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    Das smart electric bike – Auf zwei Rädern und mit elektrisierender Sportlichkeit durch die Großstadt

    von Philipp Deppe | 27.Juni 2012

    Ganz im Stil der Marke smart, mit einem stylischen und frischem Design, präsentiert sich das smart ebike. Wir haben mit dem so genannten Pedelec (Pedal Electric Cycle), eine Runde durch Berlin gedreht.

    Das ebike ist ein Hybrid, das den Fahrer mittels Elektromotor beim „radeln“ unterstützt. Die Muskelkraft beim Treten der Pedale wird über einen schmiermittelfreien, langlebigen und geräuscharmen Carbon-Zahnriemens anstelle der bekannten Fahrradkette zum Hinterrad übertragen. Dort befindet sich auch der 250 Watt kräftige Hinterradnabenmotor von BionX. Er wird von einer 423 Wh starken Lithium-Ionen Batterie gespeist und leistet ein maximales Drehmoment von 25 Nm an die Radnabe. Der Elektromotor, schaltet sich ausschließlich zu, sobald man in die Pedale tritt. Lässt man das ebike rollen stoppt auch die Elektrounterstützung und das Fahrrad rollt früher oder später aus. Je nach Fahrverhalten reicht eine Batterieladung für bis zu 100 Kilometer Reichweite. Der Elektromotor unterstützt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Aus diesem Grund kann das ebike auch von jedermann genutzt werden. Ganz ohne Führerschein und ohne Versicherungskennzeichen.

    Wie viel Leistung der Elektromotor zur Unterstützung der Muskelkraft liefert, entscheidet der Fahrer per Knopfdruck am Lenker. Über den kleinen Bordcomputer – der auch die momentane Batterieladung, die Fahrgeschwindigkeit und die zurückgelegte Wegstrecke anzeigt – kann je nach Wunsch die Wirkung des Elektromotors in vier Leistungsstufen eingestellt werden, wobei die vierte Stufe für den höchstmöglichen Extra-Schub sorgt.

    An der 230 Volt Haushaltssteckdose ist das ebike innerhalb von fünf Stunden komplett bzw. innerhalb drei Stunden von 20 auf 80 Prozent aufgeladen. Das Ladegerät kann direkt an das Fahrrad angeschlossen werden, alternativ ist die Batterie auch herausnehmbar und kann in der Wohnung an der Steckdose aufgeladen werden. Man kann die Batterie aber auch zwei weitere Arten wieder teilweise laden. Zum einen kann der Fahrer über den Bordcomputer am Lenker eine Art Dauerrekuperation – in vier Stufen – des Elektromotor einstellen. Deutlich spürbar erhöht sich in diesem Fall der Widerstand beim Treten in die Pedale und die Fahrt mit dem ebike wird auf diese Weise zur kleinen Fitnessstunde. Ebenfalls als Generator wird der Radnabenmotor am Hinterrad und rekuperiert, wenn man den linken Hebel für die Vorderradbremse nur ganz leicht zieht. Erst mit kräftigerem ziehen des Bremshebels greift dann die hydraulischen Scheibenbremse kraftvoll zu. In beiden Fällen wird die auf diese Art gewonnene Energie in elektrische Energie umgewandelt und fließt in die Batterie zum Laden und erhöht so natürlich auch die Reichweite.

    Das smart ebike macht definitiv Laune zum Fahren. Wir sehen das ebike nicht nur für den Stadtverehr sondern auch und gerade wegen der Elektro-Unterstützung für längere Touren außerhalb der Stadt für gut geeignet. In unserem Fahrtest war die Wirkung durch den Elektromotor klar spürbar – vor allem in der höchsten der vier Stufen. Insbesondere im dritten Gang, beschleunigt es sich dank E-Hilfe mühelos und innerhalb weniger Meter auf über 20 km/h. Störend empfanden wir lediglich den geringen Federungskomfort. Eine Federgabel für den Lenker und einen weicher gepolsterten Sattel – das Modell am Testfahrrad wirkte extrem hart – würden hier den Fahrkomfort aus unserer Sicht deutlich erhöhen.

    Das smart ebike ist seit April zum Preis von 2.849 Euro bestellbar, die Auslieferung startet im Juni. Zur Serienausstattung zählen Räder im 26 Zoll-Format und LED-Beleuchtung mit Tagfahrlichtfunktion. Es ist zunächst in zwei Farbvarianten erhältlich: in crystal white mit electric green Akzentteilen sowie in dark grey matt mit flame orange Akzentteilen. Produziert wird es in enger Zusammenarbeit mit der E-Bike-Manufaktur GRACE aus Berlin.

    Bilder: MBpassion.de / Video: smart

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    16 Kommentare to “Das smart electric bike – Auf zwei Rädern und mit elektrisierender Sportlichkeit durch die Großstadt”

    1. blablub meint:
      27.Juni 2012 at 08:15

      Wichtige Info, die mir fehlt: Wie schwer ist es denn?

    2. Markus Jordan meint:
      27.Juni 2012 at 08:25

      Das Gewicht liegt bei rund 26 kg.

    3. Philipp Deppe meint:
      27.Juni 2012 at 08:28

      @blablub
      Das smart ebike hat ein Gewicht von rund 26 Kilogramm

    4. Georg Wurmer meint:
      27.Juni 2012 at 09:53

      Hier ein interessantes und informatives Video zum smart ebike – erklärt sehr viele offenen Fragen: http://www.youtube.com/watch?v=hkoTgP9Q8wc

    5. Frank M. meint:
      27.Juni 2012 at 13:01

      Ab 25km/h schaltet sich der Elektromotor ab, und ich schleppe die 26kg alleine? Für wen ist so etwas? Da bleib ich doch lieber bei meinem Stevens mit herkömmlicher Technik, das wiegt keine 10kg, und ich bin damit wesentlich flotter unterwegs. Und wohl auch schneller aus dem Keller ;) .

      Frank

    6. Hobbyradler meint:
      27.Juni 2012 at 13:51

      Kann ich das gute Stück denn in jedem Smart Center Probe fahren ? Interesse ist da. Ich fahre jeden 2.Tag aktuell 60km Fahrrad Gesamtstrecke hin und zurück zur Arbeit und die restlichen Tage mit dem Auto um die Muskeln zu schonen. Das Ding wäre eine gute Autoalternative. Muss mal die Amortisationszeit berechnen ;)

    7. Roman meint:
      27.Juni 2012 at 14:34

      @Frank:
      Für alles über 25km/h brauch man ein Versicherungskennzeichen, daher die Begrenzung.

    8. blablub meint:
      27.Juni 2012 at 14:34

      Noch eine Frage: Im Fahrrad-Modus, wie schalte ich da? Oder hat das Ding dann nur einen Gang?

    9. Hr.Schmidt meint:
      27.Juni 2012 at 15:07

      3 Gänge Nabenschaltung, Abstufung und Übersetzung für urbanes Fahren o.k.
      @frank
      Ich habe auch ein Stevens, mit dem ebike fährst du aber bei gleichem Kraftaufwand jedem weg.Wer nicht transpirierend wie ein Pferd im Büro erscheinen will, längere Strecken fährt, der wird irgendwann zum ebike greifen, die werden sicherlich auch noch etwas leichter.Es gibt auch jetzt schon sehr leichte, schaut mal auf extraenergy.org, sehr interessantes Portal für ebike-Fans.

    10. Toni meint:
      27.Juni 2012 at 16:56

      @Frank
      Die elektrische Unterstützung hält bis 25km/h an. Bis dahin hast du, sofern eingestellt immer Hilfe durch den Elektromotor. Erst wenn du schneller als 25km/h fahren willst, musst du ohne Hilfe des elektromotors die 26 KG Gewicht bewältigen. Bis 25km/h merkst du nichts von dem Gewicht. Du kannst leichtfüssig mit 25km/h ne 10% Steigung hochradeln ohne ins schwitzen zu kommen. Habs heute im smart center Halle ausprobiert. Geniales ebike. Vom gewicht gehts auch. Das tragen ist relativ easy weil der Schwerpunkt ziemlich genau in der Mitte liegt. Wems zu schwer ist kann ja auch den Akku raus machen, dann sinds gleich 3KG weniger. Probiert es einfach mal aus.

    11. Frank M. meint:
      27.Juni 2012 at 17:11

      @Hr.Schmidt, @Toni
      So wirklich bin ich von den Pedelecs nicht überzeugt. Ich fahre täglich 12km zur Arbeit, auch bei -20°C. Okay, bei Tiefschnee nicht. Kann allerdings auch in der Firma duschen. Mit Elektrounterstützung hätte ich keine Vorteile, aber einen geringeren Trainingseffekt. Und sicher auch erhöhten Wartungsaufwand. Ist wohl eher was für Sonntagnachmittagsradler ;) .

      Frank

    12. Sternfahrer meint:
      27.Juni 2012 at 17:29

      @Frank M.
      fahre öfters mal 18km und hab auch eine Duschmöglichkeit, das Konzept mag ja gut sein aber ich würde ebenfalls nicht gerne auf den Trainingseffekt verzichten, da es mit ein Grund der Fahrerei ist!

    13. Hr. Schmidt meint:
      28.Juni 2012 at 07:31

      @ Frank,
      Warum baut Grace und auch andere Pedelec, weil es einen Markt gibt. Der wird aufgrund der urbanen Strukturänderungen wachsen. Den wird man bedienen, den Markt meine ich, wenn es dann die Kaste der Bolzer wie 1950 in den Dolomiten und Restalpen noch gibt, dann werden alles sagen, toll, die haben es noch drauf. Entspannter werden aber die anderen sein, vielleicht nicht die besseren Sportler, das kann sein…..

    14. Frank M. meint:
      28.Juni 2012 at 12:52

      @Hr. Schmidt
      Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es einen Markt gibt, oder ob der Markt dem Verbraucher die Notwendigkeit von Pedelecs einreden will. Für mich ist das Fahrrad in seiner Urform immer noch das gesündeste, umweltfreundlichste Verkehrsmittel, persönlich empfinde ich Pedelecs als Verschlimmbesserung. Und sportlich gleich gar nicht.

      Frank

    15. relias meint:
      28.Juni 2012 at 13:17

      also mein Carbon Pedelec wiegt 14,5 kg inkl. Pedale
      mit Doppelradantrieb durch zwei E-Motoren und 600 Wh Akkupack , Kostet schlappe 2,5 mal mehr als das smart e-bike und ist halt der Tesla der E-Bikes :-)

    16. Stefan meint:
      28.Juni 2012 at 13:23

      nunja, es stimmt schon dass mit sicherheit nur viele kein Fahrrad benutzen, weil sie dann verschwitzt zur Arbeit kommen oder einfach nur zu faul sind.