligente lösung, die bei halbem zielgewicht bessere fahrleistungen mit halber leistung dieses monsters realisiert.
2.Oktober 2012 at 20:24
Das Fahrzeug ist eine gute Idee, das Leergewicht von ca. 2.100 Kg plus Fahrer und Beifahrer ist viel. Dafür hat man ja einen SLS mit E-Antrieb und hat noch 552 KW was ja 750 PS enspricht! oder sehe ich das falsch.
Was ich mich noch Frage wie kommt der Strom in die Akkus, klar per Ladegerät aber davon lese ich nichts.
2.Oktober 2012 at 20:28
@mehrzehdes:
klar ist der SLS-ED kein Fliegengewicht… kann er auch gar nicht sein, wenn allein der Akku schon knappe 550kg wiegt (der Tesla-Roadster-Akku mit etwas geringerer Kapazität wiegt laut wikipedia 408kg). Die etwas geringere Reichweite als beim Tesla liegt v.a. am Gewicht nehme ich an. Und bei voller Leistungsabfrage wird der Tesla auch nicht wirklich weiter kommen…
Und es ist auch klar, dass der Tesla leichter ist – erstens ist das Auto an sich deutlich kleiner als ein SLS, und zweitens verfügt der Tesla “nur” über einen Asynchronmotor (um die 50kg), der über ein einstufiges Getriebe die Hinterachse antreibt.
Beim SLS hat man einen E-Allradantrieb mit doppelter (!) Systemleistung incl. Torque-Vectoring (über die verwendeten Getriebe weiß ich noch nichts). Also auch hier ein gewisser Unterschied, der zwangsläufig zu einem höheren Gewicht führt. Du darfst auch die komplette Luxus-Ausstattung nicht vergessen, die wiegt schließlich auch einiges…
Das “Pagani-Argument” versteh ich nicht ganz… wo ist der Unterschied, wenn man den E-Antrieb in einen SLS einbaut oder in einen Pagani? Bei beiden Varianten wird ein bestehendes Fahrzeug(-konzept) verwendet. Und da der SLS von Mercedes-AMG ist, verwendet Mercedes logischerweise eben diesen… und keinen Carbon-Pagani.
Über das Fahrzeugkonzept kann man genauso streiten… Wieso muss ein E-Fahrzeug zwingendermaßen komplett anders aussehen? Auf Basis des vorhandenen SLS von Beginn an auch an die Umsetzung eines E-Antriebs zu denken sieht für mich eher nach Weitsicht (bzw. einer “integrierten und intelligenten Lösung”) als nach “Bastelbude” aus. Wenn man nicht unbedingt Radnabenmotoren verwendet, ändert sich am Chassis- und Karosseriekonzept auch herzlich wenig.
Zum Thema Rekuperation noch:
Die Rekuperation funktioniert übrigens über die E-Maschinen – da ist es vollkommen egal ob Keramik-, CFK-Verbund- oder “einfache” Stahlbremsen am Fahrzeug hat. Die Scheibenbremsen müssen beim Rekuperieren nicht betätigt werden.
2.Oktober 2012 at 23:11
das ist ja mein kritikpunkt, daß man ein eh übergewichtiges karosseriekonzept aus dem regal fischt, um es mit noch einmal mehrgewicht zu elektrifizieren. verrückt. karabag muss so arbeiten, weil es ein kleinunternehmen ist.
mercedes sollte ein fahrzeug entwickeln, das an chassis und karosserie so viel gewicht einspart, daß die 3,9s und 250 km/h mit halber leistung realisiert werden. dieser leichtbau würde auch autos mit verbrennungsmotoren helfen. denn daß autos heute übergewichtig sind, ist eine binse.
zur rekuperation/bremse: warum hat das auto keramikbremsen? entweder es rekuperiert wirksam, dann braucht es gar keine bremse oder nur aus stvzo-gründen einen minimalausstattung für den notfall. oder es rekuperiert wie dieses monster nur pro forma ca. 10% der energie. dann braucht es keramik-bremsen.
3.Oktober 2012 at 00:11
Natürlich hilft Leichtbau. Spricht auch absolut nichts gegen das Argument.
Warum Keramikbremsen?
- deutlich geringes Gewicht als Bremsscheiben aus Stahl
- sehr gute Temperaturbeständigkeit bei gleichzeitig recht stabilen Reibwerten
Warum nicht nur rekuperieren?
- wie du geschrieben hast: gibt’s bestimmt irgend ein Gesetz…
- viel wichtiger: die Energie muss irgendwo hin, wenn die Batterie schon voll ist. Wirbelstrombremse wie z.B. in Nfz? Kenn ich mich nicht aus, aber die sind auch alles andere als Leicht und erzeugen letztendlich auch Wärme…
- wie bei allem ist auch das Rekuperieren verlustbehaftet, man kann die Energie leider nicht 100%ig umwandeln
5.Oktober 2012 at 07:01