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Dr. Dieter Zetsche fordert Kostenbewusstsein
von Markus Jordan | 20.August 2012
Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche forderte seine Beschäftigten auf, sich auf einen “gesamtwirtschaftlichen stärkeren Gegenwind” einzustellen – und auch auf ein besseres Kostenbewusstsein zu achten.
In einen Artikel der “Automobilwoche” fordert der Vorstandschef demnach seine Beschäftigten auf, ein geschärftes Kostenbewusstsein an den Tag zu legen. Der Stuttgarter Autokonzern richtet sich so “gesamtwirtschaftlich auf stärkeren Gegenwind ein”. Ausgaben für “Entbehrliches” würden hier den Konkurrenzdruck erhöhen.
“Je unwegsamer aber das Gelände ‚draußen’ wird, desto wichtiger ist es, unser eigenes ‚Gepäck’ so leicht wie möglich zu machen”, mahnte Zetsche – “Jeder Euro, den wir für Entbehrliches ausgeben, ist ein Euro weniger für unsere Wettbewerbsfähigkeit”. Zetsches Vorgabe zum Sparkurs: “Das müssen wir konsequent beherzigen.” – so der Bericht des Magazins.
Bild: Daimler AG

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Themen: Konzern | 51 Kommentare »


20.August 2012 at 16:51
Klar wir bringen demnächst Papier und co von zu Hause mit und beschweren uns nicht mehr wenn wir eine zu niedrige Entgeldgruppe bekommen, damit Zetsche noch nen paar MILLIONEN mehr bekommt.
20.August 2012 at 18:12
oder er noch weitere Leiharbeiter beschäftigen kann für nen Hungerlohn …. jaja egal wo du hinschaust, du bist nur ein Kostenfaktor und kein Individuum mehr!
20.August 2012 at 18:38
Sehr geehrter Herr Dr.Zetsche,
Mercedes sollte sich wieder auf Qualität orientieren, dann würden auch die Kunden treu bleiben!
Habe heute zu meinem Prblem mit Ihren Kundenservice in Masstricheine Belehrung was Kulanz heißt erfahren.
Der Mitarbeiter Werth machte mir deutlich, dass mein Problem: Risse im Kunstleder an der linken Sitzwange (W211) durch Nichteinhaltung der Wartungsintervalle in einer Mercedeswerkstatt meine Kulanzansprüche unwirksam wurden. Ich habe alle Wartungsintervalle in einer Meisterwerkstatt: http://www.autohaus-kixmoeller.de/ durchführen lassen. Der Sevice den ich seid Jahren in dieser Werkstatt erlebe ist vorbildlich. wenn alle Mercedeswerkstätten so arbeiten würden, wäre die Zufriedenheit Ihre Kunden zur Markentreue gegeben.
Noch einmal mein Problem:
Ich fahre seit nun 12 Jahr Mercedes und überlege derzeit ernsthaft die Automarke zu wechseln.
In den letzten Jahren scheint die Qualität Ihrer Autos – insbesondere Ihrer Autositze – sich ständig zu verschlechtern.
Meinen ersten W124 habe ich bei 200.000 km verkauft, um mir ein modernes Fahrzeug zuzulegen. Mit diesem Wagen war ich noch sehr zufrieden und habe mich dann für einen W210 entschieden. Auch mit diesem Wagen war ich noch einiger Maßen zufrieden, bis auf das ständige Wechseln der Scheinwerferbirnen im Frontbereich und die unnötige Anzeige “Airbag ausschalten”, da der Sitz meine Beifahrer nicht als Beifahrer erkannte, sondern für einen Kindersitz hielt. Und die Qualität Ihrer Autositze ist es, die mich nun auch so sehr enttäuscht.
Ich habe Rückenprobleme und bin daher auf einen komfortablen und rückenfreundlichen Sitz angewiesen. Ich fahre gerne und viel Auto und dachte bisher, dass Ihre Modelle – vor allem Ihre Marke – für die von mir gewünschte Qualität steht.
Bei meinem jetzigen Modell, dem W211 traten nach nur drei Jahren und 57.599 km Risse im Kunstleder an der linken Sitzwange auf.
In der Werkstatt war dieses Problem wohl bekannt und nach dem gestellten Kulanzantrag wurde die Reparatur kostenfrei durchgeführt.
Heute, nach nur 2,5 Jahren (112000km ) bin ich mit dem gleichen Schaden an der gleichen Stelle bei der gleichen Werkstatt abgewiesen worden, da Mercedes nun für den neu entstandenen Schaden keinerlei Kosten übernehmen wolle, da die Garantiezeit überschritten sei und ich bei der Erstreparatur keinen Eigenanteil leisten musste. Ich bin sehr enttäuscht, dass die Lebensdauer Ihrer Sitze stetig abnimmt. Da es zum Autofahren im Sitzen nun leider keine Alternative gibt, möchte ich Sie hiermit bitten Ihre Servicepolitik und vor allem die Wahl Ihrer Autositzzulieferer zu überdenken.
Ich weiß, dass Qualität Ihren Preis hat. Aber von dieser Qualität kann man dann auch eine Lebensdauer von mehr als 27 Monaten erwarten.
Meine Tochter fährt seit vier Jahren Audi und hatte bisher nicht eine einzige Sitzreparatur und einen wesentlich besseren Service.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine Rückmeldung geben, warum das gute Sitzen Ihrer Kunden nicht länger ein Anliegen von Mercedes ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Peter Vogel
Die Erstreparatur und Ablehnung weiterer Kulanzanträge wurde durch die Fa. Mercedes- Benz Ostendorf GmbH in 59067 Hamm unter Kunden- Nr. 33320000 und Rechnungsnummer 3758610 bearbeitet
Fahrzeug- Ident- Nr.: WDB 211008-1B-180993 9
20.August 2012 at 20:48
Sehr interessante Aussage von Herrn Zetsche! Diese Worte sollte er an seine Führungskräfte des Konzerns richten, denn die kleinen Arbeitnehmer können sowieso kein Geld vernichten. Dafür tun dies die “Chefs” im großen Stile TÄGLICH umso mehr
20.August 2012 at 21:59
@Markus: So wie ich die Worte von Dr. Zetsche gehört habe, meinte er eigentlich alle seine Mitarbeiter – d.h. vom Lehrling bis zur obersten Führungskraft.
21.August 2012 at 03:13
Wie soll der Lehrling dann helfen Mercedes zu mehr Effizienz und geringeren Kosten beizutragen? Etwa dadurch, dass er weniger Privatjet fliegt?
Diese Worte sollten sich alle mal von der Chefetage zu Herzen nehmen:
keine oder nur noch kleine Dienstwagen, keine unnötigen Reisen und wenn dann nur Economy/2. Klasse etc.
Bei den tiefen Löhnen wurde sowieso schon gespart (siehe B-Klasse Produktion Ungarn). Und auf Kosten der Qualität sollte es auch nicht gehen. Wie sagt man der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.
21.August 2012 at 05:34
Mercedes ist die marke der leeren versprechen geworden. Die rendite kann nicht das wichtigste Ziel sein. Der Name verpflichted die besten Autos zu bauen. Der gewinn kommt dann von selbst. Herr Zetsche und all anderen (vor allem der designer) sollten sich mal im Museum einschliessen um sich Ihrer Verantwortung klar zu werden. Diese marke braucht keien Citan, rost oder Autos die ausehen wie der neue SL. Diese marke braucht Autos die Mastaebe setzen und immer eines sind “das beste oder nichts”
21.August 2012 at 08:22
Vielleicht muss jeder Mitarbeiter demnächst noch Geld mitbringen…? Im Ernst, in den letzten Jahren ist permanent an der Kostenschraube gedreht worden. Mehr geht nicht mehr! Wir sind an einem Punkt angekommen, wo ein Kollege ein Werkzeug in Höhe von ca. 55€ aus Kostengründen nicht bekam, weil es zu teuer war. Sein vorheriges hatte den Geist aufgegeben. Ein Werkzeug, welches er für die tägliche Arbeit braucht, konnte ihm erst wieder zugewiesen werden nachdem einer unserer Kollegen plötzlich verstorben war. Wirklich passiert!!! Laut den eigenen Aussagen des Vorstands betragen die Löhne im großen Ganzen nicht mal 5%…. Und Ihr alle habt recht, die Qualität MUSS stimmen, und zwar nicht auf den Rücken der Kollegen! Das schlimme dabei ist nur, bei den anderen, siehe Opel, ist es noch viel schlimmer…
21.August 2012 at 10:03
@Achim: Mag man den Zahlen glauben, die in der Presse umhergehen,. – verliert Opel mit jeden Fahrzeug 1.000 Euro – d.h. wenn man das Ding nicht kauft, hilft man den Rüsselsheimern?
21.August 2012 at 11:11
“Jeder Euro, den wir für Entbehrliches ausgeben, ist ein Euro weniger für unsere Wettbewerbsfähigkeit”.
Bei dem Satz muss man doch gleich an das teure aber mehr oder weniger erfolglose Formel-1-Engagement denken…
21.August 2012 at 11:23
Sehr geehrter Herr Dr. Zetsche,
derartige Parolen hört man aus dem Management leider immer wieder. Sie sollten aufpassen, dass der derzeitige Mercedes-Erfolg sich nicht sehr schnell in einen Sturzflug verwandelt. Eine neue Euro-Krise wird auch Ihnen mehr zusetzen, als Ihnen evtl. lieb ist. Hier sei zu erwähnen, dass vor allem die Mitarbeiter in einer solchen Zeit motiviert werden MÜSSEN!
Manager leiden an der Mehr-Krise-Mehr-Jobs-Streichen-Mehr-Geld-kassieren-Krankheit. Vor allem sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden – denn Mercedes Automobile haben schon lange nicht mehr den exzellenten Ruf der Vergangenheit. Leider!
@Peter Vogel
Ich muss ich Ihnen bei Ihrer Ausführung zu 100% Recht geben. Allerdings fahre ich noch keine 12 Jahre Mercedes sondern erst 5 Jahre. Hinzu kommt, dass ich mit (jetzt) 30 Jahren wohl auch nicht der typische Mercedes-Kunde bin. Meine erste Werkstatt hat mir permanent vermittelt, dass ich wohl zu jung bin und überzogene Qualitätansprüche habe. So ist es mehrmals vorgekommen, dass ich das Auto dreckiger zurück erhalten habe vor allem im Innenraum, als ich es abgegeben habe. Man wird halt mit jüngeren Jahren (damals unter 30) wohl einfach nicht ernst genommen.
Ich bin über ein Jahr mit permanent streikendem Auto (Neuwagen SLK) in der Werkstatt gewesen. Nach dem gefühlten X-ten Nachbessern bin ich freiwillig etwas weiter weg zur nächsten Mercedes-Werkstatt gefahren. Diese konnte den Fehler dann beheben – was aber leider an der Qualität der Autos nichts ändert.
Nach der Abgabe des SLK letzten Jahres habe ich mich für eine neue C-Klasse entschieden und fahre diese seit Okt 2011. Die Qualität ist nicht sehr viel besser – leider. Dieses Auto (C250 CDI 4 MATIC) hat vereinzelt Probleme mit dem Anlassen. Ich verfüge bei diesem Auto über ein Keyless GO Startknopf und benutze diesen auch. Leider springt das Auto oft nicht auf Anhieb an – aber die Werkstatt findet kein Problem. Batterie, Anlasser usw. wohl alles in Ordnung. Also liegt es entweder an dem Keyless GO selbst oder es ist einfach ein Montagsauto.
Was ich noch vergessen hatte: Meine neuen original Mercedes-Sommerreifen wurden mir wohl mit undichten Ventilen ausgeliefert. Die Reifen haben permanent Luft verloren. Der Reifendruck-Warner war alle 1-2 Wochen in Betrieb und ich musste Luft nachfüllen. Die Werkstatt wollte mir gleich direkt neue Reifen verkaufen und Geld kassieren – obwohl die Reifen nicht mal 3 Monate alt waren und nicht mal 1400km hatten. Eine Sicht-Inspektion der Reifen war auch laut Werkstatt vollkommen i.O.
Eine Woche später hat sich die Werkstatt wieder gemeldet und ein neues Softwareupdate für mein Auto zum Thema Reifendruckkontrolle eingespielt. Die Ventile wurden alle getauscht und seitdem ist Ruhe. Einziges Problem: Mein vorderer linker Kotflügel wurde in der Werkstatt beschädigt und zerkratzt. Da dieser Schaden von der Werkstatt verursacht wurde, habe ich mir das schriftlich geben lassen. Das Bauteil wurde abmontiert und von der Werkstatt Mercedes-konform nachlackiert.
Eine Woche später sind dann die Assistenz-Systeme für Spurhalte- und Totwinkel-Assistent ausgefallen. Auch deswegen war ich in der Werkstatt… die haben den Fehlerspeicher ausgelesen und auch noch einiges gemacht/umgestellt auch wegen dem Problem mit dem Anspringen des Autos. Vor einigen Tagen ist es allerdings wieder nicht korrekt angesprungen… wieder erst beim zweiten Versuch.
In den letzten Tagen hatte ich dann noch ein Problem mit dem Automatikgetriebe: Es wurde nicht mehr korrekt hochgeschaltet (Modus E) und das Auto ist in der Stadt bei Tempo 50 mit hohen Drehzahlen gefahren. Es war nicht der manuelle Modus aktiv und auch die Schaltwippen habe ich nicht benutzt. Nach dem Abstellen des Autos sowie Neustarten/Durchschalten aller Modi hat es dann wieder funktioniert.
Premium? Natürlich! Dann möchte ich nicht wissen, was Holzklasse ist.
Ich sehe das aber inzwischen recht entspannt… wenn das Auto dann in ein paar Jahren ausläuft finde ich mit Sicherheit einen anderen zuverlässigen Hersteller … denn natürlich bin ich mir auch ganz sicher, dass Mercedes auf Kunden wie mich verzichten kann bzw. keinen Wert auf Kunden wie mich legt.
Ja ich weiß, das andere Automobilhersteller nicht unbedingt besser sein müssen – aber evtl. würde ich noch einmal Porsche versuchen, da mir BMW und Audi nicht zusagt. Notfalls kommt dann mal ein amerikanisches Auto… Deutschland hin oder her… eine Corvette kann dem hohen Benzinpreis zum Trotz trotzdem Spass machen
Gruß Rylex
P.S. Sorry für die lange Ausführung aber eine derartige Manager-Einstellung auch grade zum Thema sparen kann ich nicht mehr hören!
21.August 2012 at 13:19
Was ist dem Appell für ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein so falsch ?
Eigentlich sollte Kostenbewusstsein der Mitarbeiter selbstverständlich sein, in jeder Firma.
Natürlich wird insbesondere in großen Firmen im Großen wie im Kleinen Geld verplempert (was sicher auch ein jeder etwas anders sehen wird, auch über die Hirarchieebenen hinweg).
Genauso gibt es aber auch bei Mitarbeitern die Einstellung, “dass lass ich mir jetzt mal raus, die Firma kann sich´s leisten”.
…und genau hier gilt es die richtige (!) Balance zu finden und sich zumindest bewusst zu machen, was die finanziellen Konsequenzen des eigenen Handelns sind.
Ein guter Maßstab kann auch das eigene Handeln im privaten Bereich sein: Meine persönliche Erfahrung ist, dass hier fast immer mit Firmengeld ganz anders (=großzügiger) umgegangen wird, als mit dem eigenen Geld.
Ja, Mercedes verlangt Premiumpreise und muss dafür auch Premiumqualität abliefern. Aber Kostenbewusstsein heißt nicht, kein Geld mehr auszugeben, sondern das vorhandene Geld für das Richtige auszugeben (sollten sich unsere Politiker auch mal vornehmen
21.August 2012 at 21:03
@ Markus Jordan:
Aktuelles Beispiel: Am Bürostuhl meines Kollegen fehlen 3 Rollen, die jeweils aufgrund von Materialermüdung abgebrochen sind. Die Stühle sind 15 Jahre alt und werden täglich mehr als 6 Stunden benutzt. Es wurde ein neuer Stuhl beim zuständigen Bereichsleiter angefordert. Die Anforderung wurde ABGELEHNT, da wir sparen müssen und nicht für jeden Mitarbeiter immer neue Sachen zu Verfügung stellen könnten. So die Begründung der Ablehnung.
Ganz nebenbei hat gerade diese Führungskraft ein Jahr zuvor einen hohen Betrag in den Sand gesetzt und täglich wird so viel Geld verschwendet anstatt in die relevanten Dinge zu investieren.
Gespart wird auch an den Azubis bzw. Mitarbeitern: Keine eigenen Programmzugriffe in den kfm. Bereichen, die eigentlich Standtart sein müssten um wirklich was arbeiten und lernen zu können / kein eigener Werkzeugwagen in der Werkstatt für technische Azubis / heute waren es bei uns in den Büros 35°, ist das etwa eine angemessene Arbeitsumgebung??
21.August 2012 at 22:24
@Tim
wenn der Chinese als Ersatz für den Araber bei Daimler einsteigt,hat sich das mit der F1 eh erledigt.
22.August 2012 at 00:08
@Sterndeuter
Ich kann dir nur zustimmen!
Sicher haben einige diesen Artikel in den falschen Hals bekommen!
Und jeder MA sollte nur kurz überlegen, ob diese Ausgabe jetzt notwendig ist, bzw. ob sie zu diesem Zeitpunkt auch privat ausgeführt worden wäre. Mehr steckt doch hinter seinem Wunsch nicht!
Was ich aber auch nachvollziehen kann, sind ALLE Anmerkungen der Vorredner!
Ich habe wirklich das Gefühl, dass die Prioritäten sich eindeutig zu sehr Richtung Kosten einsparen und Gewinn Optimierung gerichtet haben!
Leider ist der Daimler nicht mehr das was er war! Er wird es auch in den nächsten Jahren nicht mehr werden, wenn man an allen Ecken und Enden spart! Die Qualitäten der Fahrzeuge ist unter aller Würde! Mir fallen auf Anhieb duzende Beispiele ein. Ich werde sie aber nicht alle aufführen!
Wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, dann macht es die MA, die mit Leib und Seele für den Konzern Arbeiten und Einsatz bringen, schnell traurig!
Die neuen Fahrzeuge sehen alle schick aus, auch die Zukünftigen. Mit einem Design kann man aber auch mal daneben liegen, bzw. nicht jeden Geschmack treffen, so ist es halt!
Was aber auf jeden Fall passen muss, ist die Qualität! Wer einen Premium-Preis verlangt, muss auch sehr sehr viel Premium an den Kunden geben! Das Motto, “Das Beste oder nichts!” empfinde ich grundsätzlich Super und passend, muss dann aber auch genau so umgesetzt werden! Sonst wird man ganz schnell zur Lachnummer! Wie man den Beschwerden der Kunden zuvor entnehmen kann.
22.August 2012 at 01:56
@Markus: kann ich nur bestaetigen. Wie hier teilw. Geld durch Fehlplanungen verbrannt wird ist der Wahnsinn. Wenn ein Werkleiter, dem man ein Projekt vorstellt, das 40Mio Gewinn erzielen kann, gelassen sagt: “was wollen wir denn mit 40mio?” dann halte ich das für hoechst konzernschaedigend. Hier sollte Dr Z. mal aufräumen, nicht unten bei der Arbeiterklasse die tagtäglich versucht, unseren Produkten einen gewissen Spirit einzuhauchen!
22.August 2012 at 13:28
@Dominic
Die grundsätzliche Idee von Dr. Z. mag durchaus in die richtige Richtung gehen und ich muss dazu sagen, dass Mercedes auch nur aus der Kundensicht betrachten kann. Dennoch passt hier schon seit ein paar Jahren so einiges mit der Firma nicht mehr – was man direkt bei der Qualität der Fahrzeuge erkennen kann.
Aber jetzt mal ganz ehrlich? “Das Beste oder nichts!” ist wohl ein Wunsch-Gedanke. Die Realität sieht leider ganz anders aus. Viele Kunden empfinden diesen Slowgan teilweise schon als persönliche Beleidigung, weil sie das Gefühl haben, dass man sie für dumm verkaufen möchte. Und ja ich tendiere langsam auch in diese Richtung. Dabei ist Mercedes durchaus eine Marke, mit der ich mich identifizieren könnte und möchte. Leider ist das Design vor allem im Innenraum in die komplett falsche Richtung gelaufen in der letzten Zeit. Das Thema mit den runden Lüftungsdüsen hatten wir ja aber schon.
Viel schlimmer aber ist die Qualität. Ich bin mit meiner C-Klasse vom Design her wirklich sehr zufrieden. Auch der Innenraum ist schön gemacht und es gibt zum Glück noch keine runden Spiel-Lüftungsdüsen. Die Qualität aber z.B. vom Leder bei den Sitzen bzw. von Elementen wie Fensterheber oder Drucktasten auf der Mittelkonsole ist schlichtweg Note 6 – ungenügend. Natürlich weiß ich, dass eine C-Klasse kein repräsentatives Auto ist. Es muss ja schon eine E- oder eine S-Klasse sein, damit man bei Mercedes überhaupt den Kundenstatus wert ist. Aber für eine C-Klasse im Wert von ca. 70.000 EUR kann man eben nicht alles erwarten. Da muss ich mich heute eben selbst fragen, was ich mir halt erwartet habe. In meiner obigen “Pannen-Aufzählung” möchte ich noch auf das Thema Qualität der Knöpfe vor allem in der Mittelkonsole eingehen. Ich habe meinen Neuwagen jetzt noch nicht einmal ein Jahr. Der Knopf für die Start-Stopp-Funktion sitzt in der Mittelkonsole und hat bereits nach kurzer Zeit Funktionsstörungen gehabt. Hier wird billigstes Material verbaut! In jedem Skoda, VW oder wahrscheinlich selbst in nem Fiat sind die Tasten besser! Ich drücke die Taste um die (unsinnige) ECO-Funktion auszuschalten. Mal funktioniert dies, mal eben nicht. Obwohl der Druckpunkt betätigt wurde funktioniert die Taste oft einfach nicht. Also hat mir meine Werkstatt das komplette Bedienelement getauscht. Bzw. sie haben das neue Bedienelement für mich bestellt – ich bin in die Werkstatt gefahren und sie haben das Auto auseinander genommen. Nach einer Stunde Wartezeit kommt der Meister zu mir – ich denke schon ich kann den Wagen wieder mitnehmen. Aber dann sagt er: “Es tut uns leid wir haben das falsche Bedienteil bestellt. Auf dem neuen fehlt die Taste für die Standheizung. Warten Sie bitte kurz wir bauen das alte Teil wieder ein und machen einen neuen Termin.”… Holzklasse trifft es. Premium wäre das falsche Wort!
Aber alles wird gut dachte ich: Beim nächsten Termin war das korrekte Teil vorrätig und das ging dann wie am Anfang ca. einen Monat gut. Danach zeigte die Taste schon wieder Ausfälle. Über solche Sachen brauch man gar nicht zu diskutieren im Bereich der 70.000 EUR – das ist einfach nur Note 6. Hier wird am falschen Ende gespart: eine vernünftige Taste mit richtigem Druckpunkt und 100%-iger Funktion. Was die Qualitätsprüfung bei Daimler macht, möchte ich nicht wissen. Und ja – ich weiß wie man eine Taste korrekt drücken muss. Außerdem finde ich das ganze ECO Start-Stopp Thema (das ja leider gesetzlich wegen den Abgasen so gekommen ist) zum aus der Haut fahren. Das braucht kein Mensch – es nervt – es stört – ich will es nicht!
Zum Thema Qualität noch ein Wort zur Memory-Funktion. Ich habe das Thema bereits einmal im Entwicklungszentrum in Stuttgart bei Mercedes bei einem Besuch angesprochen. Die Leute dort waren sehr verwundert und angeblich weiß niemand von dem Problem. Das Problem wurde dann an die Entwicklung weitergeleitet und hat sich dann von selbst erledigt. Es wird einfach nicht korrekt gearbeitet. Mein Ansprechpartner aus dem Entwicklungszentrum in Stuttgart Sindelfingen hat mir jedenfalls mitgeteilt, dass die Entwicklung nichts unternehmen wird. Es geht um das Problem in allen mir bekannten Modellreihen wie C-Klasse, E-Klasse, SLK-Klasse, SL-Klasse (S-Klasse habe ich nicht nicht probiert), dass die Memory-Funktion nicht 100% funktioniert. Das kann man am besten ausprobieren indem man den Sitz in eine Position bringt. Wenn man den Sitz dann ein Stück nach vorne schiebt und die gespeicherte Position lädt, dann wird eine Position angesteuert, die VOR dem Speicherpunkt ist. Man sitzt also zu weit vorne. Andersrum wenn man den Sitz nach hinten schiebt und die Position lädt, wird eine Position HINTER dem Speicherpunkt angesteuert und man sitzt zu weit hinten. Jetzt mögt Ihr sagen das sind Kleinigkeiten – OK – aber das ist bei JEDER (!!!) Position so. Lehnenneigung, Sitzabstand, Lenkrad Position horizontal/vertikal, Sitzkissenneigung, Sitzhöhe, Spiegelposition in jede Richtung usw. Durch die vielen Variablen kommt es dann dazu, dass die gespeicherte Position auf keinen Fall mehr passt! Das dies bei Mercedes nicht bekannt war, bis ich es angesprochen habe spricht wieder sehr für die Qualitätssicherung.
Ich könnte noch mehr Geschichten erzählen, aber irgendwann ist es genug. Wer mehr wissen möchte kann sich gerne bei mir privat melden.
Ich schreibe das hier nicht um schlechte Laune oder Frust zu verbreiten. Ich schreibe das hier, weil das Management wohl keine Ahnung hat, was draußen bei den Kunden so läuft – und wie die Kunden Mercedes inzwischen sehen!
Gruß Rylex
22.August 2012 at 16:55
@ Rylex
wieso schaltest Du die Start-Stopp-Funktion aus?!
Ich empfinde das als wirklich sehr sinnvolle, ökologische und ökonomische Funktion. Aber das ist ja Dein Ding.
Dass die Tasten nicht funktionieren, kann ich nicht nachvollziehen. Dass sie ja vom Grundsatz wie die Sitzheizung funktioniert und diese IMMER einwandfrei, ich bin ehrlich sehr überrascht! Vielleicht drückst du aus Wut über diese “blöde Eco S-S-F” zu kräftig auf die Taste?!
Auch das mit dem Memory ist mir ganz neu… meine funktioniert zu 100% exakt.
Aber Du wirst bestimmt recht haben. Ich kann es leider nicht bestätigen.
Das die Herren aus der Werkstatt das falsche Teil bestellt haben, ist natürlich sehr ärgerlich, aber sind halt auch nur Menschen. Kann halt mal passieren.
Dafür schmeckt der Kaffee im Autohaus bestimmt sehr gut, oder?
22.August 2012 at 17:55
@dominic: Es gibt bei mir Situationen, da schalte ich das Start-Stopp per ECO-Taste gerne mal aus, – das ist aber eher selten ..
23.August 2012 at 10:37
Gerade gelesen und direkt große Sorgenfalten auf der Stirn:
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:autoallianzen-japaner-sollen-am-mercedes-mitbauen/70080171.html
23.August 2012 at 11:02
@Dominic
Es gibt Situationen, da beötigt man Start-Stopp einfach nicht. z.B. wenn man am Firmengelände vor der Schranke steht – das Fenster offen ist und man mit der Sicherheitskarte die Schranke öffnet. Für die paar Sekunden vor der Schranke den Motor aus und wieder einzuschalten lohnt sich nicht. Außerdem vermittelt das den Eindruck man könnte nicht Auto fahren weil es so rüberkommt als würde man das Auto abwürgen. Start-Stopp lohnt sich generell erst ab 20 bis 30sec – mindestens.
Die Drucktasten betätige ich ganz normal wie ein normaler Mensch. Die ECO-Start Stopp-Taste dabei am meisten. Weder drücke ich zu fest auf die Taste – noch drücke ich zu kurz. Das Autohaus konnte das Problem ja auch nachvollziehen und hat deshalb das Bedienteil getauscht. Der Verkäufer war selbst ganz irritiert bei meiner Vorführung. Das es jetzt nach kurzer Zeit wieder nicht mehr sauber funktioniert spricht nicht wirklich für Verarbeitung und Qualität bei Mercedes.
Thema Memory-Paket das bei Dir korrekt funktionieren soll: Um welches Auto handelt es sich denn? Ich weiß das die Memory-Funktion bei BMW korrekt funktioniert. Bei Mercedes war ich in noch keinem Modell gesessen, in dem die wirklich so funktioniert, wie sie funktionieren soll. Aber Du kannst es gern mal selbst einfach ausprobieren. Stell z.B. mal den Spiegel von der Fahrerseite so ein, dass Du ganz knapp unten am Spiegel den oberen Rand von dem Türgriff siehst – aber nur ganz knapp. Dann verschiebe den Spiegel nach oben und lade die Position. Du wirst den oberen Rand vom Spiegel nicht mehr sehen. Danach verschiebe den Spiegel nach unten und lade erneut die Position. Du wirst viel mehr vom Türgriff sehen als gewünscht. Dies betrifft wie gesagt jede (!!) Position. Sitzeinstellung vor/zurück, Sitzhöhe, Sitzlehne, Lenkrad vor/zurück und die Höhe… usw.
Bei einer einzigen Einstellung kein Problem. Bei 4 Richtungsmöglichkeiten bei jedem Spiegel, 2 beim Sitzabstand und 2 bei der Sitzhöhe, 2 bei der Sitzlehne, 2 bei der Sitzkissenneigung und 4 beim Lenkrad kann sich das gerne jeder ausrechnen wie genau dies dann ist. Und wie gesagt: Bei BMW funktioniert es tadellos – ich war selbst ganz überrascht.
Probier das bitte mit dem Spiegel mal aus und dem Laden der Position und geb mir bescheid. Zu erreichen bin ich bei “gmx” mit “.de” unter meinem Namen hier.
Oder schreib einfach hier zurück.
Übrigens trinke ich keinen Kaffee, da ich eine Lebensmittelunverträglichkeit habe um genau zu sein eine Histaminintoleranz und da darf ich neben Weizen, Hefe, Tomaten, Bananen, Erdbeeren, Himbeeren, Ananas, Schokolade, Alkohol usw. nunmal auch keinen Kaffee.
Natürlich kann so etwas immer passieren. Wenn man aber über zwei Wochen auf den Termin wartet und dazu eine Anfahrt von 25km hat… dann eine Stunde wartet und 25km zurückfährt ist man einfach frustriert.
n die nähere Werkstatt (7km) fahre ich wie gesagt nicht mehr. Die haben mir meinen SLK bei der Abgabe beschädigt und wollten eine Nachzahlung haben. Dabei war der Autolack bei Abgabe 100% in Ordnung (mit Zeugen das Auto übergeben). Gutachter kam aber erst am nächsten Tag – da habe ich aber meine neue C-Klasse in Stuttgart abgeholt und natürlich war das Autohaus mit dem SLK sauer weil ich mir die C-Klasse nicht dort bestellt habe sondern 25km weiter weg. Ich habe gesagt ich entscheide mich für das beste Angebot und wenn ich von dem Autohaus vier Angebote bekomme und alle sind schlechter und ich sage da muss noch was gehen und die bemühen sich nicht, dann kaufe ich da nicht. Das aber das eigene Auto daraufhin beschädigt wird war mir auch neu. Eine neue Fahrzeugabgabe erfolgt bei mir nur noch mit Kamera, Zeugen und Beweismaterial das das Auto bei Dir Übergabe top in Ordnung ist.
Das Auto (SLK) sah bei Abgabe aus wie neu. 35.000km und 4 Jahre alt – und dann sowas. Übrigens auch Schäden an allen vier Felgen (kleine runde Löcher). Und dann kommt der Geschäftsführer und sagt mir das war sicher das Salz vom Winter. Allerdings waren dies meine Sommerfelgen – sehr gepflegt und top i.O.
Wie gesagt seitdem fahre ich lieber 25km weiter weg weil eine solche Werkstatt unterstütze ich nicht. In meinen Augen sind das Verbrecher.
Gruß Rylex
23.August 2012 at 11:10
@Roman: Warum ? Solange z.B. ein GLA unter Infinity Label in Kecskemet gebaut würde ist das doch OK. Könnte zumindest die Auslastung unseres Werks weiter sichern.
Nach Pressemeldungen soll das Werk in Kecskemet auch weiter ausgebaut werden, was in diese Richtung gehen könnte (falls nicht ohnehin mehrere Stufen für die MFA varianten geplant waren).
Wenn der “Infinity-GLA” irgendwo in Russland gebaut würde, wäre das für Daimler eigentlich auch OK, zumindest solange keine Mercedesproduktion irgendwohin abwandert.
Die Allianz mit Renault/Nissan bzw. deren Luxustochter Infinity sehe ich nicht negativ. Wenn die MFA-Plattform kontrolliert für Derivate an andere (Premium)Hersteller verkauft werden kann, sorgt das auch für Profitabilität.
Nur sollte man eben kein “Badge-Engineering” betreiben und einfach ein anderes Label aufkleben. Das wäre sicher tödlich für das Mercedes Image.
23.August 2012 at 11:18
Genau um das Image geht es mir. Ich weiß nicht, wie die Kunden reagieren, wenn ein Mercedes in einem Infinity-Werk gebaut werden sollte. Das geht schon an den Kern der Marke, finde ich.
23.August 2012 at 11:23
@Markus Jordan:
Vielleicht brauchen wir ein MB-Service “Motzblog”, z.B. aufgehängt an einer Meldung zum Ergebnis eines MB-Werkstatttests ?
Zumindest bei der AMS schneiden die MB-Werkstätten ja relativ gut ab(leider auch nicht perfekt, was man als Kunde ja eigentlich erwarten dürfte).
Meine PWI Erfahrungen sind jetzt auch nicht immer auf perfektem Niveau, aber man merkt zumindest einen positiven Einfluss von Serviceschulungen (Kann VW aber mindestens genausogut).
23.August 2012 at 12:31
eine meckerecke wäre nicht schlecht. wenn man dann auch die normalen threads von meckerbeiträgen seitens der moderation befreien würde.
ansonsten verstehe ich die hier sich meldenden meckerer mit ihren problemen gut: es sind wie am konfrontativen schreibstil gut abzulesen ist, eher menschen, die im leben anecken. diesen leuten passiert auch automatisch mehr negatives, weil menschen aufeinander reagieren.
ob man nach etlichen jahren eine seitwange des sitzes aus kunstleder ersetzt bekommen muß, würde ich klar verneinen. es ist gebrauch und abnutzung, die nun einmal entsteht. übrigens ist der bruch des seitwangenbezugs nicht unvermeidbar – eine regelmäßige reinigung mit passendem mittel hilft viel und ist auch bei dunklem material, wo man feinschmutz nicht sieht, essentiell. auch eine dynamische ein- und aussteigbewegung eines sportlichen menschen lässt die seitwangen unbeschadet.
ich will aber nicht sagen, daß mercedes sich beim konstruieren und bauen der autos nicht verbessern kann. mehr gleichteile und mehr plattformstrategie täten sicher gut. eher fragt man sich, warum so lange nicht konsequent vereinheitlicht wurde. undn icht nur im großen, auch im kleinen. warum sind zb die türklippse der innenverkleidungen bei c und e-klasse unterschiedlich? ist doch irre. insgesamt wäre sparen an technik und wertigkeit schlecht, ist aber momentan offenbar auch kein thema. zum glück sind aktuelle bmw und audi sehr gut gebaute autos mit viel zuspruch. das beschert uns bessere mercedes in den nächsten jahren.
23.August 2012 at 15:37
Man könnte eventuell ein kleines Forum integrieren.
3 Bereiche:
Modellnews
Mercedes Allgemein
Meckerecke
je übersichtlicher und kompakter desto besser
23.August 2012 at 17:16
Forum ist angedacht… und in der Mache.
23.August 2012 at 17:29
Ich schreibe sicherlich oft kritisch – aber das ist nunmal meine Erfahrung mit Mercedes. Sicherlich gibt es auch Positives:
- Distronic Plus und ILS => Absolut genial! Möchte man nicht mehr vermissen!
- 4MATIC => Genau das richtige für unsere strengeren Winter
- Standheizung => Möchte man nicht mehr vermissen => aber leider wohl auch mit Problemen
- Sitzkomfort richtig gut im Vergleich zu BMW-Modellen (1er, 3er, Z4…) … lediglich der 5er hatte noch bessere Stze als meine C-Klasse aber da müsste ich dann die E-Klasse mit vergleichen.
- 7G Tronic => Meiner Meinung nach immer noch das beste Getriebe überhaupt auf dem Markt! Nicht das schnellste (wie Doppelkupplung) aber komfortabel und treffsicher!
- Lackierung vom Auto wirklich TOP und robust. Selten so guten Autolack bei Mitbewerbern gesehen!
Unterm Strich ist trotz der positiven Sachen aber das bezahlte Geld für die erbrachte Leistung einfach zu hoch. Vor allem das Thema Langzeitqualität ist kritisch zu sehen. Wenn bei Cent-Artikeln wie Tasten gespart wird, muss es auf kurz oder lang in die Hose gehen. Übrigens neulich in der Werkstatt ne alte A-Klasse als Ersatzwagen bekommen: Die Fensterheber in dieser alten A-Klasse sind um Längen besser als die in meiner neuen C-Klasse. Meine sind miserabel verarbeitet knarzen und wackeln im Vergleich dazu schon in Ruhestellung leicht… Cent-Artikel wohl…
Gruß Rylex
24.August 2012 at 00:16
Bezüglich Zuverlässigkeit bei Mercedes kann ich den Extremtest der Autobild C-Klasse empfehlen, das Ding geht stramm auf die 300k km, ausser einem Kat und diversen Birnen war nicht viel los. Auto Bild 33/2012.
Ich habe meine Zweifel ob BMW und Audi weniger Probleme machen als Mercedes, tendenziell haben beide in den letzten Jahren den Rotstift häufiger eingesetzt als Mercedes.Bei Lexus sorgte das zu schnelle Wachstum für einen Absturz was die Qualität angeht.
Ich fände es sehr schade wenn Mercedes Benz die Produktion in den Osten verlagern würde, eine E oder S-Klasse aus Ungarn kann ich mir nur schwer vorstellen. Ich bin gespannt wie gut die Qualität der A und B-Klassen Made in Hungary sein wird.
Die Amis haben so langsam den Dreh raus wenn man sich ML und GL anschaut.
24.August 2012 at 08:30
@cerb-ch: hast du dir denn mal den ölverbrauch des c-klasse testwagens in der autobild angeschaut? erschreckend, zumal der wagen ausschließlich in motorschonendem langstreckenbetrieb läuft.
24.August 2012 at 12:03
ne hab das passende Heft nicht zur Hand, wo liegt er?
24.August 2012 at 13:29
13 l nur nachfüllen zwischen den ölwechseln auf den ersten 100tkm, 26 l nachfüllen zwischen den ölwechseln von 100 auf 200tkm. eine verdopplung der vorher eh nicht knappen nachfüllmenge. also steht zu befürchten, daß der ölverbrauch noch weiter zunehmen wird.
24.August 2012 at 13:55
Ich hab die Zeitschrift ebenfalls nicht zur Hand. Um was für einen Motor handelt es sich denn? Benziner oder Diesel?
24.August 2012 at 20:24
Faustformel alles unter 1L auf 1000km ist gut. Aber vielleicht bin durch die youngtimer unterschiedlicher couleur abgehärtet.
24.August 2012 at 23:48
du solltest gebrauchtwagen verkaufen.
@rylex: benziner.
25.August 2012 at 00:50
Danke für die Info. Eher wahrscheinlich ein aufgeladener 1,8er Motor oder? Kann mir net denken, dass die nen V6 getestet haben.
25.August 2012 at 01:49
ist der 180er Kompressor.
Ne ich sehe es halt pragmatisch, schlimm wirds erst wenn der Motor Motoröl “produziert”…
oder es ordentlich blau ausm Auspuff qualmt…
( Benzin oder Diesel kondensiert an den Wänden und verdünnnt das Motoröl)
25.August 2012 at 11:07
Ja das soll ja vor allem bei dem ganzen Bio-Schrott was an Benzin auch gesetzlich vorgeschrieben ist passieren. Beim Diesel kann man wenigstens ARAL Ultimate tanken da ist keine Bio Suppe drin – dann sollte das auch nicht so schlimm werden. Selbst im Shell V-Power oder V-Power Diesel ist das Bio-Zeugs drin. Davon halt ich nichts… vor allem E10 ist das Letzte.
25.August 2012 at 20:31
Sehr geehrter Vorstände, Mitglieder der Geschäftsführung und Niederlassungsleiter,
ich will Ihnen eine bemerkenswerte Geschichte mitten aus ihrem Unternehmen erzählen.
Es ist jetzt Freitag um 20.00 Uhr. Ich sitze in einem bescheidenen Münchener Hotel, weil alles anders kam.
Gestern um diese Zeit war ich mit meinem 6 Jahre alten ML63 AMG (mein ganzer Stolz) auf dem Weg von Luzern nach München. Ich schaffte es gerade noch bis zur Hauptniederlassung in der schönen Stadt an der Isar. Dann gab das Auto, das ein halbes Vermögen gekostet hat, nach nicht mal 80.000 km Gesamtfahrleistung den Geist auf. Die Lichtmaschine war kaputt. Die Profis wissen, was das heisst. Auch wenn ich damals so viel Geld investiert habe, damit mir genau das nicht so schnell passiert, ist es dennoch passiert. Aber selbst das kann ja mal passieren. Doch dann begann eine wahre Odyssee. Der Mann an der Pforte in der Arnulfstrasse sah mich um 23.58 Uhr eher als Sicherheitsproblem, denn als verzweifelten Kunden. Nach gutem Zureden und mit Hilfe eines tollen Helfers vom ADAC schoben wir das Auto in den Hof. Ich füllte alle Papiere aus und verabschiedete mich mit der dringenden Bitte, dass ich am nächsten Abend wieder nach Luzern müsse. Denn da würden mehrere Geschäftspartner und 2 Kinder warten, die ihren Papa selten sehen. Um sicher zu gehen, fahre ich heute morgen vor meinem anstrengendem Geschäftstag in München nochmals in der Werkstatt vorbei, um persönlich darum zu bitten, wie wichtig es für mich sei, dass ich abends wieder in die Schweiz fahren kann. Ich machte mir keine Sorgen. Es ist ja nicht die Wüste, sondern München. Es ist ja kein Oldtimer sondern ein 6 Jahre altes über 100.000 € teures Auto und es ist die Lichtmaschine und kein Exotisches Bauteil aus einem vergangenen Jahrhundert. Es sollte also kein Problem sein, für eine Top Automarke im Land des Automobils in 12 Stunden das Problem zu lösen. Doch ich erinnere: Alles kam anders.
Ich will mich nicht weiter in Details verlieren. Nur so viel: Mercedes scheiterte. Man war wohl bemüht, aber ich traute meinen Ohren nicht, als man mir im Laufe des Tages anbot, man können noch ein Taxi losschicken, um das Teil holen zu lassen. Dann müsste ich aber bitte die geschätzten 700 € aus eigener Tasche zahlen.
Das war es also. Ich sollte für die Logistik- und Lageprobleme von Mercedes aufkommen. Und: Keiner interessierte sich für mein Problem wegen der dringenden Rückfahrt. Entweder 700 € oder eine Nacht in München: Geschäftspartner die sauer und Kinder die traurig sind, weil der Papi nicht nach Hause kommt. Aus Prinzip war und bin ich nicht bereit, dafür zu zahlen. Meine Enttäuschung sitzt tief. Ich denke gerade an die hunderttausenden €, die für Werbung, Kundengewinnungsprogramme usw. ausgegeben werden.
Wenn es MB nicht schafft, in 12 Stunden eine Lichtmaschine zu besorgen, was macht der Konzern in der nächsten Krise? Zum Glück hatte ich noch meine alte gute ADAC Karte für ein paar Euro Jahresmitgliedschaft. Das verhalf mir zumindest zu einem verständnisvollen Ansprechpartner, ein paar Taxifahrten und einem Hotel.
Ich werde nicht ruhig schlafen können, denn ich kann jetzt nicht mal sicher sein, ob das Problem morgen gelöst wird. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und Mercedes? Nun, Mercedes hat einen guten Kunden verloren und einen Mulitplikatoren aktiviert der die Geschichte immer wieder als Anschauungsbeispiel für viele Themen nutzen kann. Vor allem aber ist für mich ein einst stolzer Stern verblasst.
Vielleicht wird dieser Eintrag gelöscht, weil das Medienmonitoring einen Shitstorm befürchtet. Vielleicht liest das keiner, weil es keinen interessiert. Vielleicht aber landet es auch auf dem richtigen Schreibtisch und hilft irgendwann einem anderen Mercedes Fahrer in einer unbequemen Situation, dass man sich auch nach seinem Kauf noch um ihn kümmert. Gute Nacht.
Nachtrag:
Der ML wurde dann tatsächlich noch am Samstag um 13.00 Uhr fertig. Auf die Frage, warum das von der langen Fahrt noch sehr verschmutzte Auto nicht – wie von Mercedes gewohnt – gewaschen wurde, gab es die Antwort. „Wir haben es doch repariert.“ An diesem Tag war übrigens in Münchens Hauptniederlassung gerade Probefahrt-Tag.
25.August 2012 at 22:15
ich möchte als normaler kunde darauf antworten: ich verstehe das unverschämte anspruchsdenken nicht. du hast ein auto, das 6 jahre alt ist und nicht mehr hergestellt wird. dein auto hat gemäß statistik (2010)das alter des durchschnittlichen gebrauchtwagens in deutschland. zumal ist die motorisierung auch früher sehr selten gewesen.
daß also ein spezielles ersatzteil dafür nicht in jeder werkstatt lagert, dürfte klar sein. overnight ist sie da. das finde ich perfekt. sehr nett finde ich sogar das angebot der taxi-eilbeschaffung am selben tage. die chance bei einem ml63-fahrer, daß er ernsthaft premium-service wünscht und zahlen kann, ist ja nicht gering. zumal 700€ für einen manager-tagessatz ein spottpreis sind.
was mich besonders interessieren würde, wäre die unglückliche marke, die du danach mit einem kauf heimsuchen wirst. den service, den du dir vorstellst, nämlich lebenslange garantie auf alles plus premium-mobilhaltung gibt es nämlich nirgends auch nur in ansätzen.
25.August 2012 at 22:57
Wir löschen solche Beiträge hier nicht – keine Angst. Der Beitrag wird gelesen, – keine Sorge – nicht nur von der Niederlassung Muenchen selbst,…
26.August 2012 at 09:55
Vielen Dank lieber Oliver für Deinen ausführlichen Beitrag!
Sicher kann man für Deine Enttäuschung Verständnis zeigen, dennoch finde ich Deine angedeutete Reaktion überzogen!
Dein Fahrzeug wurde über Nacht repariert, das ist doch Spitze!
Bevor Du Dich auf eine andere Marke stürzt, empfehle ich Dir mal die Werkstatttest der letzten Jahre Markenübergreifend zu lesen! Dabei wirst du sehr schnell feststellen, dass Du Premium-Services ausschließlich bei Mercedes-Benz erhältst! Und dank Deines Berichts, fühle ich mich darin auch bestätigt!
Vielleicht siehst Du es mit etwas Abstand, etwas entspannter.
26.August 2012 at 12:27
Wurde hier MobiloLife in Anspruch genommen? – ich denke nicht- so waere der Kunde mobil geblieben..- jedoch muss die Werkstatt nicht darauf hinweisen..
26.August 2012 at 12:29
Ja ich finde auch, dass die Sache in diesem Rahmen doch recht gut gelöst wurde. Wenn man sich die Werkstatt-Tests bei BMW hingegen anschaut, bekommt man das kalte Schütteln und Brausen. Siehe aktuelle Auto Motor Sport.
Zwar bin auch ich aus meinen obigen Berichten mit meiner aktuellen Werkstatt schon ein paar Mal auf die Nase gefallen aber trotzdem – sie machen ihre Arbeit um Längen besser als die alte Werkstatt. Auch wenn beim vorletzten Werkstatt-Besuch das Auto am Kotflügel beschädigt wurde von der Werkstatt und nachlackiert wurde, fand ich das absolut in Ordnung.
Denn: Der Meister hat mich angerufen und sich entschuldigt und gesagt sie bessern es nach und man wird nichts sehen. Naja “nichts” ist überzogen man sieht schon, dass das Teil lackiert wurde. Ich fand es aber sehr anständig, dass sie es mir gleich direkt gesagt haben und nicht selbst nachgebessert haben ohne mich zu informieren. Ich denke auch man braucht immer etwas Abstand zu der Sache.
Die Qualität der Autos ist wirklich nicht die beste und an einigen Stellen sogar bei Cent-Artikeln mangelhaft – aber die Werkstatt versucht wirklich ihr bestes und da muss ich auch meine Werkstatt mal loben. Die Werkstatt kann nichts für die teilweise schlechte Qualität der Autos. Ich meine ganz ehrlich das kennt jeder von uns: Ihr wisst alle, wie das ist wenn man eine Meinung mit “dickem Hals” schreibt. Mal abwarten und Gras drüberwachsen lassen hilft immer. Jedenfalls würde ich mir keinen BMW und auch keinen Audi kaufen. Höchstens noch Porsche aber auch da ist nicht alles Gold. Außerdem gefällt mir Mercedes von der Marke sehr gut. Es wird einfach nur an den falschen Stellen gespart was ich sehr schade finde – und auch hoffe, dass sich das in den nächsten Jahren verbessert. Denn: Probleme kann man mit jeder Automarke haben.
Gruß und schönen Sonntag
Rylex
26.August 2012 at 12:58
Lieber Herr Dr.Z,
seit über 30 Jahren bin ich glühender Fan der Marke, seit fast 22 Jahren fahre ich denselben Benz absolut pannenfrei. Ich kann Ihnen gerne bestätigen, dass der MB-Service deutschlandweit ÜBERRAGEND ist, wobei in meinem Fall selten der Service denn das Infogespräch oder der Accessoire-Kauf vorherrschend sind.
Ich gebe aber zu bedenken, dass die Wahrnehmung der gefühlten Qualität immer bescheidener wird, dazu die Schere tatsächlicher und beworbener Verbräuche sich drastisch öffnet. In Sachen Telematik muss ein Technik-Geek geradezu auf den 5er ausweichen, da ist ein Riesen-Nachholbedarf. Es kann ja nicht im Konzernsinne sein, wenn man als Kenner nurmehr meint, neue S-Klassen (so als Dienstwagenglück) oder gebrauchte Klassiker (SL) fahren zu können.
Ich empfehle: UMSTEUERN ! Gute Nachrichten, glückliche Kunden sind mehr wert als maximaler Gewinn !
26.August 2012 at 15:08
mobilolife zaubert das ersatzteil auch nicht her. und es setzt regelmäßige inspektionen in einer daimler-benz fachwerkstatt voraus.
26.August 2012 at 16:45
Mobilife hält den Kunden aber mobil, soweit das moeglich ist.
26.August 2012 at 19:17
Mobilolife hält den Kunden mobil, wenn er eingeschleppt wird!
Das war bei Oliver nicht der Fall! Oder?
26.August 2012 at 19:55
Ja, das war wohl auch das Problem, – er war bei der Niederlassung direkt am Hof.
21.Februar 2013 at 23:40
Ich habe mich heute von meiner E-Klasse getrennt. Nie wieder Mercedes. Seit 1982 war ich Stammkunde. Die Fahrzeuge waren nicht immer die Schnellsten, dafür aber die Wertbeständigsten und Zuverlässigsten. Mit S-Klasse vom Vater übernommen angefangen, hatte ich nun 5 Mercedes, davon 4 neu oder nicht älter als 5 Jahre. Diesen Ärger und Wertverlust muss ich mir nicht geben. Es mag stimmen, das andere Hersteller nicht besser sind, sie sind nur auf alle Fälle kulanter und setzen sich mit Ihren Kunden auseinander. Im Falle Mercedes sind die Kundenansprüche an das Produkt seit je her hoch, da sich das Unternehmen als Premiumhersteller identifiziert. Im Jahre 2013 hat Mercedes faktisch abgewirtschaftet. Ich steige auf Volvo um und ärgere mich nicht mehr.
22.Februar 2013 at 09:51
Volvo ist chinesisch, glauben Sie mir: Sie werden sich ärgern. Alle kochen mit dem selben Wasser! In China kommen miese Ausbeuter-Arbeitsmethoden dazu…. Toll dass man das fördert! Das zählt nämlich auch zum Ganzen!