• Letzte Kommentare:

    • DynaDelAnders als beim GLA, bei dem das Offroad-FW eine Höherlegung von 30mm vorn und hinten beinhaltet, ist bei der B-Klasse lediglich eine Erhöhung von 15mm... 24 Nov, 8:28
    • ///AMGHoffentlich können die Silberpfeile nächste Saison an die Erfolge anknüpfen. :) 24 Nov, 8:07
    • NeisyrosBin gespannt ob die Marke es schaft zu überleben, bei diesem Design 24 Nov, 6:31
    • CH-ElchGratulation an Lewis, Nico, und dem ganzen Team, tolle Saison, hat Spass gemacht! Man sieht sich am 29.11. in Stuttgart! 23 Nov, 23:33
    • Richard de LangeIch bin dabei eine neue B220 4 matic als Zweitwagen zu bestellen und lerne das nun die Option der höheres Fahrwerk auch bestellbar ist. Die... 23 Nov, 22:01
    • lowinoSchön über diesen Umweg auch einmal etwas von einem französischen Umweltministerium zu hören. Wenn es gegen die deutsche Industrie geht, dann sind Franzosen immer sehr... 23 Nov, 11:32
  • « | Home | »

    PRE-SAFE Structure: Aufblasbare Metallstrukturen

    von Markus Jordan | 10.Juni 2009

    Es klingt wie eine Utopie: Metallene Strukturen, die solange platzsparend gefaltet im Verborgenen schlummern, bis sie benötigt werden. Doch die Daimler-Forschung hat sich in Zusammenarbeit mit den Gasgenerator-Spezialisten von Autoliv zwei Jahre lang intensiv mit den aktiven Metallträgern beschäftigt und verschiedene Anwendungen erprobt. Im ESF 2009 ist ein aufblasbarer metallener Flankenschutz erstmals zu sehen.

    Man stelle sich eine Luftmatratze vor. Wird sie nicht benötigt, liegt sie schlaff zusammengerollt im Kellerregal. Aufgeblasen besitzt sie dagegen eine widerstandsfähige Struktur, die auch einen 100-Kilo-Mann komfortabel trägt. Analog funktionieren aufblasbare Metallstrukturen: Im Ruhezustand ist das Metallprofil platzsparend gefaltet. Wird seine schützende Wirkung benötigt, sorgt ein Gasgenerator, wie er auch zum Befüllen von Airbags verwendet wird, in Sekundenbruchteilen für einen Innendruck von 10 bis 20 bar, das Profil wird entfaltet und erhält deutlich mehr Stabilität.

    Die Vorteile liegen auf der Hand und betreffen Packaging und Gewicht: Im immer knapper werdenden Bauraum eines Automobils könnten stabilere Strukturen
    untergebracht oder bei gleicher Stabilität das Gewicht deutlich gesenkt werden. Am Beispiel der Seitenaufprall-Träger in den Türen einer S-Klasse haben die Forscher errechnet, dass rund 500 Gramm weniger Gewicht pro Tür möglich
    wären.

    Die Daimler-Sicherheitsforscher haben verschiedene Anwendungen der neuartigen crashaktiven Metallstrukturen untersucht: neben dem Seitenaufprallschutz beispielsweise die Seitenschweller oder die Sitzquerträger. Diese haben den Vorteil, dass sie einige Zentimeter von der Aufprallzone entfernt sind. Der Gasgenerator muss also erst ausgelöst werden, wenn ein Aufprall definitiv stattgefunden hat.

    Denn das ist eines der noch ungelösten Probleme der neuartigen Träger: Ihre aktive Verformung ist – anders als die bereits in Serie eingesetzten PRE-SAFE®-Maßnahmen – nicht reversibel. Andererseits erfordert die Aktivierung weit außen an der Karosserie installierter, per Innendruck verformbarer Träger ein Auslösen schon vor dem Crash. Die Pre-Crash-Sensorik muss also höchst zuverlässige Signale liefern.

    Eine weitere Hürde sind die derzeit noch nicht wettbewerbsfähigen Kosten für die benötigten Gasgeneratoren im Verhältnis zu den Kostenvorgaben für die Einsparung von Gewicht. Noch sind die crashaktiven Metallstrukturen also Zukunftsmusik – aber das waren längst serienmäßige Sicherheitsfeatures wie Airbag, ABS oder ESP® einst auch.

    Eventuell interessanter Artikel:

    Mercedes-Benz S600 Maybach feiert im November auf der Automesse in Guangzhou Weltpremiere #X222
    C-Klasse T-Modell startet bei 35.224 Euro als C180 - Verkaufsfreigabe am 30. Juni 2014 #S205 #BR205
    moovel übernimmt mytaxi und RideScout

    Themen: Entwicklung | Kommentare deaktiviert

    Kommentare geschlossen.

    Auch lesenswert... Entwicklung (181 von 197 Artikel)