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    45 Jahre AMG – Die Performance-Marke feiert Jubiläum und zeigt exklusive Einblicke in die Zukunft

    von Philipp Deppe | 20.Juni 2012

    AMG – diese drei markanten Buchstaben stehen weltweit für automobile Höchstleistung, Exklusivität und dynamischen Fahrspaß. Zum Jubiläum „45 Jahre AMG“ gibt Mercedes-AMG exklusive Einblicke in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der High-Performance Marke.

    1967 gründeten Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher in Burgstall bei Stuttgart das Unternehmen AMG. 1990 wurde mit der damaligen Daimler-Benz AG ein Kooperationsvertrag geschlossen. Daraus folgte 1993 mit dem C 36 AMG das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug. Seit 2005 ist AMG komplett in den Daimler-Konzern eingegliedert.

    Heute ist die Mercedes-AMG GmbH fest in den Entwicklungsprozessen von Mercedes-Benz verankert und bietet ein einzigartiges Portfolio an Hochleistungsfahrzeugen. Zugleich präsentierte sich die Performance Marke, mit dem Supersportwagen SLS AMG, seit 2009 auch als eigenständiger Fahrzeughersteller.

    Die Gegenwart, das neuste Topmodell aus Affalterbach: der SLS AMG GT – feierte im Rahmen unseres Besuchs bei AMG seine Öffentlichkeitspremiere. Das neuste Modell bietet mit seinen 591 PS im Vergleich zum „normalen“ Modelle, ein deutliches Plus an Fahrdynamik und eine noch bessere Rennstrecken-Performance.

    Kurzum: der SLS AMG GT bietet leidenschaftlichen Fahrspaß hoch zwei. Optisch ist der GT auf den ersten Blick durch abgedunkelte Scheinwerfer und Heckleuchten sowie rot lackierte Bremssättel erkennbar. Zudem ist das AMG Logo rechts auf dem Heckdeckel um das Kürzel „GT“ erweitert.

    Extrem spannend zeigt sich auch ein Blick in die Zukunft. Hier hatten wir die Chance einen ersten Blick auf den neuen CLS 63 AMG Shooting Brake und den neuen A 45 AMG zu werfen. Der CLS 63 AMG Shooting Brake wird im Herbst seine Premiere haben, der A 45 AMG folgt im ersten Quartal 2013. Der CLS 63 AMG Shooting Brake präsentierte sich uns im Vergleich zum CLS-Coupé deutlich langgestreckter und mit einem sehr flach nach hinten abfallenden Heck.

    Trotz T-Modell-Maßen bleibt beim Shooting Brake der Charme und die Linienführung des Coupé deutlich erhalten und sichtbar. Hinter der großen Rückwandtür verbirgt sich ein klar vergrößerter Kofferraum der als nettes Extra mit einem Kofferraumboden aus echtem Holz versehen war. Wir finden den Shooting Brake optisch gelungen – erst recht in der gezeigten AMG-Variante.

    Noch spannender, als der CLS 63 AMG Shooting Brake, war der Blick auf den neuen A 45 AMG. Zwei Varianten der schnellen A-Klasse präsentierten sich uns im „Dark Room“. Fahrzeug 1 zeigte sich in Solarbeam-Lackierung und mit AMG-typischer Frontschürze, welche am unteren Rand eine deutlich sichtbare dicke Chromleiste aufwies. Der Kühlergrill ist mit Zentralstern und Doppelchromlamelle, wie beim SL 65 AMG 45th Anniversary ausgestattet gewesen. Im Innenraum präsentierte sich der A 45 AMG mit neuen AMG Performance-Sitzen, welche mit Zierelementen in Wagenfarbe versehen waren. Die neue AMG Performance Sitze werden in der A-Klasse Premiere feiern und später auch für andere AMG-Modelle verfügbar sein. Desweiteren zeigte sich der Innenraum mit einer belederter Instrumententafel und Lüftungsdüsen in Turbinenoptik mit roten Ringen – ähnlich dem A 250 Sport. Zudem ist der A 45 AMG mit einem sportlichen Kombiinstrument mit Farbdisplay, anstelle des sonst üblichen Monochromen-Display ausgestattet. In der Mittelkonsole befindet sich der AMG-typische und kompakte E-SELECT-Wählhebel zum Einlegen der Fahrstufen. Fahrzeug 2 war in weißer Lackierung und für den noch sportlicheren Auftritt mit einem Heckflügel-Element oben an der Dachkante versehen. Die Rückbank fehlte hier komplett – und an dessen Stelle befand sich ein Überrollkäfig. Zugleich war der A 45 AMG mit Rennschalensitzen ausgestattet.

    Im neuen A 45 AMG kommt ein speziell für das Topmodell neu entwickelter AMG 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor (M133) zum Einsatz. Er wird mit einer Leistung von über 300 PS und einem maximalen Drehmoment von über 400 Newtonmeter Maßstäbe setzen. Für eine optimale Kraftübertragung im künftigen A 45 AMG wird das AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang Sportgetriebe mit Doppelkupplungstechnik und der Performance-orientierte Allradantrieb sorgen. Wir hatten die Chance den neuen AMG-Motor bereits live auf dem Motorprüfstand zu erleben.

    Im Jahr 2009 begann die Entwicklung des neuen AMG-Vierzylinders, mit der digitalen Planung des neuen Motors. Rund ein Jahr später stand der erste Motor auf dem Prüfstand bereit. Am Ende des kompletten Entwicklungsprozess des M133 werden über 125 Motoren zum Einsatz gekommen sein. Auf den Testbänken wurden dann 35.000 Prüfstands-Stunden absolviert – etwa 2.100.000 Kilometer. Ein typisches Testprogramm auf dem Prüfstand ist der sogenannte Kundendauerlauf. Hier ist der Motor etwa 3 bis 4 Wochen bei wechselnden Lastbedingungen nahezu ohne Pause am Laufen. Lediglich zu Qualitätstests wird der Dauerlauf kurzeitig unterbrochen. Zugleich werden auch Komponenten und Funktionen im Detail auf weiteren Prüfständen erprobt. Hinzu kommen in der Entwicklung nochmals über 2.000.000 Kilometer – mit etwa 50 Motoren – die in den Versuchsfahrzeugen (Erlkönigen) auf drei Kontinenten gedreht wurden. Die Erlkönige sind dazu im Winter in Schweden und Finnland und im Sommer in Italien, Spanien, Südafrika und den USA unterwegs – um die Motoren, bei verschiedensten klimatischen Bedingungen, zu erproben. Die Erprobungsfahrten finden dabei sowohl auf Test- und Rennstrecken (Nardo, Nürburgring, Sachsenring und Papenburg) als auch auf öffentlichen Straßen, zum Beispiel auf einer 69 Kilometer langen Testrunde im Stuttgarter-Raum statt. Natürlich wird auch das neue AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang Sportgetriebe einzeln auf Prüfständen und in Kombination mit dem neuen Motor ausgiebig erprobt und weltweit getestet.

    Der neue AMG 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor wird in der Mercedes-Benz Motorproduktionsstätte MDC Power in Kölleda gefertigt werden. Dort, wo sonst die normalen Vierzylinder-Triebwerke (Diesel + Benziner) für die A- und B-Klasse Modelle entstehen, wird für den neuen AMG Motor eine eigene Montagelinie eingerichtet. Selbstverständlich werden auch die 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotoren in reiner Handarbeit nach der traditionellen AMG Philosophie „one man, one engine“ gefertigt. Charakteristisches Merkmal ist auch beim M133 Motor die AMG Motorplakette mit Unterschrift des verantwortlichen Mechanikers.

    Zum Abschluss des Besuchs in Affalterbach konnten wir auch noch einen Blick in das AMG Performance Studio werfen. Das AMG Performance Studio entwickelt und produziert individuelle AMG Fahrzeuge in kleiner Stückzahl. Bestes Beispiel sind die supersportlichen Black Series-Fahrzeuge, darunter auch das jüngste Modell, der bereits komplett ausverkaufte C 63 AMG Coupé Black Series (Auflage 500 Einheiten,weltweit). Auf Kundenwunsch macht das AMG Performance Studio aber auch individuelle Dinge möglich, die in der Serie nicht machbar sind. Alles in handwerklich perfekter Qualität und immer unter Berücksichtigung der strengen Sicherheitsstandards von Mercedes-Benz. Möchte ein Kunde beispielswiese eine Lackfarbe, die es nicht ab Werk gibt, so macht es das AMG Performance Studio möglich. Das Fahrzeug wird dann im Werk in Silber lackiert und anschließend in Affalterbach im AMG Performance Studio in der Wunschfarbe des Kunden ein weiteres Mal lackiert.

    Im AMG Performance Studio werden zudem auch alle Fahrzeuge umgerüstet, welche mit dem AMG Performance Package bestellt wurden. Dieses ab Werk lieferbare Paket umfasst je nach Fahrzeug spezielle Rad-Reifen-Kombinationen, die AMG Hochleistungsbremsanlage oder das AMG Performance-Fahrwerk. Aber auch die Erhöhung der elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit auf 280 oder 300 km/h erfolgt im Performance Studio in Affalterbach. Dieser Arbeitsvorgang ist einer der schnellsten – und wird innerhalb von wenigen Stunden erledigt. Deutlich länger dauert dagegen die Umrüstung des Fahrzeugs auf exklusives Leder. Dieses nimmt je nach Fahrzeug und Kundenwunsch schnell eine Zeitspanne von 4 bis 6 Wochen, in Einzelfällen auch deutlich länger in Anspruch.

    Eine weiteren Zweck dient das AMG Performance Studio aber auch noch: Der Beratung! Da viele Kunden oftmals nicht so richtig wissen was sie eigentlich für ihren neuen AMG wollen und keine genaue Vorstellung haben was eigentlich alles möglich ist, gibt es im Performance Studio in Affalterbach einen ganz speziellen Musterraum. In diesem Showroom entsteht dann im direkten Dialog mit dem Kunden, die Individualisierung seines neuen AMG Fahrzeugs. Die beinahe unendliche Vielfalt des AMG Performance Studios wird im Musterraum visuell und haptisch erlebbar gemacht – dargestellt durch verschiedene Lederarten und -farben, Lackmuster, Carbon-, Holz- oder Echtmetall-Zierelemente, designo-Ausstattungen und komplette Technik-Komponenten.

    Zum 45-jährigen Jubiläum von AMG präsentiert sich die Modellpalette größer und vielfältiger denn je. Trotzdem bleibt zu keiner Zeit, die Exklusivität der einzelnen Modelle auf der Strecke – erst Recht wenn die Fahrzeuge mit Individualisierungen aus dem AMG Performance Studio ausgestattet sind. Aktuell umfasst das Angebot 22 AMG High-Performance-Fahrzeuge mit einem Leistungsspektrum von 422 PS bis 630 PS. Die Auswahl reicht von Limousinen, Coupés und SUVs über Roadster bis hin zum Supersportwagen SLS AMG. Jedes dieser Fahrzeuge fasziniert durch einzigartige Kraftentfaltung, einzigartigen Motorsound und ein herausragendes Fahrgefühl. Kurzum: Ein AMG Modelle verkörpert bis in die kleinste Schraube, die für AMG typische Ingenieurs- und Handwerkskunst, gepaart mit einem Hauch von Motorsport.

    Bilder: MBpassion.de

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    15 Kommentare to “45 Jahre AMG – Die Performance-Marke feiert Jubiläum und zeigt exklusive Einblicke in die Zukunft”

    1. Maxi meint:
      20.Juni 2012 at 01:05

      Schade das Ihr keine Bilder von den A Amg’s machen durftet :(
      Bekommt der CLS Shooting Brake euren Fotos nach einen Ladeboden aus Holz?

    2. Roman meint:
      20.Juni 2012 at 07:34

      Das klingt ja nach A 45 AMG Black Series :)

    3. A 45 AMG : Seite 2 : Das ist wohl der hammer Motor meint:
      20.Juni 2012 at 07:36

      [...] Link zum Artikel [...]

    4. Dreikommanull meint:
      20.Juni 2012 at 10:36

      SENSATIONELL, Danke für diesen Bericht!

    5. Engelbert meint:
      20.Juni 2012 at 11:44

      Bild 15: Warum hat denn dieser SL einen konventionellen Automatik-Hebel?!
      Ich dachte den gibts im SL gar nimmer??
      Gruß
      Engelbert

    6. Engelbert meint:
      20.Juni 2012 at 11:46

      Sorry edit:
      Ist wohl ein SLK oder?

    7. Hr. Schmidt meint:
      20.Juni 2012 at 13:42

      Wenn die Emotionen so weiter geschürt werden, dann stehen wir morgens in Affalterbach, wie vor einem Elektronikmarkt und wollen ihn gleich mitnehmen, durchfahrend durch eine jubelnde Menge. Schöner Gedanke!

    8. Baybee meint:
      20.Juni 2012 at 14:27

      @ Engelbert

      Das ist ein SLK, aber auch der SL hat einen Hebel unten, nur einen anderen.

    9. Dominic meint:
      20.Juni 2012 at 16:25

      CSL bekommt Ladeboden aus Stoff (wie E-Klasse T-Modell).
      Allerdings mit Leisten, die so ähnlich aussehen wir auf dem Foto. Vereinfacht das Schieben vom Gegenständen im Kofferraum.

    10. Felix meint:
      20.Juni 2012 at 16:50

      @Maxi & Dominic: Der CLS Shooting Brake AMG bekommt einen Ladeboden aus Holz, vermutlich den oben im Bild sichtbaren…

      MfG
      Felix

    11. Dominic meint:
      20.Juni 2012 at 16:53

      Ich muss mich korrigieren, meine Aussage bezieht sich auf den “normalen” CLS. Wie der vom CLS AMG aussieht, kann ich nicht sagen.
      Hab den Kofferraum schon live gesehen.

    12. Florian meint:
      20.Juni 2012 at 16:53

      Hallo mbblog!

      habt Ihr schon Informationen, wann erste Pressefotos des W222 freigegeben werden? Das kann doch nicht mehr lange daueren, die Versuchsfahrzeuge, die man derzeit sehen kann, sind doch fast abgetarnt..

      VG

    13. Dreikommanull meint:
      20.Juni 2012 at 16:54

      Vor Mitte/Ende Dezember werden mit Sicherheit keine Pressefotos vom W222 herausgegeben werden.
      Soweit ich weiß ist noch kein PAD bekanntgegeben worden.

      Würde mich aber auch sehr interessieren ob hier jemand etwas näheres dazu weiß!?

    14. Stefan Klenk meint:
      21.Juni 2012 at 11:18

      Danke für die Einblicke. Ein nettes Bild aus Affalterbach ist auch dabei. :-)

    15. A45 AMG Weltpremiere in Genf – mit über 354 PS | Mercedes-Benz Passion Blog meint:
      12.Februar 2013 at 13:30

      [...] mehr. 450 Nm Drehmoment helfen auch so zu guten Vortrieb. Technisch haben die Ingenieure von AMG fleissig gearbeitet, der Motor scheint ein Sahnestück zu sein: neues Kurbelgehäuse, neuer [...]