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    • Michael, 12. März 2010 Eine schöne Auswahl historischer Mercedes Lastwagen auf der Messe.
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    Mercedes-Benz Clubmitglieder besuchten Mercedes-Benz Technology-Center (MTC) in Sindelfingen

    Von Philipp Deppe | 6.Oktober 2009

    Aus 80 anerkannten Mercedes Clubs weltweit, wurden letzte Woche 35 Mitglieder des Club Managements in das Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen eingeladen. Im Rahmen dieser Führung wurde den Gästen, Einblicke der besonderen Art gewährt, die sonst den MTC – Besuchern verwehrt bleiben.

    Bei der 1. Station war die „Passive Sicherheit“ Thema, die mit zum Wichtigsten im Hause Mercedes-Benz gehört. Bereits vor 50 Jahren fanden die ersten Crashversuche statt, genauer gesagt am 10. September 1959. Damals war natürlich das Ganze bei Weitem noch nicht so professionell wie heute. Unter einfachsten Bedingungen – unter freiem Himmel – wurde der 1. Frontalcrash erzeugt, ohne Dummies und oft mit menschlichen Insassen. Heute gibt es dafür die 110 m lange Crashhalle, in der eine Vielfalt von unterschiedlichsten Crashvarianten möglich sind. Je nachdem können Frontal-, Seiten-, Heckaufprall oder Überschlagcrashs und vieles mehr durchgeführt werden.

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    Allein zum Entwicklungsprogramm der E-Klasse Limousine gehörten 150 solcher Tests. Ein Rundgang durch das Dummy – Labor ergänzte die Eindrücke. Nun wissen die Besucher, wenn die Ingenieure von dem 50% Mann, dem 95% Mann oder der 35% Frau sprechen. So entspricht beispielsweise der 50% Mann, dem angenommenen Durchschnitt männlicher Autofahrer, mit einer Körpergröße von 1,75m und einem Gewicht von 78 kg.

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    Als nächste Station wurden die Gäste in den Designbereich geführt. Hier werden alle Mercedes-Benz Varianten konzipiert, die erst in 4-5 Jahren auf den Markt kommen. Der Findungsprozess dafür dauert in etwa 2 Jahre. Wichtig ist hierbei, dass die Identität der Marke Mercedes-Benz erhalten bleibt und die Fahrzeuge die Sportlichkeit und Eleganz aufweisen, die einem Mercedes eigen sind.

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    Zur Sprache kamen auch die unterschiedlichen Design – Standorte weltweit, wie Carlsbad (USA), Como (Italien), Peking (China) und Yokohama in Japan. Alle Design Linien und Entwürfe laufen in Sindelfingen zusammen und ergeben das sogenannte „Mock Up“. Dieses „Vorführmodell“ ist die Abschlussversion des Kreativteams für dieses Modell und wird im Weiteren Prozess in die Hände der Fachbereichskollegen gelegt.

    Das Ende dieses interessanten Tages bildete ein Rundgang in der Endmontage der C-Klasse Limousine und des Karosserierohbaus der E-Klasse. In der C-Klasse Montagehalle erfuhren die Teilnehmer, dass der Bau einer C-Klasse rund 4 Tage dauert und die Farben schwarz und silber nach wie vor der „Renner“ bei den Mercedeskunden sind. Es war natürlich auch sehr beeindruckend zu sehen, wie die komplett vormontierte Instrumententafel samt Lenksäule von einem Roboter gegriffen, zielgenau eingebaut und anschließend mit 2 Schrauben befestigt wurde. Technik ist manchmal eben schon faszinierend.

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    Höhepunkt dieser Tour war die sogenannte Hochzeit, dabei wird die C-Klasse Karosserie, von oben mit dem vormontierten Fahrwerk samt Motor und Getriebe, von unten, in wenigen Sekunden verbunden, und zwar passgenau. Dies kann als „Geburtsstunde” einer jeden neuen C-Klasse Limousine bezeichnet werden.

    Im Karosserierohbau der neuen E-Klasse konnten die Besucher ein Ballet von unzähligen Robotern beobachten. Natürlich sollte auch nicht unerwähnt bleiben, das die „Mercedes-Benz Clubler“ die ersten überhaupt waren, die diese Hallen betreten durften. Überall wurden blitzschnell Teile gegriffen, in Position gebracht und verschweißt. Der ein oder andere Funkenstreif war dabei nicht zu übersehen.

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    Der Abschluss der Führung bildete der extra Showroom in der Karosseriebauhalle, in der eine in ihre Einzelteile zerlegte Rohkarosserie der E-Klasse Limousine bestaunt werden konnte. Alle Werkstoffe waren farblich gekennzeichnet und in ihrer Bedeutung für die Crash – Sicherheit erklärt. Zudem stand ein Versuchsfahrzeug der E-Klasse Limousine bereit, das einen Frontalcrash mit 50 % Überdeckung absolviert hatte. Die Stabilität eines solchen Fahrzeugs zeigt sich hier ganz deutlich darin, dass die Fahrgastzelle unbeschädigt war und sich die Türen problemlos öffnen ließen.

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    Ein unvergesslicher Tag für die Mercedes-Benz Clubmitglieder und eine exclusive Veranstaltung hat hoffentlich ihre Spuren hinterlassen.

    Bilder: Daimler AG

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