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Kurztest: Der Einstiegs-SL – der neue SL 350
von Markus Jordan | 13.Juni 2012
Wir haben uns nun, nachdem wir die 8-Zylinder-Variante bereits in Spanien getestet hatten, den “kleinen” – neuen SL 350 angeschaut, 2 Zylinder weniger – aber fast ebenso viel Fahrfreude…
Mercedes-Benz stellt mit den SL 350 die Basismotorisierung für den neuen Edel-Roadster bereit, welcher immerhin satte 306 PS für sein Gewicht von 1801 kg anbietet. Die Sprintverwerte des Fahrzeuges liegen laut Werksangabe bei 5,9 Sekunden auf 100 km/h – im Grunde sehr gute Ausgangswerte für unbeschwertes Roadster-Vergnügen.
Unser Fahrtest geht Überland über die schwäbische Alb Richtung Stuttgart. Das Fahrzeug unterscheidet sich wenig von den Vorgängern, was den reichlichen Raum für die 2 Fahrzeuginsassen betrifft – doch hatten wir das bereits im ersten Fahrtest angesprochen.
Bei unserer Testfahrt geht es lediglich um eines: Wie klingt der 6-Zylinder ? Gerade im Vergleich zum vorab gefahren 8-Zylinder des Roadsters, – parallel schauen wir uns die optionale Direktlenkung an. Schnell steht fest: Dynamik hat das Fahrzeug im Grunde nicht verloren, – das Fahrzeug fährt immernoch extrem sportlich – ganz klar: Wir bewegen keine 435 PS und satte 700 Newtonmeter von A nach B,- einen direkten Vergleich zum größeren Bruder kann der SL 350 gar nicht gewinnen. Muss er auch nicht! Hört man bei offenen Dach genauer hin, bemerkt man auch den Klangverlust. 2 Zylinder mehr, – machen extrem viel Spaß, – aber auch mit 6 Zylinder kann man durchaus sportlich und klangvoll unterwegs sein.
Serienmäßig verfügen – sowohl der SL 350 und der SL 500 -, über das 7G-TRONIC PLUS Automatikgetriebe. Vom Hubraum unterscheiden sich beide Fahrzeuge natürlich auch: 3.498 cm3 bzw. 4.663 cm3. Der SL 350 ist zum Einstiegspreis, – wohlgemerkt Grundpreis -, von 93.534 Euro in Deutschland erhältlich, die größere Variante kostet hier bereits 117.096 Euro (der SL 63 AMG dabei mit 537 PS 157.675 Euro). Klar jedoch, das die meisten Käufer des SLs sich noch reichlich mit der Zubehörpreisliste beschäftigen – und den Grundpreis so problemlos auf weit über 110.000 treiben können. Ein Blick auf den Spritverbrauch: hier benötigt der “kleine” Roadster, kombiniert, 7.5 bis 6.8 Liter, der SL 500 bereits 9.2 bis 9.1 Liter auf 100 km/h. Inwieweit der Kraftstoffverbrauch in der Käuferschicht des Edelroadsters mit 2 Sitzen (und keinerlei Notsitze) überhaupt eine Rolle spielt, lassen wir hier mal dahingestellt. Unser Testfahrt zeigte hier jedoch einen anderen Wert, der bei runden 9.5 Litern lag – jedoch hatten wir einige Zwischensprints mit in das Fahrprogramm integriert, was den Wert dann doch ein wenig verfälschte. Wie auch immer: an die Werksangaben kommen wir sicherlich nicht hin.
Der SL 350 der neuen Baureihe R231 steht serienmäßig auf 17″ Leichtmetallrädern im 10-Speichern-Design und 255/45R17-Bereifung auf 8,5Jx17ET30, – der große SL 500 kommt dabei auf Mischbereifung 255/40R18 und 285/35R18 und 18-Zoll-Felgen 8.5Jx18 bzw. 9.x5Jx18 aus den Produktionshallen von Mercedes-Benz. Das Fahrwerk mit adaptivem Dämpfungssystem gehört zum Serienumfang, als Ausstattungsempfehlung scheint uns jedoch das optionale Sport-Paket AMG als Pflichtausstattungsmerkmal: hier ist das Fahrwerk nicht nur straffer ausgelegt, sondern auch 10 mm tiefer, – und die Bremsanlage ist beim SL350 baugleich wie im 8-Zylinder, dann auch mit zusätzlich hinten gelochten Bremsscheiben. Ohne Sportfahrwerk-AMG liegt uns das Fahrzeug, wie wir in Vergleichsfahrzeugen bemerkt haben, bei schnelleren Kurvenfahrten einfach nicht so angenehm. Ebenso lohnenswert, für ideales Gleiten auf unebenen Strecken gilt das für das Active Body Control (ABC)-Fahrwerk – auch wenn hier 3.510,50 Euro mehr aufgerufen werden. Im letzten Testfahrzeug hatten wir das ABC-Fahrwerk nicht verbaut, – dessen Komfort merkt man jetzt jedoch ungemein.
Die Ausstattung des Testfahrzeuges:
Mercedes-Benz SL 350 – Grundpreis: 93.534,00 €
Lackierung Cerussitgrau metallic SHAPE 2.606,10 €
Leder Exklusiv Nappa porzellan 4.771,90 €
- 19″ Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design 2.320,50 €
- Rückfahrkamera 297,50 €
- Aktiver Parkassistent 868,70 €
- Fahrassistenz-Paket Plus 2.677,50 €
- Analoguhr 238,00 €
- Innen- und Außenspiegel automatisch abblendend 368,90 €
- Windschott elektrisch 595,00 €
- Holz-Leder-Lenkrad 737,80 €
- Raucher-Paket 53,55 €
- Cupholder 83,33 €
- Komfort-Telefonie 464,10 €
- Sitzklimatisierung für Fahrer und Beifahrer 1.332,80 €
- AIRSCARF 654,50 €
- Multikontursitze für Fahrer und Beifahrer 1.142,40 €
- Panorama-Variodach mit MAGIC SKY CONTROL 2.975,00 €
- Reifendruckkontrolle (RDK) 380,80 €
- Active Body Control (ABC) 3.510,50 €
- Außenspiegel elektrisch anklappbarbar 273,70 €
- COMAND Online mit DVD-Wechsler 6-fach 2.439,50 €
- Media Interface 261,80 €
- Digitales Radio (DAB) 487,90 €
- Vorrüstung für Batterieladegerät 113,05 €
- Zierelemente Holz Esche schwarz glänzend 392,70 €
- Bang & Olufsen BeoSound AMG 5.771,50 €
- TV-Tuner 1.285,20 €
- MAGIC VISION CONTROL, beheizt 309,40 €
- Ambientebeleuchtung 291,55 €
- KEYLESS-GO Komfort-Paket inkl. Heckdeckelfernschließung und HANDS-FREE ACCESS 1.826,65 €
- Servoschließen der Türen 357,00 €
- Kraftstoffbehälter mit größerem Inhalt (75 l) 119,00 €
- Fußmatten Velours 89,25 €
- Einstiegsschienen mit Schriftzug »Mercedes-Benz«, beleuchtet 291,55 €
Gesamtpreis: 133.922,63 €

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Themen: Fahrtest, SL-Klasse | 6 Kommentare »




13.Juni 2012 at 09:35
Die Frontscheinwerfer gehen IMHO gar nicht, die verschandeln das ganze Auto….
13.Juni 2012 at 11:16
findest du? Ich find eigentlich das die ziemlich gut kommen, aber das ist wahrscheinlich einfach Ansichtssache
13.Juni 2012 at 13:21
@Markus Schwarz:
Auf Bildern gebe ich Dir uneingeschränkt recht, in real jedoch wirken diese ganz anders und ich finde, dass sie sich gut ins Gesamtbild einpassen und auch harmonisch sind.
13.Juni 2012 at 13:24
ganz genau so ist es: Real sehen die Lichter besser aus!
15.September 2012 at 18:28
Leider lässt sich der neue SL erst auf den zweiten Blick vom SLK unterscheiden.
16.September 2012 at 14:31
SL und SLK kann man wie ich finde sehr gut auseinanderhalten. Wobei ich das Design beim SLK etwas unharmonisch finde. Mehr von SL und weniger der SLS Front und dem Innenraum hätte dem SLK gut getan.