Wohl auch ein eher unbekanntes Thema: 1996 bauten die Spezialisten von AMG insgesamt 11 Stück des legendären Flügeltürers von 1954 auf aktuelle AMG-Technik um – zum Stückpreis von über 1.000.000 Euro.

Als Basis des Umbaus diente ein Mercedes-Benz 300 SL von 1954, ein Meilenstein in der Geschichte der Marke Mercedes-Benz, ein durchaus exklusives und begehrtes Fahrzeug. Die Spezialisten bauten das Fahrzeug komplett neu auf, lackierten das Fahrzeug neu und änderten das Äußere dann doch eher wenig: lediglich neue Scheiben sowie elektronisch einstellbare Außenspiegel wurden verbaut. Auf der Motorenseite wurde ein V8 Motor mit knapp 6 Liter Hubraum und 380 PS eingesetzt, parallel ein 4-Stufen-Automatikgetriebe – bei der Auspuffanlage wurden Katalysatoren für Euro 2-Standard verwendet. Maximale Höchstgeschwindigkeit nun, – wie sonst elektronisch abgeregelt – : 250 km/h.

Neben einer aktuellen Servolenkung wurde die Hinterachse eines Mercedes SL (R129) verwendet, incl. einstellbaren Gasdruckdämpfern – hier wurde auch die Bremsanlage aus der E-Klasse, jedoch Typ W124, eingesetzt – , auf der Vorderachse übernimmt die Bremsungen nach den Umbau aktuellere AMG-Scheibenbremsen aus dem C36.

Die Original-Felgen wurden gegen Leichtmetallräder aus eigenen Hause im klassischen Fünf-Speichen-Design mit der Bereifung 235/45 R17 vorne und 245/45 R17 hinten ersetzt.

Im Innenraum wurden Sitze gewechselt, 3-Punkt-Gurte verbaut, und die Mittelkonsole und Teile der Türverkleidungen mit Nappa-Leder verkleidet. Alcantara wurde für die A-Säulen-Verkleidungen, den Dachhimmel sowie die oberen Türrahmen eingesetzt. Für aktuellere Sicherheit wurde ein modernes Lenkradschloss verbaut, den Fahrer informieren weiterhin originale 300 SL Instrumente, jedoch aktualisiert auf die neuen Leistungswerte. Für ideales Klima sorgt eine aktuelle Klimaanlage für passende Musik-Untermalung wurde ein neues Radiosystem samt MP3 und iPod-Schnittstelle verbaut.

Insgesamt bauten die Spezialisten von AMG 11 Fahrzeuge um, davon 8 Coupés und 4 rechtsgelenkte Fahrzeuge – 5 Fahrzeuge gingen übrigens an die Herrscherfamilie von Brunai.

Bilder: Daimler AG / HWA