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Ausblick auf die IAA Nutzfahrzeuge 2012 – Weltpremiere des neuen Mercedes-Benz Antos
von Philipp Deppe | 4.Juli 2012
Vom 20. bis 27. September 2012 findet die IAA Nutzfahrzeuge – die weltgrößte Messe rund um die Themen LKW , Transporter und Bus – in Hannover statt. Wir haben im Rahmen einer Vorschau, bereits jetzt einen Blick auf den kommenden Messeauftritt der Daimler Nutzfahrzeugsparte geworfen.
Insgesamt 16 Fahrzeuge präsentierten Daimler Trucks, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans in der Messehalle in Stuttgart. Im Blickpunkt standen vor allem noch umweltfreundlichere, wirtschaftlichere und sicherere Fahrzeuge und Aggregate. Den Höhepunkt der Vorschau, bildete die Weltpremiere des neuen Antos. Die neue Baureihe ist der erste spezialisierte Lkw für den schweren Verteilerverkehr. Ergänzt wurde die Präsentation von weiteren Neuheiten, darunter beispielsweise der City-Van Citan oder der Sprinter mit 7G-Tronic Automatikgetriebe. Hinzu kommen der Setra Comfort Class 500 – ebenfalls eine Weltpremiere – sowie der bereits an erste Kunden ausgelieferte neue Citaro Stadtbus mit Euro VI Abgasnorm.
Mit dem neuen Antos bietet Mercedes-Benz als erster Hersteller einen Lkw an, der genau für das Einsatzprofil im schweren Verteilerverkehr zugeschnitten ist. Zu diesem Einsatzprofil zählen unter anderem übersichtliche, leicht zu bedienende und mit einfachen Ein- und Ausstieg versehene Fahrzeuge. Ob Lebensmittel, Heizöl, Baustoff oder Kommunalverkehr, schwere Verteiler-Lkw sind sowohl in der Stadt als auch im Überlandverkehr und auf Autobahnen zu Hause, so dass hier eine breite Auswahl an verschiedenen Motorvarianten ein wichtiges Kaufkriterium ist. Alles kein Problem für den neuen Antos, der mit einem zulässigem Gesamtgewicht von 18 bis 26 Tonnen und einem vielfältigen Modellprogramm inklusive der hochspezialisierten Loader- und Volumer-Modelle angeboten wird.
Auch der Actros, das Flaggschiff für den Fernverkehr, tritt mit zahlreichen Neuheiten und Produkterweiterungen zur IAA Nutzfahrzeuge an. Mit den neuen Motoren der Baureihen OM 470 und OM 936, ergänzen zwei neue Reihensechszylinder die Modellpalette des Actros. Beim OM 470 stehen vier Ausführungen mit 326, 360, 394 und 428 PS zur Auswahl. Der OM 936 mit 7,7 Liter Hubraum steht sogar in fünf Leistungsstufen (238/272/299/320 und 354 PS) bereit. nach Alle Modelle werden ausschließlich mit vollautomatisierten Schalt¬getrieben angeboten und erfüllen natürlich die Abgasstufe Euro VI. Zusätzlich wird die umfangreiche Modellpalette des Actros, um die einsatzspezifizierten Varianten Actros Loader und Actros Volumer ergänzt. Beide Varianten setzen Maßstäbe bei Nutzlast, Rahmen- und Aufsattelhöhe.
Ganz neu im Segment der Stadtlieferwagen, geht der Mercedes-Benz Citan an den Start und wird im September seine Publikumspremiere auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover feiern. Den Kastenwagen wird es in drei Längen geben. Der Citan Kompakt misst 3,94 Meter, die Lang-Version bringt es auf 4,32 Meter und die Extralang-Version misst sogar 4,71 Meter. Hinzu kommt der variable Fünfsitzer Citan Mixto mit klappbarer Fondsitzbank, optionalem Trenngitter zum Laderaum und zwei Schiebetüren. Er basiert auf der extralangen Variante. Die dritte Grundausführung bildet der Citan Kombi, ein Fünfsitzer mit klappbarer Fondsitzbank und Schiebetüren auf Wunsch beidseitig auf Basis der langen Ausführung. Das entsprechende Ladevolumen beträgt je nach Ausführung 2,4 m³ oder 3,1 m³ oder 3,8 m³. Die Nutzlast beläuft sich je nach Länge und Gewichtsvariante auf 500 kg, 635 kg oder 800 kg.
Breit gefächert zeigt sich die Auswahl der Motorisierungen. Der Citan tritt mit vier Motoren, darunter drei Diesel und ein Benziner an. Der Turbodiesel-Direkteinspritzer OM 607 mit 1,5 Liter Hubraum ist in drei Leistungsstufen verfügbar. Der Citan 108 leistet 75 PS und 180 Nm Drehmoment. Im Citan 109 stehen 90 PS und 200 Nm Drehmoment bereit. Das Diesel-Topmodell verfügt über 110 PS sowie 240 Nm Drehmoment. Hinzu kommt der Benziner mit 1,2 Liter Hubraum des Typs M 200.71 im Citan 112 mit 114 PS Leistung und 190 Nm Drehmoment. Eine ECO Start-Stopp-Funktion gehört beim Benziner zur Serienausstattung und ist für die Dieselmotoren optional lieferbar.
Auch der Namensgeber für ein ganzes Marktsegment, der Sprinter präsentiert sich im Modelljahr 2012 mit jeder Menge Neuheiten. Als erster Transporter weltweit ist er nun auch mit einer Siebengang-Wandlerautomatik lieferbar. Das neue Getriebe mit der Bezeichnung 7G-Tronic wird ab Juli optional angeboten. Der Siebengang-Automat ist ein alter Bekannter, kommt die 7G-Tronic doch bereits seit Jahren in den PKWs erfolgreich zum Einsatz. Für den Einsatz im Sprinter wurde das Getriebe nun an die spezifischen Anforderungen im Transporter angepasst und spielt seine Vorteile auch hier voll aus. Die kurze Übersetzung im ersten Gang sichert einen dynamischen Antritt. Bei hohen Geschwindigkeiten fährt der Sprinter leise und mit niedrigen Drehzahlen. Das wirkt sich natürlich positiv auf den Kraftstoffverbrauch aus.
In Verbindung mit dem BlueEFFICIENCY-Paket bestehend aus ECO Start-Stopp-Funktion, rollwiderstandsarme Reifen, die ECO-Lenkhelfpumpe, ein Generatormanagement sowie eine elektrisch geregelte Kraftstoffpumpe, unterschreitet der Sprinter mit Vierzylinder-Dieselmotor problemlos die 7,5 Liter Marke. Mit der Optional angebotenen neuen längeren Achsübersetzung kann der Verbrauch des Sprinters sogar nochmals weiter nach unten gedrückt werden. Dank der veränderten Übersetzung, sinkt die Motor-Drehzahl um etwa sechs Prozent ab und ermöglicht einen kombinierten Diesel Verbrauch von 7,0 Liter/100 km.
Auch Setra weiß zu überzeugen und präsentiert als Weltpremiere den neuen ComfortClass 500. Die ComfortClass 500 zeigt sich mit einem frischen Design und bislang nicht vorhandenen Komfort für die Fahrgäste und stellt damit die Messlatte nicht nur in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Wertigkeit auf ein extrem hohes Niveau. Die Karosserieform des neuen Buses, wurde erstmals in der Entwicklungs-Geschichte von Setra, im Windkanal in Stuttgart-Untertürkheim getestet und vollendet. Das Ergebnis ist ein bislang einzigartiger Cw-Wert von 0,33.
Neuigkeiten hat auch der erfolgreichste Stadtbus aller Zeit, der Citaro im Gepäck. Als erster Linienbus wird er bereits mit Triebwerken nach Abgasstufe Euro VI ausgeliefert. Ermöglicht wird dieses durch eine komplett neue Motorengeneration. Die von Grund auf neu entwickelten Motorenbaureihen des Citaro setzen sich aus den Reihensechszylindern OM 936 mit einem Hubraum von 7,7 Litern sowie OM 470 mit 10,7 Liter Hubvolumen zusammen. Praxismessungen ergaben im Durchschnitt einen Minderverbrauch von bis zu 5 Prozent mit der neuen Motorgeneration.
Eine weitere Neuheit im Citaro ist auch das sogenannte Rekuperationsmodul. Hiermit wird der in der Schubphase ohne Kraftstoffeinspritzung erzeugte Strom in Batterien gespeichert um dann in der Zugphase des Busses, wieder zur Energieversorgung von Neben¬verbrauchern, wie zum Beispiel Gebläse, Beleuchtung etc., genutzt zu werden und wirkt sich natürlich positiv auf die Kraftstoffbilanz des Citaro aus.
Bilder: MBpassion.de

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Themen: Bus, Events, LKW | 6 Kommentare »










4.Juli 2012 at 17:02
Antos: unglaublich gutes Design. Wehe, wenn Daimler Trucks mal verkauft werden wollte !!!
4.Juli 2012 at 19:45
Warum sollte man den erfolgreichsten und größten LKW-Hersteller verkaufen. Man verdient ja gutes Geld… Schade dass die größeren Motoren für den Actros mit bis zu ca. 700 PS nicht zur IAA kommen und man immer noch nicht den MOPF-NCV3 zeigen will, obwohl der 2013 kommt….
4.Juli 2012 at 20:14
gerade für stadtbusse ist rekuperation ein kernthema. sie beschleunigen und bremsen unablässig. wenn man nur 60% der energie, die aktuell noch durch bremsen in ungenutzte wärme verschleudert wird, mechanisch oder elektrisch für den folgenden anfahrvorgang nutzen würde, wäre das eine halbierung des verbrauchs. die hier gezeigte stromgewinnung in der schubphase ist zwar sinnvoll, aber ein tropfen auf dem heißen stein.
4.Juli 2012 at 21:38
Bei der Masse von LKWs und Bussen müsste man mehrere Tonnen Akkus umherfahren um die entstehende Energie aufzufangen. Bei Nutzfahrzeugen ist das alles eine Nummer größer, und komplizierter als beim PKW. Außerdem gibt es vorgegebene Maße, die eingehalten werden müssen. Ein Verbrennungsmotor und die ganze Hybridtechnik würde den Innenraum verkleinern und man wäre so nicht konkurrenzfähig. Ich denke das Rekuperationsmodul ist das im Moment maximal machbare.
27.August 2012 at 08:37
Hallo
Also den Citan werde ich mir in Hannover auf jeden Fall anschauen. Ein Fahrzeug in dieser Klasse von Mercedes wurde auch wirklich mal Zeit, auch wenn es ein halber Renault ist.
11.September 2012 at 09:33
Der Aufbau ist ja jetzt schon in vollem Gange, ich freue mich auf die Messe in Hannover und hoffe dort neue Technologoien gerade im Bereich der nachhaltigen Energienutzung vor allen Dingen am Mercedes Stand zu sehen.