Aktuell und noch bis Sonntag den 8. August 2010 dreht sich im Mercedes-Benz Museum im Rahmen der „Woche der Helfer“ alles rund um die Faszination Feuerwehr. Die Besucher werden bereits vor dem Museum auf das Thema Feuerwehr eingestimmt. Dort präsentieren sich sowohl historische als auch aktuelle Feuerwehrfahrzeuge, wie beispielsweise der brandneue Zetros.

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Zum Thema passend konnten gestern Abend rund 500 Museumsbesucher – darunter viele Feuerwehrleute aus dem Raum Stuttgart – die spekatakuläre Entrauchungsanlage „Tornado“ live erleben. Erstmals wurde diese Demonstration der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vom Guiness Buch der Rekorde wurde die Entrauchungsanlage bereits 2007 zum „weltweit größten künstlichen Wirbelsturm“ gekürt.

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Durch die besondere Architektur des Museums mit den offenen Ebenen konnten herkömmliche Methoden zur Entrauchung nicht angewendet werden. Aus diesem Grund wurde ein weltweit einzigartiges Entrauchungssystem entwickelt. Bei Rauchentwicklung im Brandfall blasen über 100 Düsen, die sich entlang der Innenwände des Atriums befinden, Luft in das Atrium. Durch diese ausgefeilte Technik und mit Hilfe spezieller „Leitwände“ entsteht dann der künstliche Tornado. Der aufgesaugte Rauch wird später über einen großen Entrauchungsventilator, der sich im Decken-Bereich des Museums befindet, ins Freie abgeführt.

Mit Spannung warteten die Besucher auf den verschiedenen Ebenen mit Blick in das Atrium auf den Beginn des Tornados. Wir von MB Passion haben uns diese Gelegenheit natürlich auch nicht entgehen lassen und waren vor Ort dabei.

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Um kurz nach 20 Uhr war der große Moment gekommen. Mit Ohren betäubenden Lärm – ähnlich eines startenden Flugzeugs – setzte sich der große Ventilator in der Decke in Bewegung. Ganz langsam begann die Luft sich zu bewegen – sichtbar gemacht durch kleine Styroporkugeln auf dem Boden des Atriums.

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Kurz danach begann ein Mitarbeiter mit Hilfe einer Disconebelmaschine Rauch zu erzeugen um den Luftstrom sichtbar zu machen. Der Rauch wurde natürlich sofort von der sich drehenden Luft angezogen und langsam bildete sich ein kleiner und kaum sichtbarer Tornado aus.

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Mit steigender Rauchmenge aus der Disconebelmaschine wuchs der Luftrüssel dann deutlich sichtbar an, bis er die komplette Länge von rund 30 Meter vom Boden bis zur Decke erreichte. Ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis! Kein Wunder also, das Besucher in der Vergangenheit immer wieder nach dieser Demonstration nachgefragt haben, ob sie denn irgendwann einmal für den normalen Besucher zugänglich bzw. erlebbar sein würde.

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Etwa 20 Minuten hatten die Gäste dann die Möglichkeit den künstlichen Tornado zu genießen und zu beobachten. Immer wieder wurden neue Rauchschwaden aus der Nebelmaschine ausgelöst um den Tornado stabil zu halten. Nach dem Ende der Vorführung gab es Applaus für diese mehr als gelungene Demonstration.

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Glücklich konnten alle diejenigen sein, die ein Ticket für diese ganz besondere – ohne wohl auch einmalige – Sonderveranstaltung bekommen haben. Auf Grund von Vorschriften und aus Sicherheitsgründen waren die Eintrittstickets nämlich streng limitiert und innerhalb kürzester Zeit vergriffen.

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Anschließend konnte jeder in der Museum-Lounge auf dem Museumhügel, den Tag ganz gemütlich bei einem Glas Bier/Wein oder einem Cocktail ausklingen zu lassen. Der größte künstliche Tornado war sicherlich auch dort bei vielen das Gesprächsthema Nummer eins.

Bilder: MB Passion