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Innovativer Technologieträge gibt Ausblick auf kommende Unimog-Generation ab 2014
von Philipp Deppe | 25.Juli 2012
Der Unimog, das Universal-Motor-Gerät ist ein nahezu unverwüstliches Arbeitstier – und das schon seit mehr als 60 Jahren. Ab 1949 in Serie gebaut, damals noch als Boehringer-Unimog präsentiert Mercedes-Benz Special Trucks nun im Jahr 2012 einen ersten Ausblick in die Zukunft des Unimog.
Der Zukunft-Technologieträger, wird auf der IAA Nutzfahrzeuge im September in Hannover erstmals dem normalem Publikum gezeigt werden. Er verfügt über ein sehr kompaktes Fahrgestell, bei welchem im Vergleich zum aktuellen Modell der Radstand sogar um acht Zentimeter schrumpfen wird. Zudem verfügt der Technologieträger über einen besonders umweltbewussten Antriebsstrang mit Euro VI Abgasstufe. Darüber hinaus zeigt der Technologieträger, dessen Umsetzung in die Serie im Lauf des nächsten Jahres erfolgen wird, erste Hinweise auf die umfangreiche technische Weiterentwicklung für die Unimog-Generation ab 2014.
Der Unimog des mittleren Typ – Basis des Technolgieträger ist der Typ 400 – ist gerade auf Grund seiner Kompaktheit für ein besonders großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten bestens geeignet. Ganz nach dem Motto gutes soll man erhalten und trotzdem neu gestalten, soll natürlich auch die künftige Generation des Unimog wieder in allen Bereichen punkten. Eine wichtige Rolle, gerade mit Blick auf einen immer weiter verschärften Umweltschutz, nimmt da der Antrieb des Unimogs ein. Kurzum, mit Markteinführung des künftigen Unimog wird dieser eine ganzheitliche Überarbeitung der typischen Produktmerkmale wie Leistungsfähigkeit, Anwenderfreundlichkeit, Fahrantrieb, Ergonomie und Sicherheit anbieten können.
Herzstück werden die beiden neuen Motorgenerationen OM 934/936 mit 5,1 bzw. 7,7 Liter Hubraum und vier bzw. sechs Zylindern sein. Beide Motorvarianten laufen wie bei den LKWs – zum Beispiel im neuen Antos – unter dem Begriff BlueEfficiency Power und zeichnen sich sind besonders durch Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit aus. Zugleich können sie mit einer Vielzahl technischer Leckerbissen überzeugen. Darunter zum Beispiel ein Querstrom-Zylinderkopf mit vier Ventilen pro Zylinder, die einen schnellen Gaswechsel gewährleisten sollen. Zu den Finessen des neuen OM 936 zählt der Variable Camshaft Phaser, auch kurz VCP genannt. Hinter dem Begriff steckt eine verstellbare Auslassnockenwelle. Sie ist die erste derartige Nockenwelle in einem Dieselmotor überhaupt. Warum braucht man so etwas? Ganz einfach, die variable Auslassnockenwelle spielt im komplexen Gebilde der Abgasbehandlung eine nicht unwichtige Rolle, denn durch die Veränderung der Steuerzeiten der Auslassventile kann das Temperaturniveau im Abgastrakt erhöht und so eine Regenration des Rußpartikelfilters ermöglicht werden. Bei der Abgasnachbehandlung setzen sowohl der OM 934 als auch der OM 936 auf die BlueTec-6-Technik. Ein geschlossener Partikelfilter kombiniert mit dem seit Jahren erfolgreich eingesetzten SCR-System. Die BlueTec-6-Technik bewirkt, dass Partikelemissionen auf ein Maß am Rande der Nachweisbarkeit reduziert und die Stickoxidemissionen durch AdBlue-Einspritzung im nachgeschalteten SCR-Katalysator in harmlose Luftbestandteile zerlegt werden.
Der Unimog-Technologieträger ist mit dem OM 934 ausgestattet. Durch Downsizing-Maßnahmen erreicht der Vierzylinderdieselmotor das Leistungsvermögen der bisher im Unimog eingesetzten Dieselmotoren. Nicht weniger beeindruckend präsentiert sich aber auch der OM 936. Der neue Sechszylinder bietet nun bis zu 299 PS. Die Kraftübertragung des allradgetriebenen Geräteträgers des Unimog, übernimmt bei beiden Motor-Typen das bekannte Vollsynchronwendegetriebe mit 8 Vorwärts und 6 Rückwärtsgängen. Sie werden ebenso wie die Portalachsen für die gesteigerten Motordrehmomente von bis zu 1200 Nm verstärkt.
Mit den neuen Fahrzeugkomponenten wie zum Beispiel dem Dieselpartikelfilter und stärkeren Motoren mit größerer Kühleranlage sind auch höhere Leergewichte verbunden. Um dem entgegenzuwirken haben die Unimog-Entwickler konsequent eine gewichtsoptimierte Bauweise umgesetzt ohne die legendäre Stabilität und Robustheit des Unimog zu beeinflussen. Das betrifft etwa Aussparungen am Rahmen oder den Einsatz von Aluminiumrädern. Diese haben sich bereits beim Lkw im Baustellen- und Kommunaleinsatz bewährt. Um eine unveränderte Nutzlast zu sichern, kommt eine moderate Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts hinzu.
Ebenso kompensieren die Entwickler mit einem neuen Komponeten-Package das größere Volumen der Aggregate der Abgasstufe Euro VI, bedingt durch die groß dimensionierte Kühlung und den zusätzlichen Partikelfilter. So wird die Kühlung in mehrere Komponenten an zwei Stellen des Fahrgestells aufgeteilt. Den größeren Kühlluftbedarf der Motoren nach Abgasstufe Euro VI stellt unter anderem eine optimierte Umströmung des Motors sicher. Das neue Kühlkonzept wird sich ebenfalls durch hohe Wartungsfreundlichkeit auszeichnen.
Bilder: Mbpassion.de

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