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Mercedes-Benz Österreich 2009: leichtes Minus bei Pkw, deutlicher Rückgang bei Nutzfahrzeugen
Von Markus Jordan | 6.Februar 2010
Mercedes-Benz Österreich blickt angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Summe auf ein herausforderndes Jahr 2009 zurück.
Die Sparte Mercedes-Benz Pkw verbucht im Jahr 2009 einen leichten Rückgang auf 10.695 Einheiten (minus 4,8 % zu 2008). Der Marktanteil von Mercedes-Benz Pkw lag 2009 bei 3,3 Prozent (minus 0,5 % zu 2008).
In der Sparte Transporter mit den Modellen Vito, Viano, Sprinter und Vario konnte der Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 17,2 Prozent gesteigert werden. Bei einem rückläufigen Gesamtmarkt (minus 23 Prozent) verzeichnete die Sparte Transporter in 2009 einen Absatz von insgesamt 3.424 Einheiten.
Bei deutlich sinkenden Zulassungszahlen am Lkw-Markt, verzeichnete Mercedes-Benz bei Lkw über 6 Tonnen ein Zulassungsminus von 54,8 Prozent auf insgesamt 743 Einheiten.
Ein stabiles Servicegeschäft führt in Kombination mit den Rückgängen in den einzelnen Fahrzeug-Sparten zu einem Gruppen-Nettoumsatz der österreichischen Mercedes-Benz Organisation (inklusive smart und Mitsubishi Fuso Canter) in 2009 von EUR 1,23 Mrd. (2008: EUR 1,406 Mrd.).
„Für Mercedes-Benz und smart war 2009 kein einfaches Jahr, da wir von der Ökoprämie nur unterdurchschnittlich profitiert haben. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Ökoprämie grundsätzlich ein richtiges Signal für den Kauf eines neuen, schadstoffarmen Autos war. Für 2010 rechnet Mercedes-Benz Österreich im Pkw-Bereich nicht zuletzt durch die komplette Verfügbarkeit der E-Klasse Familie mit Limousine, T-Modell, Coupé, Cabrio und den 4MATIC-Modellen mit einem soliden Absatzniveau. Ziel ist eine Absatz-Stabilisierung auf dem Niveau von 2009“, resümiert Mag. Bernhard Denk, Geschäftsführer des Generalimporteurs Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft m.b.H. in Salzburg. „Im Transporter- und Lkw-Bereich war das Jahr 2009 von deutlichen Rückgängen infolge der wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Die Talsohle sollte jetzt aber durchschritten sein und wir gehen mit Optimismus in das Jahr 2010“, fasst Mag. Denk die Situation in der Sparte Nutzfahrzeuge zusammen.
In der Sparte Mercedes-Benz Pkw konnte die A-Klasse 2009 das Zulassungsniveau von 2008 (2.061 Einheiten) auf insgesamt 2.086 Einheiten steigern. Die Einstiegs-Baureihe von Mercedes-Benz setzt weiterhin Standards bei Raumökonomie und Wirtschaftlichkeit. In den BlueEFFICIENCY-Modellen tragen Maßnahmen wie eine optimierte Kühlermaske oder eine ECO Start-Stopp-Funktion zur Verbrauchs-reduktion bei.
Die B-Klasse erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und hat mit 1.937 Einheiten im Jahr 2009 ein solides Verkaufsniveau erreicht. Der Absatz von 2008 mit 1.919 Einheiten konnte sogar leicht übertroffen werden. Die B-Klasse vereint die Vorteile verschiedener Fahrzeugkonzepte: Der Fünftürer bietet die Außenmaße eines Kompaktwagens, das Raumangebot eines Kombis, die Variabilität eines Minivans und die Sicherheit eines Mercedes-Benz.
Die C-Klasse (Limousine und T-Modell) hat nach zwei sehr starken Jahren einen Rückgang auf 1.984 Einheiten in 2009 zu verbuchen (2008: 2.842 Einheiten). 2009 gingen neu entwickelte Benzin-Motoren mit Direkteinspritzung und die sparsamste
C-Klasse aller Zeiten an den Start: der C 220 CDI BlueEFFICIENCY verbraucht lediglich 4,8 Liter Dieselkraftstoff (CO2-Emission 127 g/km).
Die neue E-Klasse ist hervorragend angelaufen und hält bei einem Marktanteil im Limousinensegment von rund 46 Prozent. Von der Markteinführung im Frühjahr 2009 bis Dezember 2009 registrierte die E-Klasse Limousine 1.483 Zulassungen (plus 43,5 Prozent im Vergleich zu 2008). Die Auszeichnung mit dem „Großen Österreichischen Automobilpreis“ zeigt: die E-Klasse ist die beliebteste Premium-Limousine Österreichs. Seit Mai 2009 ergänzt das formschöne E-Klasse Coupé das Portfolio, seit November ist das neue E-Klasse T-Modell erhältlich.
Die GLK-Klasse hat mit 1.040 Einheiten in 2009 ein erfreuliches Zulassungsniveau erreicht. Der kompakte Charakterdarsteller ist seit Oktober 2008 erhältlich, seit April 2009 auch als GLK 220 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY mit neuem Vierzylinder-Dieselmotor. Das Basistriebwerk mobilisiert 125 kW/170 PS, verbraucht aber lediglich 6,7 Liter Diesel pro hundert Kilometer. Die Markteinführung des heckgetriebenen GLK 220 CDI BlueEFFICIENCY erfolgte im Herbst 2009, der GLK 250 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY feierte seine Markteinführung im Dezember 2009.
Die Mercedes-Benz S-Klasse konnte mit einem Segment-Marktanteil von 42 Prozent im zweiten Halbjahr 2009 erneut die Spitzenposition im automobilen Luxuslimousinen-Segment besetzen. Die S-Klasse erfuhr im Juni 2009 eine Modellpflege und setzte mit dem S 400 HYBRID, dem ersten Serienfahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterientechnologie, einen neuen Maßstab in der Luxusklasse.
Das Segment der großen SUV („Full-Size SUV“) war 2009 stark rückläufig. Der Luxus-Offroader M-Klasse konnte somit das gute Ergebnis von 2008 nicht fortführen, ebenso verzeichnete die GL-Klasse Rückgänge. Ein positiver Impuls ist im Jahr 2010 durch die besonders saubere BlueTEC-Technologie zu erwarten: Das modulare Abgasreinigungssystem, das Stickoxide auf ein Minimum reduziert, ist nun auch in der M-, R-, und GL-Klasse erhältlich.
Die G-Klasse ist längst ein moderner Klassiker und feierte 2009 sein 30 jähriges Jubiläum. Der in Graz bei Magna gefertigte Geländewagen konnte den Absatz im Jubiläumsjahr 2009 auf 54 Einheiten steigern (2008: 49 Einheiten).
Ende März 2007 erschien die neue Generation des revolutionären smart fortwo und der zweisitzige Trendsetter konnte weiter zulegen: Trotz einiger Neuzugänge im vom smart fortwo begründeten Segment, wurden im Vorjahr 1.032 Einheiten in Österreich zugelassen (2008: 1.009 Einheiten).
Mercedes-Benz Transporter: trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Marktanteile gesteigert
Mercedes-Benz konnte im Tranporter-Bereich in beiden Segmenten die Marktanteile steigern: Im Vito-Segment verbuchte Mercedes-Benz ein Plus von 1,0 Prozentpunkt auf 13,8 Prozent im Vergleich zu 2008. Es konnten 1.440 Einheiten abgesetzt werden, das entspricht einem Minus im Vergleich zu 2008 von 18,8 Prozent. Der Sprinter konnte in seinem Segment den Marktanteil um 0,9 Prozentpunkte auf 20,9 Prozent im Vergleich zu 2008 anheben. Die Zulassungen waren im Vergleich zu 2008 um 17,9 Prozent auf 1.984 Einheiten rückläufig. Vom leichten Lkw Mitsubishi Fuso Canter, der die Nutzfahrzeug-Palette von Mercedes-Benz Österreich optimal ergänzt, wurden 2009 insgesamt 68 Fahrzeuge zugelassen.
Mercedes-Benz Österreich konnte im Jahr 2009 seine Marktposition als zweitgrößter Anbieter am österreichischen Nutzfahrzeug-Markt über 6 Tonnen behaupten. Den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte sich jedoch auch Mercedes-Benz nicht entziehen: Die Sparte Lkw verzeichnete deutliche Rückgänge gegenüber dem Rekordjahr 2008. Die Marktanteilsentwicklung bei Nutzfahrzeugen über 6 Tonnen ist hingegen positiv: 2009 lag der Marktanteil im Mittelfrist-Vergleich mit 16,3 Prozent über den Jahren 2007 und 2006.
Im Bereich der Sonderfahrzeuge konnte Mercedes-Benz weiter zulegen: Der Unimog (Universalmotorgerät) konnte 2009 den Absatz um 29 Prozent auf insgesamt 80 Einheiten im Vergleich zu 2008 steigern. Im Feuerwehr-Segment ist Mercedes-Benz mit einem Marktanteil von 39 Prozent weiterhin die unangefochtene Nummer 1. Neu im Portfolio ist der Zetros: Der hochgeländegängige Hauben-Lkw nimmt eine einzigartige Stellung ein und ergänzt seit Sommer 2009 die Mercedes-Benz Lkw-Baureihen Actros, Axor und Atego.
Das Mercedes-Benz Vertriebsnetz besteht aktuell aus 7 Vertretungen mit 61 Vertriebsstandorten und 102 Servicepartnern. Die Marke smart wird über 7 smart-Vertretungen mit 20 Vertriebs- und 38 Servicestützpunkten betreut. Das hohe Beschäftigungsniveau in der Organisation verringerte sich aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf 4.216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per 31.12.2009 (2008: 4.415 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Die Lehrlingsausbildung liegt Mercedes-Benz in Österreich besonders am Herzen: 2009 standen rund 800 Lehrlingen Ausbildungsplätze in der Mercedes-Benz Organisation zur Verfügung.
Mit 5.076 verleasten Fahrzeugen lag das Neufinanzierungsvolumen mit rund EUR 140 Mio. auf Planniveau, allerdings bedingt durch den starken Einbruch im Lkw-Absatz deutlich unter dem Vorjahr. Während bei Mercedes-Benz Pkw die Penetrationsrate mit 32,4 Prozent auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte, wurde im Bereich der smart-Finanzierungen mit einer Penetrationsrate von 67,3 Prozent der Vorjahreswert deutlich übertroffen. Auch bei Mercedes-Benz Transportern konnte mit einer Penetrationsrate von 34,5 Prozent ein hohes Niveau erreicht werden. In den Bereichen Versicherung und Fleet Management gelang es trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr weiter zu steigern.
Die Neuinterpretation des legendären Flügeltürers, der Mercedes-Benz SLS AMG, debütierte in Österreich im Rahmen der Vienna Autoshow und feiert seine Markteinführung im Frühjahr 2010. Die Resonanz auf den puristischen Supersportwagen, dessen Alu-Karosserie bei Magna Steyr in Graz gefertigt wird, ist exzellent. Ebenso im Frühjahr startet das E-Klasse Cabrio mit zahlreichen Innovationen wie dem automatischen Windschott AIRCAP. Das E-Klasse T-Modell mit permanentem Allradantrieb 4MATIC rundet das Angebot der E-Klasse weiter ab. Nicht zuletzt aufgrund der vollständigen Verfügbarkeit der E-Klasse Familie rechnet Mercedes-Benz Österreich mit einem stabilen Absatz für 2010.
Im Bereich Transporter erwartet Mercedes-Benz Österreich eine leichte Erholung des Gesamtmarktes. Zielsetzung ist, die Marktposition im Vito- und Sprinter-Segment zu halten beziehungsweise leicht zu verbessern. Bei Lkw über 6 Tonnen erwartet Mercedes-Benz Österreich die Position Nummer 2 am österreichischen Markt auch 2010 festigen zu können. Die Talsohle am Lkw-Markt ist aus heutiger Sicht durchschritten. Für 2010 rechnet Mercedes-Benz Österreich aufgrund von Nachbeschaffungseffekten mit einer Erholung.
Quelle: Daimler AG
Topics: Konzern | 1 Kommentar »


6.Februar 2010 at 15:30
Kein Wunder bei den knausrigen Rabatten in Österreich im Vergleich zu Deutschland und den Händlern, die nur die Infos haben, die ohnedies in den Prospekten stehen, darüber hinaus den Kunden für Dumm verkaufen.