« Rot wie,… der Brabus Widestar als G55-Modell | Home | 27. Juli 1960: Grünes Licht für das Werk Wörth – Heute Herz der Lkw-Produktion von Mercedes-Benz »
Kurztest: Mit dem smart fortwo coupé durchs Ruhrgebiet
von Philipp Deppe | 26.Juli 2010
Im Rahmen des smart Markenworkshops haben wir das modellgepflegte smart fortwo coupé – pulse mit dem 1,0 Liter Turbo-Benziner (62 kW / 84 PS) auf eine kurze Tour durch Essen und Umgebung mitgenommen.
Smart, das steht in erster Linie für den aktuellen CO2-Champion, aber die Marke smart ist noch vieles mehr: Sie steht für zukunftsweisende Technologien und ist zudem äußerst hipp und trendig – Kurzgefasst: smart ist einfach Kult!
Aber zurück zum Thema: Der von uns gefahrenen smart in der Pulse-Line mit bodypanels in Hellblau metallic – der neuen Lackfarbe der Modellpflege – und tridion-Sicherheitszelle in Schwarz sowie Außenspiegelkappen und Kühlermaske ebenfalls in Schwarz, kommt richtig sportlich daher. Dazu tragt auch das bodypanel plus-Paket (Serie bei der Pulse-Line) bei, wodurch die Front-, Heckschürze und der Seitenschweller in bodypanel Farbe lackiert sind. Abgerundet wird der sportliche Look durch die serienmäßigen 3-Doppelspeichen-Leichtmetallräder in 15 Zoll mit Breitreifen in den Dimensionen 175/55 vorn und 195/50 hinten.
Auch im Innenraum setzt sich der sportliche Look fort. In der pulse-Line sind die Sitze in einer Mischung aus Stoff und Leder im Farbton schwarz gehalten. Mittig in der mit Stoff bezogene Instru-mententafel in leicht geänderter Linienführung dominiert das neue Audio system navigation/multimedia, mit Touchscreen-Display, Navigation, Bluetooth®-Freisprecheinrichtung, AUX/USB, iPod®-Schnittstelle, CD/DVD/SD. Abgerundet wird das Sound-Erlebnis durch das neue optionale Surround-Soundsystem mit 8 x 40 Watt Mehrkanal-Digitalverstärker.
Die Bedienung des neuen Audiosystems ist über den 16,5-cm großen Tochscreen kinderleicht und nahezu selbsterklärend. Ausgehend vom Grundmenü stehen die Hauptfunktionen Radio, Music, Video, Navigation und Telephone zur Auswahl. Bei unserer Testfahrt hatten wir lediglich den Eindruck, dass die Stimme der Navigationsansagen etwas kratzig und bei manchen Wörtern nicht so klar in der Aussprache ist.
Das Kombiinstrument wurde im Rahmen der Modellpflege ebenfalls überarbeitet. Auffälligste Änderung ist der optional erhältliche Bordcomputer. Wir hatten dieses Feature an Bord und so ließen sich auf dem Display unter anderem der Momentanverbrauch, der Durchschnittsverbrauch, die gefahrenen Tageskilometer und nützliche Serviceeinstellungen abrufen. Der Wechsel durch die Menüs des Bordcomputers erfolgt durch eine Drehbewegung eines speziellen Rings am rechten Lenkstockhebel.
Das Lenkrad – ein 3-Speichen-Ledersportlenkrad mit Lenkradschaltung (Serie bei pulse-Line) ist nun auch mit Tempomatfunktion zu haben. Dieses war ein Wunsch vieler smart-Fahrer dem man jetzt im Rahmen der Überarbeitung nachgekommen ist.
Der 1,0 Liter Benzinmotor mit Turbolader und 82 PS sowie 120 Nm Drehmoment bei 2.000–4.750 U/min – mit smart-typisch kernigem 3-Zylinder Sound – verfügt über eine mehr als ausreichend Leistung, insbesondere im Stadtverkehr. Weiterhin nicht hundertprozentig überzeugend ist das automatisierte 5-Gang-Schaltgetriebe: Im höheren Drehzahlbereich beim beschleunigen sind die Schaltpausen – egal ob manuell oder automatisch – teilweise schon recht deutlich zu merken sind, wie aus den vorherigen Modellen aber auch schon bekannt. Wirklich gestört haben sie uns aber nicht.
Der von uns gefahrene smart fortwo kann sowohl sportlich zügig mit entsprechen höherem Verbrauch als auch betont zurückhaltend und spritsparend – beispielsweise im 5. Gang bei rund 1.500 U/min und mit rollen im Verkehr – bewegt werden. Hier sollte es auch dann auch durchaus möglich sein, den kombinierten Normverbrauch von 4,9 Liter auf 100 Kilometer zu erreichen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird laut Werk mit 10,7 Sekunden beziffert. Die Höchstgeschwindigkeit ist eletronisch bei 145 km/h abgeregelt.
Fahrwerk und Lenkung sind aus unserer Sicht komfortabel. Grobe Unebenheiten werden zwar auf Grund des kurzen Radstands teils deutlich an die Fahrgäste weitergegeben, aber ansonsten schluckt das Fahrwerk kleinere Fugen und Wellen schon sehr ordentlich. Spurrillen – beispielsweise auf der Autobahn – sind bauartbedingt nicht unbedingt der Freund des smart. Hier konnten wir, trotz oder vielleicht auch gerade auf Grund der serienmäßigen Breitreifen, an einigen Stellen schon eine stärkere Tendenz des Nachlaufens in die Spurrillen feststellen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase ist das aber kein so großes Thema mehr.
Ansonsten ist das Fahrwerk aber sehr gutmütig und ermöglicht Fahrspaß total. Sollte es einem dann doch mal passieren, dass Kurven oder ein Kreisverkehr zu zügig durchfahren werden, greift dezent aber effektvoll das Elektronische Stabilitäts Programm (ESP) ein und bringt den Fahrer sicher auf den richtigen Kurs zurück. Die Lenkung ist dank der optionalen elektrischen Servolenkung leichtgängig und ermöglicht ein einfaches Rangieren in Parklücken und bei der Fahrt durch den Stadtverkehr des Ruhgebiets. Ab etwa 100 km/h würden wir uns allerdings die Lenkung eine Spur strammer wünschen. Kleine Bewegungen am Lenkrad werden relativ direkt weitergegeben, so dass man schnell mal einen kleinen Bogen fährt. Fahrten auf längeren Strecken sind aus unserer Sicht völlig problemlos möglich, – das hatte uns Modell vor den Facelift aber auch schon bewiesen, so dass der kleine smart mehr als nur ein Cityflitzer ist.
Ganz billig ist der smart(e)Fahrspaß natürlich nicht: Das von uns gefahrene smart fortwo coupé –pulse (Benziner – 62kW) hat einen Grundpreis von 12.710 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Rechnet man die Sonderausstattungspunkte, die unser smart an Bord hatte, wie beispielsweise das Audio system navigation/multimedia (995 €), Klimaanlage (925 €), Surround-Soundsystem (595 €), Servolenkung (460 €), Assistenz-Paket mit Tempomat, Bordcomputer (325 €) oder softouch (310 €), hinzu kommt man auf einen Endpreis von über 18.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dafür bekommt man aber auch ein Auto was Trends setzt, mit zeitgemäßer Funktionalität überzeugt und seine Fahrgäste komfortabel, sicher und umweltfreundlich ans Ziel zu bringt – wenn man es denn auch so will.
Bilder: MB Passion

Eingehende Suchbegriffe zum Artikel:
- smart surround soundsystem (13)
- mercedes smart navi (5)
- smart 84 ps fahrbericht (3)
- smart surround-soundsystem test (3)
- smart navigationssystem test (3)
- erfahrung smart (3)
- smart navigation test (2)
- smart Audio system navigation / multimedia (2)
- smart navi (2)
- smart fortwo surround sound (2)
Themen: Smart | 3 Kommentare »










26.Juli 2010 at 19:08
Schöner Bericht! Kleine Korrektur: 62kW = 84PS, nicht 82PS
26.Juli 2010 at 19:36
@Alex_2: Korrekt. Danke.
28.August 2010 at 15:10
[...] fortwo gewinnen können – damals in Form des 84 PS starken Benziners. Der Bericht dazu kann hier nachgelesen [...]